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Atomkraft und Radioaktivität
Messung der Umweltradioaktivität und Strahlenschutzvorsorge
In Nordrhein-Westfalen wird die Belastung der Luft mit Radioaktivität rund um die Uhr gemessen. An 171 Standorten unterhält das Bundesamt für Strahlenschutz stationäre Messstellen. Hier werden Messdaten der Gamma-Ortsdosisleistung alle zwei Stunden abgerufen. Wenn also in Folge eines Störfalles Radioaktivität nach Nordrhein-Westfalen gelangt, wird dies durch das Netz der Messstellen festgestellt. Bei einem Störfall können die Daten sogar alle zehn Minuten abgerufen werden. Bundesweit werden die Messergebnisse von insgesamt 1.800 Messstellen gesammelt. Zudem wird in Freiburg eine internationale Messstation betrieben, die frühzeitig geringe Spuren an Radioaktivität in der Atmosphäre aufspüren kann. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit entscheidet gegebenenfalls über Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung.
Bundesamt für Strahlenschutz: Aktuelle Messwerte aus Nordrhein-Westfalen und dem Bundesgebiet und weitere Informationen zur Situation nach den Ereignissen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima
Informationen zur Strahlenschutzvorsorge und zur Überwachung der Umweltradioaktivität in Nordhein-Westfalen- Weitere Informationen lesen Sie auf den
Internet-Seiten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
NRW-Bürgerinnen und Bürger können zu den Planungen eines neuen Kernkraftwerks in Polen Stellung nehmen
06.02.2012 - Die Republik Polen plant derzeit auf der Grundlage eines entwickelten Kernenergieprogramms den Einstieg in die eigenständige Kernenergienutzung . Die Möglichkeit, zu diesen Planungen im Rahmen eines Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren Stellung zu nehmen, wurde von der deutschen Öffentlichkeit intensiv genutzt. Belegt wird dies durch rund 30.000 Stellungnahmen von deutscher Seite. Die polnische Regierung gibt nun den Bürgerinnen und Bürgern aus Nordrhein-Westfalen erneut die Gelegenheit, Stellung zu nehmen. Grund hierfür ist die Änderung des bislang vorliegenden Kernenergieprogramms.

Umweltministerium gibt Stellungnahme zu geplantem Atomkraftwerk im niederländischen Borssele ab
Remmel: Im Störfall könnte auch NRW betroffen sein, Atomkraftwerk in Borssele darf nicht gebaut werden
11.01.2012 - Das NRW-Umweltministerium hat heute stellvertretend für die nordrhein-westfälische Landesregierung die offizielle Stellungnahme zum Prüfverfahren zur Umweltverträglichkeit eines weiteren Atomkraftwerks im niederländischen Borssele verschickt. Demnach hätte ein Worst-Case-Fall mit Kernschmelze ähnlich wie in Fukushima schwerwiegende Auswirkungen auch auf Nordrhein-Westfalen.
NRW-Bürgerinnen und Bürger können zu den Planungen eines neuen Kernkraftwerks in den Niederlanden Stellung nehmen
02.12.2011 - Im niederländischen Borssele soll ein neues Kernkraftwerk (KKW) gebaut werden. Um den genauen Standort festzulegen, wird im Vorfeld eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Im Rahmen dieser Prüfung wird ein Grundlagenpapier ausgelegt, zu dem auch jeder Bürger und jede Bürgerin in Nordrhein-Westfalen bis zum 12. Januar 2012 Stellung nehmen kann.
„Bundesregierung trägt Verantwortung für Castor-Transporte durch NRW“
Bundesregierung lehnt im Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich NRW-Antrag auf Ertüchtigung des Zwischenlagers ab
30.11.2011 - Die NRW-Landesregierung hat den Bund wegen seines Abstimmungsverhaltens im Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich scharf kritisiert. Der Bund hat als Mehrheitseigner des Forschungszentrums Jülich einen entsprechenden Antrag des Landes NRW auf eine Fortführung des bisherigen Zwischenlagers und damit den Stopp der geplanten Castor-Transporte durch Nordrhein-Westfalen abgelehnt. „Die Bundesregierung und der Bundesumweltminister Norbert Röttgen, der zugleich NRW-Chef der CDU ist, tragen nun die Verantwortung für riskante und umstrittene Castor-Transporte durch unser Land“, so die zuständigen Regierungsmitglieder Svenja Schulze (Forschung), Johannes Remmel (Umwelt) und Harry K. Voigtsberger (Wirtschaft.)

"Remmel: Stadtwerke sollen Energiewende beschleunigen"
Interview mit NRW-Umweltminister Johannes Remmel über den Atomausstieg, die Energiewende, den Ausbau der Windenergie und die Rolle der Stadtwerke in der Halterner Zeitung am 1.6.2011.
NRW-Umweltminister unzufrieden mit Energiewende-Gesprächen
Interview der Nachrichtenagentur dapd mit NRW-Umweltminister Johannes Remmel am 12.5.2011.
