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Klimaanpassung in NRW

Ohne Anpassung an den Klimawandel wird es nicht gehen. Foto: OLGA LISOVSKAIA/ Panthermedia.net

Auch Nordrhein-Westfalen ist vom Klimawandel betroffen. Neben dem Klimaschutz ist deshalb die Anpassung an die Folgen des Klimawandels die zweite Säule der NRW-Klimapolitik. Die Landesregierung hat mit dem Klimaschutzplan NRW mehr als 60 Maßnahmen erarbeitet, um den Folgen des Klimawandels in Nordrhein-Westfalen zu begegnen.


Anpassung an den Klimawandel in NRW

Die Landesregierung hat sich mit dem im Dezember 2015 vom Landtag verabschiedeten NRW-Klimaschutzplan eine "Roadmap" erstellt, wie sie die negativen Folgen des Klimawandels in Nordrhein-Westfalen begrenzen will. In 16 Handlungsfeldern sind darin insgesamt 66 Maßnahmen vorgesehen, mit denen die Anpassung an die unabwendbaren Folgen des Klimawandels vorangetrieben werden soll, zum Beispiel in den Bereichen Landwirtschaft, Boden, Wald und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz, Stadtentwicklung und kommunale Planung.
Grundlage ist das vom Landtag im Januar 2013 verabschiedete erste deutsche Klimaschutzgesetz, das nicht nur konkrete Ziele für die Treibhausgas-Minimierung festlegt, sondern auch vorsieht, daß das Land Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels ergreift.
In den vergangenen Jahren hatte das nordrhein-westfälische Umweltministerium bereits rund 40 Einzel-Projekte zum Klimawandel und zur Folgenanpassung initiiert und finanziert - von einer detaillierten Wissenschaftsstudie bis hin zu schulischen Lernmaterialien.


Anpassung in Kommunen und Regionen

Wie soll die klimagerechte Stadt der Zukunft aussehen? Wie können sich Kommunen auf den Klimawandel einstellen? Welche Maßnahmen können auf regionaler Ebene ergriffen werden, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen?

Auf diese Fragen gibt es praktische Antworten in Nordrhein-Westfalen: Die Siegerkommunen des Wettbewerbs „Klima plus“, die sich in ländlichen Regionen  des Landes befinden, haben in den vergangenen 5 Jahren zahlreiche Konzepte und Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in vorbildlicher Weise umgesetzt.

Gleichzeitig wurde ein Projekt für die Großstadt entwickelt: das Projekt „Klimagerechte Metropole Köln“. Es wurde mit finanzieller Unterstützung des Umweltministeriums vom Deutschen Wetterdienst und vom Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) durchgeführt - in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und den Stadtentwässerungsbetrieben Köln.

Weitere Informationen:

Fassadenbegrünung verbessert Lebensqualität - Gutachten zeigt Unterstützungsansätze

Die Begrünung von Fassaden spielt in Ballungsräumen eine wichtige Rolle bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. So kann Fassadenbegrünung nicht nur dazu beitragen, den Regenwasserrückhalt sowie die Verschattung und Verdunstungsleistung im Quartier zu erhöhen, die Luftqualität zu verbessern und den Lärm zu reduzieren. Sie kann auch die natürliche Vielfalt in der Stadt bereichern, die Aufenthalts- und Umgebungsqualität verbessern und den Straßenraum gestalterisch gliedern. In einem Gutachten gibt das NRW-Klimaschutzministerium den Kommunen einen Überblick unter anderem über Planungskriterien, Kosten und Förderungen.

Konzept Starkregen

Mit dem im Dezember 2016 durch das Kabinett beschlossenen "Konzept Starkregen" hat die Landesregierung ihre Angebote an die Kommunen zur Prävention und Bekämpfung der Folgen extremer Niederschläge gebündelt. Es gibt einen Überblick über die rechtlichen Instrumente, Handlungsfelder und Fördermöglichkeiten. Die vor Ort Verantwortlichen können sich so gezielter auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten.

Die möglichen Maßnahmen, die Städte und Gemeinden ergreifen können, um wetter- und klimafest zu werden, sind vielfältig. Zum Beispiel können die besonders aufnahmefähigen Böden kartiert und gezielt offen gehalten werden. Die Aspekte der grünen und wassersensiblen Stadt sollten Kommunen in jedem ihren Planungsprozessen berücksichtigen. So können Kommunen z. B. multifunktionale Flächennutzungen, den Bau von Regenrückhalteräumen oder Dachbegrünungen vorantreiben. Daneben muss klimaangepasstes Bauen noch mehr in den Fokus gestellt werden.

Weitere Informationen:


Hochwasser vor einem Hauseingang. Bild: ronfromyork/pantherMedia

Elementarschäden versichern

Überflutete Keller, abgedeckte Dächer, im Schlamm versinkende Möbel: Immer öfter treten auch in Nordrhein-Westfalen extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Stürmen auf – mit zum Teil beträchtlichen Schäden für die Betroffenen. Prüfen Sie deshalb das Risiko Ihres Hauses oder Ihres Betriebes, treffen Sie Vorsorgemaßnahmen und sichern Sie sich mit einer Elementarschadensversicherung ab.

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