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Klima / Energie

Neue Energie: Klimaschutz aus Nordrhein-Westfalen!Die Energiewende beginnen: Energieland NRW wird Klimaschutzland Nr. 1
Nordrhein Westfalen ist mit rund einem Drittel der deutschen Energieproduktion das größte Energieland der Bundesrepublik. Vorherrschende Energieträger sind Braun- und Steinkohle – der Ausstoß von Treibhausgasen ist entsprechend hoch: Mehr als ein Drittel der in Deutschland ausgestoßenen klimaschädlichen Gase gehen auf das Konto von Nordrhein-Westfalen. Unser Bundesland trägt daher bei der Erreichung der deutschen und europäischen Klimaschutzziele eine besondere Verantwortung. Ziel der Landesregierung ist es, Nordrhein-Westfalen zum Vorreiter beim Klimaschutz zu machen. Im Juni 2011 hat sie beschlossen, die Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen bis 2020 um mindestens 25 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.
Im Mittelpunkt der Neuausrichtung der Klimaschutzpolitik steht ein Klimaschutzgesetz für Nordhein-Westfalen, in dem diese CO2-Minderungsziele verbindlich festgelegt werden. Erreicht werden die Ziele vor allem durch gezieltes Energiesparen, eine Steigerung der Energieeffizienz sowie den Ausbau der Erneuerbaren Energien.
Neben dem Klimaschutz ist die Anpassung an den Klimawandel die zweite wichtige Säule der nordrhein-westfälischen Klimapolitik. Denn sicher ist: Trotz der weltweiten Anstrengungen für eine Reduktion der Treibhausgasemissionen wird die Klimaerwärmung weiter voranschreiten. Aufgabe der Landesregierung ist es deshalb, die politischen Bedingungen zu schaffen, die es Mensch und Umwelt in NRW ermöglichen, sich frühzeitig und vorausschauend an die Klimaerwärmung anzupassen.
Aktuell:
NRW-Kabinett beschließt Klimaschutz-Start-Programm: Förderfonds sollen wirtschaftliche Impulse geben04.10.2011 - Die NRW-Landesregierung hat einen weiteren Baustein ihrer Klimaschutzpolitik verabschiedet. In der Kabinettsitzung 1. Oktober 2011 wurde ein umfangreiches Klimaschutz-Start-Programm beschlossen. Das Maßnahmenpaket enthält insgesamt 22 Einzelmaßnahmen in zehn Themenfeldern und hat ein Volumen von mehreren hundert Millionen Euro an Fördergeldern und Krediten, davon 200 Millionen Euro jährlich für die energetische Gebäudesanierung und ein Impuls-Programm „Kraft-Wärme-Kopplung“ mit 250 Millionen Euro über mehrere Jahre. Die Maßnahmen des Start-Programms reichen von ersten Selbstverpflichtungen der Landesregierung auf ihrem Weg zur Klimaneutralität über die Bereitstellung zinsgünstiger Darlehen zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung bis hin zu einer Stromsparinitiative für einkommensschwache Haushalte. Ein Teil der geplanten Maßnahmen wurde bereits in den letzten Monaten auf den Weg gebracht. Bis Ende des Jahres, so das Ziel, sollen alle geplanten Maßnahmen des Klimaschutz-Start-Programms eingeleitet worden sein.
Mit dem Klimaschutz-Start-Programm will die Landesregierung konkrete Weichen für eine neue Klimapolitik stellen. Das Programm umfasst unter anderem folgende Maßnahmen:
- Klimaschutzpaket für Kommunen
- Klima schützend bauen und wohnen (energetische Sanierung)
- Stromsparinitiative für einkommensschwache Haushalte
- Neue Impulse für die Energiestruktur der Zukunft: 250 Millionen Euro für Kraft-Wärme-Kopplungsprogramm
- Meine Energiewende: Informationsoffensive mit der Verbraucherzentrale für private Haushalte
- Neuer Windenergieerlass
- Energie- und Ressourceneffizienz in Unternehmen: Kreditprogramm der NRW.Bank und Ausweitung des Pilotprojektes „mod.EEM“
- Netze/Speicher: Aufbau eines virtuellen Institutes zum Thema Energienetze und Stärkung der Themenfelder bei der EnergieAgentur.NRW
- Erste Schritte zur klimaneutralen Landesverwaltung, wie etwa Umstellung der Landesministerien auf Ökostrom.
Das Klimaschutz-Start-Programm ist neben dem geplanten Klimaschutzgesetz und dem Klimaschutzplan die dritte Säule der neuen Klimaschutzpolitik des Landes. Ende Juni hat das Kabinett den Entwurf für das erste deutsche Klimaschutzgesetz mit gesetzlichen Klimaschutzzielen auf den Weg gebracht. Erstmals in der Bundesrepublik werden damit Minderungsziele für Treibhausgasemissionen in einem Gesetz festgelegt. Die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen soll bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 verringert werden. Nach der Verbändeanhörung hat das Kabinett am 01. Oktober 2011 das Klimaschutzgesetz gebilligt und wird es dem Landtag zuleiten.
Das Kabinett beschloss neben dem Klimaschutz-Sofortprogramm und dem Klimaschutz-Gesetz auch erste Eckpunkte für den Klimaschutzplan, der in einem breiten gesellschaftlichen Dialog erarbeitet werden soll. Zentrales Ziel des Plans ist neben der sektoralen, regionalen und zeitlichen Konkretisierung der Klimaschutzziele vor allem die Erarbeitung von Maßnahmen und Strategien zur Erreichung dieser im Klimaschutzgesetz festgeschriebenen Klimaschutzziele. Der Klimaschutzplan erstmals im Jahr 2012 erstellt und dem Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Weitere Informationen:

