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ELER-Förderung (NRW-Programm Ländlicher Raum)

Mäharbeiten vor Schloss Falkenlust bei Brühl. Foto: Andrea Matzker

Die Förderung der ländlichen Räume bildet - neben den Direktzahlungen an die Landwirtschaft - die zweite Säule der europäischen Agrarpolitik. Das „NRW-Programm Ländlicher Raum 2014-2020“ setzt die Förderung der Europäischen Union mit einem Bündel unterschiedlicher Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen um, die aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums“ (ELER) mitfinanziert werden.


Entwicklung lebenswerter ländlicher Räume

Das Programm ist damit ein Kernstück nordrhein-westfälischer Förderpolitik für die ländlichen Räume sowie für die Land- und Forstwirtschaft. Die Landesregierung fördert dabei den Erhalt und die Entwicklung lebenswerter ländlicher Räume und die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen, bäuerlichen Landwirtschaft.

Das Programmvolumen wird in der Förderperiode bis 2020 einschließlich der Umschichtungsmittel aus der „1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik“ über 1,1 Milliarden Euro umfassen und setzt sich aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln sowie kommunalen Beiträgen zusammen.


Schwerpunkte und neue Akzente

Die Landesregierung unterstützt mit diesem Programm insbesondere tier- und artgerechte Haltungsformen und besonders umweltverträgliche Anbauverfahren in der Landwirtschaft sowie den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft.

Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Förderperiode ist die ländliche Entwicklung: Das Programm fördert lokale und regionale Vorhaben für Lebensqualität in den ländlichen Kommunen, die Dorferneuerung, den Breitbandausbau und über 20 LEADER-Regionen.

Eine neue Initiative im Rahmen des Programms sind Innovationspartnerschaften zwischen Wissenschaft und Praxis. Aber auch die Vernetzung im ländlichen Raum, insbesondere mit Blick auf die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und zur Vorbeugung prekärer Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und Familien ist neu. Abgerundet wird das Förderspektrum durch Bildungs- und Beratungsmaßnahmen sowie die angemessene Honorierung von Beiträgen der Land- und Forstwirtschaft für den Umwelt und Naturschutz.

Das Programm für den Zeitraum 2014 bis 2020 greift, in Abstimmung mit den über 70 Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpartnern in Nordrhein-Westfalen, alle sechs Prioritäten auf, die durch die Europäische Union zur Förderung angeboten werden:

  • Innovation und Wissenstransfer
  • nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit
  • Qualitätsverbesserungen in der Wertschöpfungskette
  • Bewahrung und Wiederherstellung der ökologischen Vitalität
  • Ressourcenschonung und Klimaschutz sowie
  • die integrierte wirtschaftliche und soziale Entwicklung der ländlichen Räume

Europäische Strukturfondsförderung 2014-2020

Grundlage für diese Unterstützung im Rahmen der zweiten Säule der „Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik“ sind die ELER-Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 sowie die Partnerschaftsvereinbarung zwischen der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland, die den koordinierten Einsatz der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds ELER, ESF (Europäischer Sozialfonds) und EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) beschreibt.

In der Periode 2014 bis 2020 richtet sich die Förderung aus den europäischen Strukturfonds an der im Oktober 2010 von der Europäischen Kommission vorgestellten „Europa 2020-Strategie“ aus, der Wachstumsstrategie der EU für das laufende Jahrzehnt. Im Zentrum dieser Strategie steht das Ziel eines intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstums, um die Wachstums- und Beschäftigungsschwäche in Europa zu überwinden. Mit den drei Prioritäten sollen innerhalb der EU ein hohes Maß an Beschäftigung, Produktivität und sozialem Zusammenhalt erreicht werden. Zielgerichtete Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung, die Ausrichtung auf eine kohlenstoffarme, energieeffiziente Wirtschaft und eine wettbewerbsfähige Industrie sowie die vorrangige Schaffung von Arbeitsplätzen und die Bekämpfung von Armut bilden die zentralen Ansatzpunkte der neuen Strategie.

Die „Europäischen Struktur- und Investitionsfonds“ (ESI) übernehmen bei der Erreichung der Ziele der „Europa 2020-Strategie“ eine wesentliche Rolle, da ihre Interventionen eng und systematisch mit den Prioritäten der  „Europa 2020-Strategie“ und den damit verbundenen Leitinitiativen verknüpft sind. So ist die europäische Struktur- und Investitionspolitik auf allen Ebenen auf die Ziele der „Europa 2020-Strategie“ ausgerichtet.

Am 17.12.2013 hat der Europäische Rat das Legislativpaket für die EU-Strukturfonds in der Förderperiode 2014 bis 2020 und für den mehrjährigen Finanzrahmen offiziell verabschiedet. Die Strukturfondsverordnungen für die Förderperiode 2014 bis 2020 sind am 20.12.2013 im Amtsblatt der EU Nr. 347 veröffentlicht worden.


Agrarumweltmaßnahmen

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert mit den Agrarumweltmaßnahmen seit vielen Jahren eine besonders umweltfreundliche Bewirtschaftung landwirtschaftlich genutzter Flächen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Umweltleistungen der Landwirtschaft auch gesondert honoriert werden müssen. Die Förderung von Agrarumweltmaßnahmen ist ein zentrales Element der Kooperation zwischen Umweltschutz, Naturschutz und Landwirtschaft. 

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Förderung von Tierschutzmaßnahmen

Die Nutztierhaltung in landwirtschaftlichen Betrieben steht seit einiger Zeit im öffentlichen Fokus. Zentrale Fragen sind dabei: Wie sollte die Nutztierhaltung heute aussehen und welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um das Tierwohl weiter zu verbessern. Neben der Weiterentwicklung der gesetzlichen Regelungen setzt sich die Landesregierung für eine Förderung besonders tiergerechter Haltungsverfahren ein.

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Naturschutz-Förderung

Investive Maßnahmen gemäß Artikel 57 der ELER-Verordnung werden zur Erhaltung und Verbesserung des ländlichen Erbes im Bereich Naturschutz unterstützt. 

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Alverdissen-Barntrup in Lippe.

ELER-Förderperiode 2007-2013

Die aktive (Bewilligungs-) Phase des „NRW-Programms Ländlicher Raum 2007-2013“ ist inzwischen ausgelaufen. Für im Rahmen dieses Programms bewilligte Vorhaben und deren Finanzierung gilt das Programm bis Ende 2015 fort. Das Programmvolumen umfasst 875 Millionen Euro und setzt sich aus Landes- und Bundesmitteln, Mitteln der Europäischen Union (EU) sowie kommunalen Beiträgen zusammen.

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Europäische Innnovationspartnerschaften (EIP)

Die Europäische Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft" (EIP Agrar) verfolgt das Ziel, Innovationsprozesse zu fördern und den Innovationstransfer in die Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft sowie den Gartenbau zu verbessern. Das NRW-Landwirtschaftsministerium unterstützt die Bildung von EIP im Agrarbereich.

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