Minister Voigtsberger / Minister Remmel: „Atomausstieg nur durch ein Gesetz mit Beteiligung der Bundesländer“
Kabinett beschließt Bundesratsinitiative und legt Ausstiegsgesetz vor – NRW-Minister kritisierten Bundesregierung wegen Moratorium
06.04.2011 - Die Landesregierung NRW will den Atomausstieg per Gesetz erreichen. Auf der jüngsten Kabinettssitzung wurde eine entsprechende Bundesratsinitiative beschlossen, um zur nächsten Sitzung des Bundesrats am 15. April ein eigenes Atomausstiegsgesetz einbringen zu können. „Die Atomkatastrophe in Japan zeigt auf dramatische Weise, dass das so genannte nukleare Restrisiko weder kontrollierbar noch im Krisenfall beherrschbar ist. Zum Ausstieg braucht es aber ein Gesetz, “ sagte Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger. „Die erste Klage der Atomindustrie zeigt deutlich, dass Union und FDP ihre Politik mit der heißen Nadel gestrickt haben. Wir brauchen eine gesetzliche Grundlage für den Ausstieg und keine Placebo-Politik durch ein rechtlich zweifelhaftes Moratorium“, erklärte Umweltminister Johannes Remmel. Das vorgelegte Atomausstiegsgesetz des Landes könne den Weg zum Ausstieg aus dem Atomzeitalter ebnen.
Remmel: „Schutz der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität“
Landesumweltamt weist nach Atom-Störfälle in Japan Lebensmittelüberprüfungen bei Grenzkontrollstellen in Düsseldorf, Köln und Duisburg an – Derzeit keine Hinweise auf radioaktive Belastungen
16.03.2011 - Als Reaktion auf die nuklearen Störfälle in japanischen Atomkraftwerken hat nun das NRW-Umweltministerium vorsorgende Maßnahmen ergriffen, um radioaktive Belastungen bei Lebensmittel-Importen feststellen zu können. Drei Grenzkontrollstellen (Flughäfen in Düsseldorf und Köln sowie der Hafen in Duisburg) wurden jetzt durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) angewiesen, Lebensmittel, die aus Japan kommen, auf radioaktive Belastung hin zu überprüfen.
Minister Remmel und Minister Voigtsberger: „Bundesregierung ist mit ihrer Atompolitik gescheitert“
NRW-Kabinett beschließt Bundesratsantrag – Dauerhafte Rücknahme der Laufzeitverlängerung und Stilllegung der Altkraftwerke
15.03.2011 - Als Reaktion auf die nukleare Katastrophe in Japan hat die NRWLandesregierung eine Bundesratsinitiative beschlossen. Nordrhein-Westfalen wird daher am Freitag einen entsprechenden Entschließungsantrag in den Bundesrat einbringen. „Die Vorfälle in Japan zeigen dramatisch, dass die nukleare Risiko-Technologie weder kontrollierbar noch im Krisenfall beherrschbar ist. Die Beschwichtigungsversuche der Bundesregierung in den letzten Monaten sind nun Makulatur“, stellten die beiden Minister Harry K. Voigtsberger (Wirtschaft) und Johannes Remmel (Umwelt) nach der Sitzung des Kabinetts fest. Die NRW-Landesregierung will durch den Bundesratsantrag die dauerhafte Rücknahme der Laufzeitverlängerung und die Stilllegung der Altkraftwerke erreichen.
Remmel: „Bundesregierung muss Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zurücknehmen“
NRW-Umweltminister fordert politische Konsequenzen aus nuklearer Katastrophe in Japan – Kritik an Bundesumweltminister: Röttgen betreibt Placebo-Politik
13.03.2011 - NRW-Umweltminister Johannes Remmel hat politische Konsequenzen aus der nuklearen Katastrophe in Japan gefordert. „Die Explosion und die drohende Kernschmelze in einem japanischen Kernkraftwerke führt uns einmal mehr dramatisch vor Augen, dass diese Technologie nicht beherrschbar ist und ungeahnte Folgen für Menschen und Umwelt hat“, sagte Minister Remmel. „Atomkraft ist die teuerste Energieerzeugung die es gibt, und die Bürgerinnen und Bürger werden Hunderte von Jahren für diese verfehlte Politik zahlen müssen.“
Remmel kritisiert Röttgens „Placebo-Politik“ nach Atom-Katastrophe in Japan
13.3.2011- NRW-Umweltminister Johannes Remmel hat sich in einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung/derwesten.de für den schnellen Ausstieg aus der Atomkraft ausgesprochen.
zum Interview auf www.derwesten.de
Remmel: „Wir sind für den Ernstfall vorbereitet“
Umweltminister zum atomaren Katastrophenfall in einem japanischen Kraftwerk – Noch keine akuten Auswirkungen auf NRW
12.03.2011 - Die kritische Lage in einzelnen Atomkraftwerken in Japan hat nach den bisher vorliegenden Informationen noch keine akuten Auswirkungen auf Nordrhein-Westfalen. „Nach den Informationen, die wir aus Japan erhalten, ist die Lage in einem Kraftwerk äußerst dramatisch. Die Folgen für Menschen und Umwelt vor Ort sind aber noch nicht abzuschätzen oder voraussagbar. Ich verfolge daher mit großer Sorge die Ereignisse in Japan“, sagte Umweltminister Remmel.
Remmel/Voigtsberger: „Bundesregierung hat kalkulierten Verfassungsbruch begangen“
NRW-Minister kritisierten Bundesregierung wegen Atombeschluss – Fünf Bundesländer reichen Klage gegen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke ein
28.02.2011 - Fünf Bundesländer haben heute beim Bundesverfassungsgericht eine gemeinsame Klageschrift zu den Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke eingereicht. Neben Nordrhein-Westfalen haben sich Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg und Bremen der Klage angeschlossen. Die Bundesländer wollen mit ihrer Klage die Durchführung eines abstrakten Normenkontrollverfahrens nach Artikel 93 Abs. 1 Nr. 2 des Grundgesetzes erreichen. „Die Laufzeitverlängerung durch die Bundesregierung ist unserer Meinung nach klar verfassungswidrig und daher nichtig“, sagten die beiden NRW-Minister Harry K. Voigtsberger (Wirtschaft) und Johannes Remmel (Klimaschutz).
