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Tierhaltung und Tierschutz

Rinder in Weidehaltung mit Tierärztin. Foto: Monkeybusiness Images/ Panthermedia.net

Tiere in unserer Obhut sind Mitgeschöpfe, die uns anvertraut sind. Sie haben ein Recht auf Betreuung und Pflege. Das Wohlbefinden der Tiere, die wir halten, kann uns nicht gleichgültig sein. Dies gilt sowohl für die Nutztiere in den landwirtschaftlichen Betrieben, für Tiere in Zoos und Zirkussen, aber auch für die immer zahlreicher werdenden Tiere in privaten Haushalten. Tierschutz ist ein zentrales Ziel der NRW-Landesregierung.


Das Tierwohl spielt eine immer wichtigere Rolle

Insbesondere bei den landwirtschaftlichen Nutztieren stellen sich eine Reihe von Fragen in Bezug auf die Haltungssystem. So werden landwirtschaftlichen Nutztieren immer höhere Leistungen abverlangt. Dies belastet die Tiere stark und ist auch eine der wichtigsten Ursachen für den hohen Arzneimittelverbrauch in der Landwirtschaft. Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast ist gängige Praxis. Die Vorstellungen der Menschen von einer artgerechten Tierhaltung und die Realität der intensiven Tierhaltung klaffen offensichtlich immer weiter auseinander. Um Ansätze für dauerhafte und umfassende Lösungen zu finden und die landwirtschaftliche Tierhaltung in Nordrhein-Westfalen in Zukunft zu sichern, entwickelt die Landesregierung derzeit ein Konzept der „Nachhaltigen Nutztierhaltung“. Dabei wird auch das Tierwohl eine wichtige Rolle spielen.

Tierschutz ist ein zentrales Ziel der NRW-Landesregierung. Auch viele Bürgerinnen und Bürgern unterstützen die Behörden in ihrer Arbeit für den Tierschutz – oft sogar ehrenamtlich. Hierzu zählen insbesondere die vielen Tierheime und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hier werden nicht nur herrenlose Haus- und Heimtiere aufgenommen, gepflegt und vermittelt, sondern auch der respektvolle Umgang mit unseren Mitgeschöpfen beispielhaft umgesetzt. Im Juni 2013 hat der nordrhein-westfälische Landtag das Gesetz über das Verbandsklagerecht und die Mitwirkungsrechte für die vom Land anerkannten Tierschutzvereine (TierschutzVMG) beschlossen, das ihre Beteiligungs- und Anhörungsrechte als Sachwalter der Tier stärkt.

Auch im Bereich der Hobby-Tierhaltung stellen sich neue Herausforderungen: Die private Haltung von gefährlichen Tieren wildlebender Arten hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die NRW-Landesregierung bereitet derzeit einen Gesetzesentwurf vor, um den Schutz von Bürgerinnen und Bürgern vor gefährlichen und teils hochgiftigen Tieren landesrechtlich zu verankern.

Die große Mehrzahl der Hobby-Tierhalterinnen und -Tierhalter verhält sich jedoch tierfreundlich und verantwortungsbewusst. Viele engagieren sich in Vereinen und Verbänden sowohl für den Tierschutz als auch für züchterische Belange und im Sport. Die Landesregierung unterstützt beispielsweise in besonderer Weise die Imkerinnen und Imker, die Züchterinnen und Züchter von Rassekaninchen und Rassegeflügel und den Pferdesport. Zu diesem hat Nordrhein-Westfalen aufgrund einer langen Tradition der Pferdezucht ein besonderes Verhältnis: Mit dem Nordrhein-Westfälischen Landgestüt in Warendorf unterhält das Land eine Einrichtung, die erfolgreiche Zuchtarbeit betreibt und mit seiner geschichtlichen Entwicklung ein hohes Kulturgut darstellt.


Anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigungen

Anerkannte Vereinigungen des Umwelt- und Naturschutzes haben eigene Mitwirkungsrechte an Verwaltungsentscheidungen. Sie können sich beispielsweise an Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung beteiligen und haben spezielle Mitwirkungsrechte bei Verfahren im Naturschutz. Darüber hinaus können sie mit der sogenannten Verbandsklage gerichtlich gegen Verwaltungsentscheidungen vorgehen, wenn diese gegen Umwelt- oder Naturschutzvorschriften verstoßen.

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Weidehaltung von Kühen.

Nutztierhaltung

Die Haltung von Nutztieren ist für die nordrhein-westfälische Landwirtschaft sowie für die ihr vor- und nachgelagerten Branchen von großer Bedeutung. Fast die Hälfte des Produktionswertes der Landwirtschaft insgesamt wird aus der Tierhaltung erwirtschaftet. Der Trend zu immer größeren Betriebseinheiten und deren Konzentration in einzelnen Regionen hat allerdings auch zu Problemen mit dem Umwelt-, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz geführt.

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Paragraphenzeichen.

Verbandsklagerecht der Tierschutzvereine

Der nordrhein-westfälische Landtag hat 2013 das Gesetz über das Verbandsklagerecht und Mitwirkungsrechte für Tierschutzvereine beschlossen, das die Beteiligungs- und Anhörungsrechte von Tierschutzvereinen stärkt. Das bundesweit umfangreichste Gesetz seiner Art eröffnet den vom Land anerkannten Tierschutzvereinen mehr Einflußmöglichkeiten für den Tierschutz.

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Tierische Nebenprodukte der Kategorie 3. Foto: Jürgen Hies / MKULNV

Tierkörperverwertung

Tierische Nebenprodukte - wie zum Beispiel Felle, Lebensmittelabfälle, Tierkadaver, spezifiziertes Risikomaterial, Gülle, Küchen- und Speiseabfälle - sind nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt. Ihre fachgerechte Beseitigung ist Teil der Tierseuchenbekämpfung.

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Schweine im Stall.

Tiergesundheit

In den letzten Jahren hat der Begriff der Tiergesundheit einen beachtlichen Bedeutungswandel erfahren. Während früher darunter im Wesentlichen die Freiheit der Tiere von Krankheiten verstanden wurde, bezieht er heute auch das Wohlergehen von Tieren ein. Zum Gesamtkomplex der Tiergesundheit gehören auch die Bereiche Tierarzneimittel und Tierseuchen.

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Tierversuch an einer Maus.

Tierversuche

Tierversuche sind in der gesellschaftlichen Diskussion hoch umstritten, auf der Grundlage geltenden Rechts aber nicht völlig zu verbieten. Die nordrhein-westfälische Landesregierung stellt sich ihrer Verantwortung durch strenge Kontrollen und genaue Vorgabe für die Veterinärämter vor Ort.

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Familie mit Hund.

Hobby-Tierhaltung

Wer ein Tier hält oder betreut, muss es artgerecht und seinen Bedürfnissen entsprechend ernähren, pflegen und unterbringen. Ein Haustier muss genügend Bewegung haben. Es dürfen ihm keine Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. So schreibt es das Tierschutzgesetz vor. Für die allermeisten Tierfreundinnen und Tierfreunde sind diese Anforderungen eine Selbstverständlichkeit. Sie wollen nur das Beste für ihr Tier.

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