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Windenergie

Grünes Licht für die Windenergie in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen startet die Aufholjagd bei der Windenergie: Als ersten Baustein seiner neuen Klimaschutzstrategie hat das Land am 11. Juli 2011 einen neuen Erlass für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen ("Windenergieerlass") in Kraft gesetzt. Die Landesregierung will so die Grundlage schaffen, den Anteil der Windenergienutzung an der Stromerzeugung bis zum Jahre 2020 von derzeit gut drei auf 15 Prozent anzuheben. Der neue Erlass baut Hürden für die Planung ab. Starre Vorschriften, die bisher viele Investoren abschreckten, fallen weg. Der neue Windenergieerlass ist Teil der ehrgeizigen Klimaschutzpolitik der Landesregierung und in einem intensiven und konstruktiven Dialog mit zahlreichen Behörden, Verbänden und Organisationen erstellt worden. Schon jetzt ist die Windenergie ein wichtiger Innovationsmotor der Wirtschaft. Rund 2.800 Windkraftanlagen produzieren mittlerweile fast 40 Prozent des regenerativ erzeugten Stroms in Nordrhein-Westfalen. Mit 26.000 Beschäftigten bundesweit erwirtschaftet die Branche mehr als acht Milliarden Euro.

Der Windenergieerlass berücksichtigt zudem selbstverständlich den Schutz der Natur. In Naturschutzgebieten und in für den Naturschutz bedeutsamen Gebieten wird es weiterhin keine Windenergienutzung geben. Dagegen setzt der Windenergieerlass neue Akzente, wie zum Beispiel die erleichterte Errichtung von Anlagen an Bahntrassen oder Autobahnen.


Windenergie aktuell: NRW-Klimaschutzministerium veröffentlich Leitfaden zu „Windenergie im Wald"

März 2012 - Nordrhein-Westfalen will auf dem Gebiet des Staatswaldes je nach Anlage und örtlicher Gegebenheit Standorte für 770 bis 1.150 Megawatt Anlagenleistung aus Windenergie zur Verfügung stellen.

Mit dem Windenergie-Erlass wurde der erste Baustein im vorigen Jahr gelegt. Nun folgen mit dem Leitfaden „Wind im Wald“ und einer Analyse zum „Wind im Staatswald“ weitere wichtige Elemente.

Im Juli 2011 hat die Landesregierung den neuen Windenergieerlass in Kraft gesetzt. Ziel ist es, den Anteil der Windenergie an der Stromversorgung von heute rund vier Prozent bis 2020 auf mindestens 15 Prozent auszubauen. Der neue Erlass baut Hürden für die Planung von Windenergieanlagen ab. Starre Vorschriften, die bisher viele Investoren abschreckten, fallen künftig weg. Der neue Windenergieerlass ist Teil der ehrgeizigen Klimaschutz- und Energiepolitik der Landesregierung. Nach Schätzung des Bundesverbandes WindEnergie verdienen zwischen Rhein und Ruhr rund 10.000 Menschen ihr Geld mit dem Bau von Windkraftanlagen. Rund 2.800 Windkraftanlagen produzieren mittlerweile fast 40 Prozent des regenerativ erzeugten Stroms in Nordrhein-Westfalen.

Die Windenergie hat für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die beschleunigte Energiewende sehr große Bedeutung. Um die Ausbauziele bei der Windenergie zu erreichen, müssen auch auf Waldflächen neue Vorranggebiete erschlossen werden. Der Grundstein für eine intensivere Nutzung ist bereits gelegt: Die technische Entwicklung hat neue Anlagentypen hervorgebracht, die mit Nabenhöhen von mehr als 100 Metern Höhe auch die turbulenzarmen Zonen über den Baumkronen unserer Wälder nutzen können.

Der Wald ist damit für die Planung wieder geöffnet worden - an den Stellen, die durch ökologisch nicht so hochwertige Waldflächen gekennzeichnet sind. Nordrhein-Westfalens Wälder bieten auf 348.000 Hektar Nadelwald eine ausreichend große Fläche ökologisch weniger kritischer Nadelwälder außerhalb von Schutzgebieten. Sie können zukünftig auf ihre Eignung für die Auswahl geeigneter Konzentrationszonen untersucht werden. Bei einem Konzentrationszonenbedarf pro Windenergieanlage (WEA) von 8,5 Hektar, einer perspektivischen Nutzung von zwei bis drei Prozent der bestockten Gesamtwaldfläche – vor allem Nadelholzbestände – und drei Megawatt je neu installierter WEA kann bei konservativer Betrachtung ein Potential von rund 6.200 bis 9.300 Megawatt installierter Anlagenleistung aus Windenergie ermittelt werden. Legt man die gleichen Kriterien an die Staatswaldflächen des Landes an, könnten allein auf diesem Bereich rund 770 bis 1.150 Megawatt Anlagenleistung aus Windenergie bereit gestellt werden.