Klimaschutz konkret: Die NRW-Landesregierung
setzt auf die Windkraft.Grünes Licht für die Windenergie in Nordrhein-Westfalen
Der neue Windenergieerlass ist Teil der ehrgeizigen Klimaschutzpolitik der Landesregierung und in einem intensiven und konstruktiven Dialog mit zahlreichen Behörden, Verbänden und Organisationen erstellt worden. Die Landesregierung will so die Grundlage schaffen, den Anteil der Windenergienutzung an der Stromerzeugung bis zum Jahre 2020 von derzeit gut drei auf 15 Prozent anzuheben. Der neue Erlass baut Hürden für die Planung ab. Starre Vorschriften, die bisher viele Investoren abschreckten, fallen weg. Schon jetzt ist die Windenergie ein wichtiger Innovationsmotor der Wirtschaft. Rund 2.800 Windkraftanlagen produzieren mittlerweile fast 40 Prozent des regenerativ erzeugten Stroms in Nordrhein-Westfalen. Mit 26.000 Beschäftigten bundesweit erwirtschaftet die Branche mehr als acht Milliarden Euro.
Weitere Informationen:
Windenergie in Nordrhein-Westfalen

Auslaufmodell: Die CO2-Emissionen sollen in Nordrhein-
Westfalen durch das Klimaschutzgesetz deutlich sinken.Klimaschutz per Gesetz: Nordrhein-Westfalen sagt CO2-Emissionen den Kampf an
Die Landesregierung hat am Ende Juni 2011 das erste deutsche Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Klimaschutzzielen auf den Weg gebracht und setzt so eines der wichtigsten Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag um. Erstmals in der Bundesrepublik werden damit Minderungsziele für Treibhausgasemissionen gesetzlich festgeschrieben. Nach der Verbändeanhörung hat das Kabinett das Klimaschutzgesetz am 01. Oktober 2011 gebilligt und wird es dem Landtag zuleiten. In dieser Sitzung hat das Landeskabinett auch ein umfangreiches Klimaschutz-Start-Programm und Eckpunkte für den Klimaschutzplan beschlossen. Das beschlossene Start-Programm enthält insgesamt 22 Einzelmaßnahmen in zehn Themenfeldern und hat ein Volumen von mehreren hundert Millionen Euro an Fördergeldern und Krediten, davon 200 Millionen Euro jährlich für die energetische Gebäudesanierung und ein Impuls-Programm „Kraft-Wärme-Kopplung“ mit 250 Millionen Euro über mehrere Jahre.

