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KWK-Modellkommune

Klimaschutz durch KWK. Foto: Hans-Joachim Bechheim / panthermedia.net

Das NRW-Umweltministerium hat in einem Wettbewerb zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sechs „KWK-Modellkommunen“ ausgewählt, die bis zum Jahr 2020 mindestens 25% Strom aus Wärme gewinnen sollen.


Primärenergie durch Kraft-Wärme-Kopplung effizienter nutzen

Bad Laasphe, Iserlohn, Krefeld, Ostbevern/Telgte, Saerbeck sowie die Projektgruppe aus den Städten Remscheid, Solingen, Wuppertal sind die Gewinner des Wettbewerbs "KWK-Modellkommune", den das NRW-Umweltministerium Ende 2012 mit dem Ziel ausgerufen hat, den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung in Nordrhein-Westfalen voranzutreiben. 

Unter Kraft-Wärme-Kopplung versteht man die gleichzeitige Umwandlung von Brennstoff in elektrische und thermische Energie – also Strom und Wärme – in einer technischen Anlage. Dies geschieht durch Verbrennungsmotoren, Gas- und/oder Dampfturbinen in Verbindung mit einem Generator, zukünftig auch durch innovative Technologien wie Brennstoffzellen. Der Vorteil der KWK gegenüber der getrennten Erzeugung von elektrischer Energie und Wärme liegt in der deutlich besseren Ausnutzung der eingesetzten Primärenergie.

51 Kommunen hatten im Rahmen des Wettbewerbs 48 Projektvorschläge eingereicht, 21 vielversprechende Konzepte wurden für die Finalrunde des Wettbewerbs ausgewählt. Eine Jury hat aus den vom Land geförderten und von den Kommunen vorgelegten 21 Feinkonzepten diejenigen ausgewählt, die neben einem hohen Innovationsgrad besonderen Modellcharakter haben und im Sinne einer Blaupause auf andere Kommunen übertragbar sind. Insgesamt befinden sich alle Projektvorschläge mit Blick auf die Hebung von noch nicht erschlossenen KWK-Potenzialen auf einem hohen Niveau. Das Umweltministerium hat deshalb nicht wie angekündigt vier, sondern sechs Kommunen den Status "KWK-Modellkommune" verliehen. Die erfolgreichen Konzepte werden mit insgesamt 20 Millionen Euro gefördert.

Auch mit den Kommunen, die nicht unter den neuen sechs KWK-Modellkommunen sind, wird das Umweltministerium deshalb Gespräche über die anderweitige Realisierung ihrer KWK-Projekte führen.

Zur weiteren Unterstützung hat das Umweltministerium eine "KWK-Leitstelle" eingerichtet, die gemeinsam von der EnergieAgentur.NRW und dem Projektträger ETN (Forschungszentrum Jülich) getragen wird. Die Leitstelle wird - neben der fachlichen und fördertechnischen Begleitung und Beratung - Kontakte zur Branche vermitteln und auch die aus dem Wettbewerb ausgeschiedenen Kommunen bei der Weiterentwicklung ihrer Vorhaben beraten.

Weitere Informationen:


Kraft-Wärme-Kopplung

Die NRW-Landesregierung will mit dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) die Energiewende in Nordrhein-Westfalen vorantreiben. Bis zum Jahr 2020 soll in Nordrhein-Westfalen der Anteil des Stroms aus KWK-Anlagen auf mindestens 25% erhöht werden. Dafür werden mit dem KWK-Impulsprogramm insgesamt 250 Millionen Euro bereit gestellt.

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