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Klimakommune NRW

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Der Klimawandel ist eine weltweite Herausforderung. Nicht zuletzt durch die fortschreitende Industrialisierung hat sich die Durchschnittstemperatur der Erde in den vergangenen 100 Jahren um 0,74° C erhöht. Zu den Hauptursachen zählt der Ausstoß sogenannter Treibhausgase, die bei der Energieerzeugung anfallen. Dazu gehört Kohlendioxid (CO2). Diese Gase sammeln sich in der Atmosphäre, nehmen einen Teil der vom Boden abgegebenen Wärme auf und geben ihn zurück. Durch menschliches Einwirken erhöht sich die Konzentration von CO2 zunehmend. Folge: Luft und Erdoberfläche erwärmen sich in immer höherem Maße.

Unabhängig von den dringend notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz müssen sich Städte und Gemeinden schon heute auf die Folgen des nicht mehr aufzuhaltenden Interner Link Klimawandels vorbereiten. In Nordrhein-Westfalen etwa wird die Hochwassergefahr im Winter zunehmen, während im Sommer häufiger Trockenheiten zu erwarten sind. Die Folgen des Klimawandels werden mittelfristig in den städtischen Ballungszentren Nordrhein-Westfalens besonders deutlich zu spüren sein. Längere Hitzeperioden im Sommer führen zur Entstehung regelrechter Hitzeinseln in den Innenstädten. Insgesamt ist mit einer Zunahme von Wetterextremen in Nordrhein-Westfalen zu rechnen. Welche Auswirkungen dies für Nordrhein-Westfalen haben kann, zeigt die im Jahr 2009 im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen erstellte Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung e.V. (PIK) "Klimawandel in Nordrhein-Westfalen. Regionale Abschätzung der Anfälligkeit ausgewählter Sektoren" PDF - Link öffnet in neuem Fenster (PDF, 8,74 MB).

Ländliche Kommunen im Fokus

Der Handlungsbedarf ist groß. So sehen sich etwa landwirtschaftlich geprägte Regionen, in denen die Böden bereits heute nur eine geringe Wasserspeicherkapazität besitzen und in denen daher mit Ertragsrückgängen zu rechnen ist, ganz anderen Herausforderungen ausgesetzt als Wintersportorte, die sich auf ausbleibenden Schneefall einstellen müssen. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat deshalb ergänzend zu ihrer Politik zum Schutz des Klimas eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet. Darin wird auch die Notwendigkeit beschrieben, dass Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen Konzepte erarbeiten müssen, die nicht nur Klimaschutzmaßnahmen beinhalten, sondern auch maßgeschneiderte Antworten auf Fragen der Klimaanpassung geben.

Dabei dürfen nicht nur die großen und einwohnerstarken Städte Nordrhein-Westfalens im Fokus stehen. Gerade kleine ländliche Kommunen sind auf die Herausforderungen des Klimawandels oft kaum vorbereitet. Aus diesem Grund hat das NRW-Umweltministerium im Mai 2008 beschlossen, unter über 300 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen Klimakommunen zu suchen, die sich in einem einzigartigen Modellversuch auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten und damit anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen als Vorbild dienen wollen. Zu diesem Zweck wurde der Wettbewerb Interner Link „Aktion Klimaplus – NRW-Klimakommunen der Zukunft“ ausgelobt. Nach intensiver Prüfung der 59 eingegangenen Bewerbungen durch eine Expertenjury wurden im März 2009 schließlich zwei Kommunen zu Siegern erklärt: Interner Link Bocholt und Interner Link Saerbeck.


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