Trockene Zeiten: Durch den Klimawandel wird es in
Zukunft häufiger zu längeren Trockenperioden kommen.Mit den Folgen leben: Anpassung an den Klimawandel in Nordrhein-Westfalen
Trotz der weltweiten Anstrengungen für den Klimaschutz kann die Erderwärmung nicht mehr gänzlich aufgehalten werden. Die Folgen sind auch in Nordrhein-Westfalen immer deutlicher zu spüren. Bereits heute treten hierzulande Wetterextreme wie Starkregen und Stürme häufiger auf, genauso wie lange Hitze- und Dürreperioden. Die Risiken für verschiedenste Lebens-, Umwelt- und Wirtschaftsbereiche nehmen zu. So droht etwa in der Forstwirtschaft die Gefahr von Sturmschäden, die Landwirtschaft hat unter der zunehmenden Trockenheit zu leiden, in den Städten bilden sich im Sommer Hitzeinseln, die die Gesundheit der Einwohner beeinträchtigen können.
Neben dem Klimaschutz ist daher die Anpassung an die Folgen des Klimawandels die zweite wichtige Säule der nordrhein-westfälischen Klimapolitik. So hat die Landesregierung unter anderem eine umfangreiche Strategie zur Anpassung an den Klimawandel herausgegeben, in der erste Maßnahmen zur Anpassung an die unvermeidlichen Klimawandelfolgen beschrieben werden. Darüber hinaus wurden rund 40 weitere Projekte zur Erforschung der Folgen des Klimawandels initiiert, aus denen weitere Maßnahmen abgeleitet werden können.

Die Aktion Klimaplus des NRW-Umweltministeriums:
Klimavorbilder für den ländlichen RaumVorbilder für Klimaschutz und Klimaanpassung im ländlichen Raum: Die NRW-Klimakommunen
Sowohl Maßnahmen zum Klimaschutz als auch zur Anpassung an den Klimawandel müssen auf lokaler Ebene geplant und umgesetzt werden. Gerade im ländlichen Bereich fehlen zur Umsetzung eines Klimaschutz- und Anpassungskonzeptes allerdings häufig Know-how und die notwendigen Mittel. Mit der 2008 ins Leben gerufenen „Aktion Klimaplus – NRW-Klimakommunen der Zukunft“ ermöglichte es das NRW-Umweltministerium zwei Kommunen ihre Ideen im Bereich Klimaschutz und -anpassung umzusetzen. Ingesamt 3,3 Millionen Euro schüttet das Land Nordrhein-Westfalen an die beiden Kommunen Bocholt und Saerbeck aus, die im Rahmen eines kommunalen Wettbewerbs aus 59 Mitbewerbern ausgewählt wurden.
Neben den beiden NRW-Klimakommunen werden auch die im Finale des Wettbewerbs unterlegenen Kommunen Burbach, Rheine und Schmallenberg bei der Umsetzung ihrer erarbeiteten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte unterstützt.
Weitere Informationen zum Thema „Aktion Klimaplus – NRW-Klimakommunen der Zukunft“

Die EnergieAgentur.NRW
Die EnergieAgentur.NRW ist der zentrale Dienstleister des Landes NRW für alle Energiefragen. Somit steht die EnergieAgentur.NRW als zentraler Ansprechpartner in allen Fragen rund um das Thema Energie zur Verfügung.
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