Navigation

Direktlinks Zum Inhalt springen. | Zur Seitennavigation springen. |
Farbleiste: dunkelblau = Klima, blau = Umwelt, grün = Naturschutz, orange = Verbraucherschutz, dunkelorange = Landwirtschaft

Klimaschutzgesetz NRW

Klimaschutz "made in NRW": Klimaschutzgesetz, Klimaschutzplan und Klimaschutz-Start-Programm

Im Januar 2013 hat der nordrhein-westfälische Landtag das erste deutsche Klimaschutzgesetz mit gesetzlichen Klimaschutzzielen verabschiedet. Die Gesamtsumme der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen soll nach dem neuen Gesetz bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 verringert werden. Dazu erstellt die Landesregierung unter Beteiligung von gesellschaftlichen Gruppen einen Klimaschutzplan, der vom Landtag beschlossen wird. Neben dem Klimaschutzgesetz hat das Landeskabinett bereits im Juni 2011 auch ein umfangreiches Klimaschutz-Start-Programm und Eckpunkte für den Klimaschutzplan auf den Weg gebracht.
Nordrhein-Westfalen wird damit Vorreiter beim Klimaschutz und leistet einen wichtigen Beitrag, damit die Bundesrepublik und die EU ihre Klimaschutzziele erreichen. Zudem gilt es, die wirtschaftlichen Chancen zu nutzen, die sich durch eine ökologische Erneuerung bieten. Bereits heute sind allein in NRW etwa 24.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Unternehmen der Erneuerbaren Energien beschäftigt - Tendenz steigend. Prognosen sagen voraus, dass die Zahl bis 2020 bundesweit auf etwa 500.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ansteigen wird - damit wären mehr Menschen im Bereich der Umweltwirtschaft beschäftigt als heute etwa in der Chemieindustrie. Mit dem Fortschrittsmotor Klimaschutz werden neue Arbeitsplätze entstehen, wird die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gestärkt.


Ein Klimaschutzplan für Nordrhein-Westfalen: Online-Beteiligung abgeschlossen

Zentrales Instrument der neuen Klimaschutzpolitik ist der NRW-Klimaschutzplan, der konkrete Einzelmaßnahmen zu Klimaschutz und Klimafolgenanpassung festlegt, mit denen die verbindlichen Klimaschutzziele erreicht werden sollen. Er wird zurzeit in einem der größten Dialog- und Beteiligungsverfahren der Bundesrepublik Deutschland erarbeitet.

Mehr als 400 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft hatten im vergangenen Jahr rund 360 Maßnahmenvorschläge entwickelt, wie die Klimaschutzziele Nordrhein-Westfalens realisiert werden können und wie sich das Land möglichst frühzeitig an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels anpassen kann. Bis zum 31. März 2014 hatten alle Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, die Maßnahmenvorschläge online zu kommentieren und so an der Erstellung des Klimaschutzplans mitzuwirken.

Die Ergebnisse werden nun ausgewertet und der Landesregierung übergeben, die den Klimaschutzplan entwirft und dem Landtag zur Abstimmung vorlegt.

Weitere Informationen:



Online-Clip: Klimaschutzpolitik und Klimawandel in Nordrhein-Westfalen

Über die Grundlagen der nordrhein-westfälischen Klimaschutzpolitik informiert ein im Januar 2014 vorgestellter Online-Clip des NRW-Umweltministeriums. Das Video zeigt, wie sich der Klimawandel bereits jetzt auf Nordrhein-Westfalen auswirkt und welche Strategien die Landesregierung zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Klimafolgenanpassung entwickelt hat. Expertinnen und Experten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz sowie des deutschen Wetterdienstes erläutern das Phänomen Klimawandel und geben Einblick in konkrete Projekte zur Anpassung an seine Folgen. Der Clip ist nicht nur für Erwachsene interessant, sondern auch für den Einsatz an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen geeignet.

Weitere Informationen:



Weniger Treibhausgasemissionen mit dem Klimaschutz-Start-Programm

Bereits am 1. Oktober 2011 hat das Landeskabinett ein umfangreiches Klimaschutz-Start-Programm beschlossen. Bis Ende 2012 wurden alle 22 Einzelmaßnahmen angestoßen oder bereits vollständig umgesetzt. Das Maßnahmenpaket enthält insgesamt 22 Einzelmaßnahmen in zehn Themenfeldern und hat ein Volumen von mehreren hundert Millionen Euro an Fördergeldern und Krediten, davon 200 Millionen Euro jährlich für die energetische Gebäudesanierung und ein Impuls-Programm „Kraft-Wärme-Kopplung“ mit 250 Millionen Euro über mehrere Jahre. Die Maßnahmen des Start-Programms reichen von ersten Selbstverpflichtungen der Landesregierung auf ihrem Weg zur Klimaneutralität über die Bereitstellung zinsgünstiger Darlehen zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung bis hin zu einer Stromsparinitiative für einkommensschwache Haushalte. Das Klimaschutz-Start-Programm ist neben dem geplanten Klimaschutzgesetz und dem Klimaschutzplan die dritte Säule für den Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen.


Weitere Informationen:



Klimaschutz ist pure ökonomisch Vernunft - Folgeschäden durch Klimawandel gehen in die Milliarden:

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schätzt die Kosten durch Klimaschäden in Nordrhein-Westfalen aufsummiert bis zum Jahre 2050 auf mehr als 70 Milliarden Euro, sofern keine Klimaschutzmaßnahmen getroffen werden. Das Nichtstun wäre bei weitem teurer als zu handeln. Darauf weist der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Nicolas Stern, hin: Ungebremster Klimawandel wird fünf bis 20 Prozent des globalen Sozialprodukts verschlingen!

Der Hitzesommer 2003, der Orkan Kyrill 2007, die Starkregen-Ereignisse 2008 und der Schneewinter 2010/2011: Nordrhein-Westfalen ist mit seiner hohen Bevölkerungsdichte, einer teuren Infrastruktur und einer ausgeprägten Land- und Forstwirtschaft sehr verletzlich gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Nach einer Berechnung des DIW wird der Klimawandel – bei ungebremstem Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperaturen - bundesweit Schäden von bis zu 800 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050 verursachen.


Weitere Informationen:



Forst- und Holzwirtschaft: neue Perspektiven für den Klimaschutz

Die Studie "Beitrag des NRW Clusters ForstHolz zum Klimaschutz" des Landesbetriebs Wald und Holz NRW zeigt zum ersten Mal, wie die Klimaleistungen insbesondere durch Substitution und Kaskadennutzung berechnet werden können. Die multifunktionale Waldwirtschaft und die ressourcenschonende Verwendung des Rohstoffes Holz reduzieren im industriell geprägten NRW jährlich bis zu 18 Mio. Tonnen CO2. Für das Ziel der Landesregierung, die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 zu verringern, ist die neue Studie ein wichtiger Baustein. Die hierfür notwendigen Strategien und Maßnahmen werden derzeit im Rahmen des Klimaschutzplans unter Mitwirkung von Vertretern der Forst- und Holzwirtschaft weiter konkretisiert.


Weitere Informationen:



Weiterführende Informationen:

Weitere Links:

Seite drucken Seite drucken Seite versenden Seite versenden Seite merken Seite merken