Weitere Informationen:



Stichwort "Repowering"

Die Landesregierung hat sich ehrgeizige Ziele beim Ausbau der Windenergie gesetzt: Der Anteil der Windenergie an der Stromversorgung soll von heute 3 Prozent bis 2020 auf mindestens 15 Prozent steigen. Zentraler Bestandteil dieser Strategie ist das sogenannte "Repowering“. Dabei werden alte Anlagen durch effizientere und leistungsstarke Anlagen am gleichen Standort ersetzt. Schon allein damit kann es gelingen, den Anteil der Windenergie an der erzeugten Strommenge deutlich zu erhöhen. Langfristig soll – nach Berechnungen der EnergieAgentur.NRW - der Windstromertrag in NRW durch konsequentes Repowering mehr als vervierfacht werden – bei gleichzeitiger Halbierung der bisherigen Anlagenzahl.

Dazu gibt es weitere Vorteile: Moderne Windkrafträder bieten eine wesentlich höhere technische Zuverlässigkeit. Zudem dreht sich der Rotor langsamer und leiser. Das reduziert die Störgeräusche im Umfeld erheblich.

Der neue Windenergieerlass ermöglicht Repowering, unter anderem dadurch, dass die pauschale Höhenbeschränkungen von 100 Metern – anders als im alten Windkrafterlass – für nicht mehr zulässig erklärt wurden. Ein wirtschaftlicher Betrieb erfordert unter heutigen Bedingungen im Normalfall Anlagen von 150 Metern Höhe. Wie bei allen anderen Industrieanlagen müssen künftig die vorgeschrieben Grenzwerte – etwa für Lärm – eingehalten werden. Die Berechnung der konkreten notwendigen Abstände zu Wohnbebauung wird weiterhin streng zugunsten der Anwohnerinnen und Anwohner gehandhabt.



Bürgerwindanlagen: Anteile erwerben, Rendite erzielen, Klima schützen!

Das NRW-Klimaschutzministerium setzt sich für eine stärkere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger beim Ausbau der geplanten Windenergie im Lande ein. Im Rahmen von Bürgerwindanlagen können Bürgerinnen und Bürger Anteile an Windrädern erwerben, von den Renditen profitieren und damit einen Beitrag leisten, die Wertschöpfung in der jeweiligen Region zu halten. Die Landesregierung unterstützt Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger dabei, die neuen Möglichkeiten zu nutzen. Eigens dafür wurde bei der EnergieAgentur.NRW eine Informations- und Beratungsplattform für Erneuerbare Energien ins Leben gerufen: Der EnergieDialog.NRW ist eine Anlaufstelle, die auch Hilfestellung bei der Gründung von Bürgerwindparks gibt.

Weitere Informationen:



Wirtschaftsmotor Windenergie

Die Windenergie ist bereits ein wichtiger Innovationsmotor der Wirtschaft. Rund 2.800 Windkraftanlagen produzieren mittlerweile fast 40 Prozent des regenerativ erzeugten Stroms in Nordrhein-Westfalen. Nordrhein-Westfalen hat weltweit die höchste Standortdichte von Getriebeherstellern für Windkraftanlagen. Fünf der weltweit führenden Getriebehersteller haben – nach einer Studie des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in Münster – ihren Sitz in NRW. Jedes dritte weltweit in Windkraftanlagen eingesetzte Getriebe wird in NRW von nordrhein-westfälischen Ingenieuren entwickelt.



Aktuelle Veröffentlichungen zum Thema:


Neue Broschüre: Klimaschutz mit Bürgerenergieanlagen

Broschüre der EnergieAgentur.NRW: "Klimaschutz mit Bürgerenergieanlagen“

Immer mehr Bürger in NRW investieren in erneuerbare Energien-Projekte: Allein 35 neue Windkraftanlagen – darunter auch Bürgerenergieanlagen – wurden während der ersten sechs Monate dieses Jahres in NRW installiert. Um das bürgerschaftliche Engagement für erneuerbare Energien weiter zu fördern und konkrete Hilfestellung zu leisten, hat die EnergieAgentur.NRW jetzt im Auftrag des Klimaschutzministeriums eine Broschüre mit dem Titel "Klimaschutz mit Bürgerenergieanlagen" herausgegeben.



Windenergie im Aufwind.Kompetenz aus der Energieregion NRW

Broschüre der EnergieAgentur.NRW: "Windenergie im Aufwind. Kompetenz aus der Energieregion NRW"

Mehr als 2.800 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 2.900 Megawatt sorgen heute für mehr als frischen Wind in der Energieversorgung Nordrhein-Westfalens. Die Broschüre informiert über den Stand der Windkraft in NRW.



Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie hier:

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