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Aktion Klimaplus

Die „Aktion Klimaplus – NRW-Klimakommunen der Zukunft“ wurde im Mai 2008 vom NRW-Umweltministerium ins Leben gerufen, um aufzuzeigen, wie Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels miteinander verbinden können. Obwohl die Folgen des Klimawandels auch für die Kommunen in Nordrhein-Westfalen bereits allgegenwärtig sind, haben sich längst noch nicht alle Städte und Gemeinden mit den Herausforderungen auseinandergesetzt, die sich daraus für sie ergeben. Während Städte in Ballungsräumen, die bereits einen höheren Handlungsdruck verspüren, zum Teil erste Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel ergriffen haben, existieren in ländlichen Kommunen bislang kaum vergleichbare Konzepte. Daher richtet sich die Aktion Klimaplus ausschließlich an Städte und Gemeinden aus dem ländlichen Raum.
Startschuss: Landesweiter Wettbewerb
Als Auftakt zur Aktion Klimaplus wurde vom NRW-Umweltministerium im Mai 2008 ein kommunaler Wettbewerb ausgelobt. Für die besten Konzepte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung winkte ein Fördervolumen von 3,3 Millionen Euro. Aus über 300 teilnahmeberechtigten Städten und Gemeinden bewarben sich 59 ländliche Kommunen. Eine unabhängige Jury unter anderem mit Vertretern der Architekten- und der Handwerkskammer, der Verbraucherzentrale und des Städte- und Gemeindebundes wählte die Kommunen
Bocholt,
Burbach,
Rheine,
Saerbeck und
Schmallenberg in die Finalrunde. Diese fünf Kommunen hatten Gelegenheit, mit Unterstützung des NRW-Umweltministeriums ein
Integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept (IKKK) für sich zu erarbeiten. Im März 2009 wurden die Siegerkommunen gekürt: die Stadt Bocholt und die Gemeinde Saerbeck. Beide Kommunen konnten die Jury von ihren Konzepten überzeugen, wie im ländlichen Raum Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in die Praxis umgesetzt werden können. Seither tragen sie den Titel NRW-Klimakommune. Bocholt erhielt 2,2 Millionen Euro zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen. An Saerbeck gingen 1,1 Millionen Euro.Weitere Förderung der unterlegenden Kommunen
Neben den beiden NRW-Klimakommunen werden auch die im Finale des Wettbewerbs unterlegenen Kommunen Burbach, Rheine und Schmallenberg bei der Umsetzung ihrer erarbeiteten IKKK unterstützt. Die Betreuung dieser fünf Städte und Gemeinden erfolgt dabei durch die
Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW, in der sich etwa 120 Kommunen, Organisationen, Vereine und Verbände aus Nordrhein-Westfalen zusammengeschlossen haben.Darüber hinaus haben sich einige der am Wettbewerb teilnehmenden Kommunen im Juli 2009 zum
Netzwerk Kommunale Klimakonzepte zusammengeschlossen. Das Ziel der insgesamt 35 Städte und Gemeinden ist, gemeinsam Handlungskonzepte zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu erarbeiten. Unterstützt wird das Netzwerk von der
Kommunal- und Abwasserberatung NRW.
