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Dorfentwicklung

Dorf im Siegerland. Foto: M. Schaloske / MKULNV

Erscheinungsbild und infrastrukturelle Ausstattung der Dörfer sind wichtige Faktoren für die Lebensqualität im ländlichen Raum. Wirtschaftliche, demografische und soziokulturelle Veränderungen stellen den ländlichen Raum vor große Herausforderungen. Professionell gesteuerte Dorfentwicklungsprozesse beteiligen die Bürgerinnen und Bürger und tragen dazu bei, die eigenständige, historisch gewachsene Identität der Dörfer lebendig zu halten.


Förderung der Dorfentwicklung

Ortskerne mit ihren vielfältigen Funktionen als Wohnquartier, Treffpunkt und identitätsstiftender Mittelpunkt nehmen bei der Dorfentwicklung eine zentrale Rolle ein. Es zeigt sich aber, dass die Konzeptebene „Dorf“ für die Auseinandersetzung mit vielen Fragestellungen des demografischen Wandels häufig zu klein ist. Hier müssen Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen den gesamten Bereich ländlicher Kommunen ins Auge fassen. Die kommunale Gesamtstrategie muss sich mit der Frage auseinandersetzen, wie Nahversorgung und Infrastruktur gesichert werden können und welche Funktionen die einzelnen Dörfer am besten erfüllen können. 

Im Mittelpunkt der Förderung stehen die Aufwertung der Infrastruktur und die Erhöhung der Wohn- und Arbeitsqualität: Erhalt der ortsbildprägenden Bausubstanz, dorfgerechte Gestaltung von Dorfstraßen, Dorfplätzen und Wegen, Begrünungen im öffentlichen Bereich, Sicherung und Weiterentwicklung dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen sowie die Umnutzung ehemals land- und forstwirtschaftlich genutzter Gebäude. Auch die Verbesserung der Infrastruktur für den ländlichen Fremdenverkehr spielt eine wichtige Rolle.

Konzeptionelle Grundlagen für einen professionell gesteuerten Entwicklungsprozess können „Dorfinnenentwicklungskonzepte“ (DIEK) oder „Integrierte kommunale Entwicklungskonzepte“ (IKEK) sein. Die Förderrichtlinie informiert über die konkrete Ausgestaltung der Förderung. Die Antragstellung erfolgt bei der jeweils zuständigen Bezirksregierung.