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Nutztierhaltung

Weidehaltung von Kühen. Foto: Monkeybusiness Images/ Panthermedia.net

Die Haltung von Nutztieren ist für die nordrhein-westfälische Landwirtschaft sowie für die ihr vor- und nachgelagerten Branchen von großer Bedeutung. Fast die Hälfte des Produktionswertes der Landwirtschaft insgesamt wird aus der Tierhaltung erwirtschaftet. Der Trend zu immer größeren Betriebseinheiten und deren Konzentration in einzelnen Regionen hat allerdings auch zu Problemen mit dem Umwelt-, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz geführt.


Neue Lösungen für die Tierhaltung in NRW

Dabei nimmt die Schweinehaltung den umsatzstärksten Produktionsanteil ein und erfolgt überwiegend im Münsterland. Dort hält fast die Hälfte aller Betriebe Schweine. Unter den Futterbaubetrieben haben die Milcherzeuger die größte Bedeutung. Schwerpunkte der Haltung von Milchkühen sind der Niederrhein und die Mittelgebirgslagen. Im relevanten Umfang werden  auch Legehennen und Mastgeflügel gehalten.

Hierzu ist festzustellen, dass sich in den letzten Jahren der Trend zu größeren Einheiten stetig fortgesetzt hat, sich die Tierhaltung in einzelnen Regionen weiter konzentriert und die Spezialisierung der Betriebe steigt. Dies hat insbesondere in den viehdichten Regionen Nordrhein-Westfalens zu Problemen der Tierhaltung mit dem Umwelt-, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz geführt.

Um Ansätze für dauerhafte und umfassende Lösungen zu finden und die Tierhaltung in Nordrhein-Westfalen in Zukunft zu sichern, entwickelt die Landesregierung derzeit ein Konzept der „Nachhaltigen Nutztierhaltung“. Dabei wird auch das Tierwohl eine wichtige Rolle spielen.

Kennzeichnung von Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen

Die Beschaffung von Kennzeichnungsmitteln für Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen wird bislang durch eine gemeinsame Beihilfe der Tierseuchenkasse und des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Derartige Zuwendungen unterliegen dem europäischen Beihilferecht. Nach Bewertungen durch die Europäische Kommission und die Bundesregierung sind diese Zuwendungen mit europäischem Beihilferecht nicht vereinbar. Auch wenn sich das bestehende System für alle Beteiligten als solide und belastbar erwiesen hat, müssen die Tierseuchenkasse und das Land NRW die Gewährung von Beihilfen für die Kennzeichnung von Nutztieren deshalb zum 1. Januar 2016 einstellen.

Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt die Kosten für die Zuteilung von Ohrmarken durch den Landeskontrollverband NRW (LKV) unmittelbar mit den Halterinnen und Haltern von Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen abgerechnet werden müssen. Der LKV wird die erforderlichen Umstellungsarbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen haben. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter werden durch ein gemeinsames Schreiben der Tierseuchenkasse und des Ministeriums unterrichtet.

Neben Nordrhein-Westfalen wird eine Beihilfe für die Tierkennzeichnung derzeit nur noch in Niedersachsen gewährt. Die Viehverkehrsverordnung regelt, dass die Ohrmarken dem Tierhalter unter angemessener Berücksichtigung des voraussichtlichen jährlichen Bedarfs zugeteilt werden. Eine Bevorratung von Ohrmarken über den Jahresbedarf hinaus ist damit nicht zulässig und kann zu Rückforderungen führen. Eine entsprechende Plausibilitätsprüfung behält sich die Tierseuchenkasse vor.

Weitere Informationen:


Bullenmast.

Tierschutz in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung

Landwirtschaftlichen Nutztieren werden immer höhere Leistungen abverlangt. Die Tiere stoßen mittlerweile an physiologische Grenzen. Dies belastet die Tiere stark und ist auch eine der wichtigsten Ursachen für den hohen Arzneimittelverbrauch in der Landwirtschaft. Die Vorstellungen der Menschen von einer artgerechten Tierhaltung und die Realität der intensiven Tierhaltung klaffen offensichtlich immer weiter auseinander.

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Fuchs in Käfighaltung.

Pelztiere

Die Haltung von Pelztieren in Farmen wird nicht nur von Tierschutzorganisationen kritisiert. Dabei steht vor allem die Frage im Vordergrund, ob das Töten von Tieren, das lediglich dem Gewinnen von Pelzen dient, ein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes ist. Bereits die beengte Massenhaltung dieser teilweise nur wenig domestizierten Tiere stellt ein fortdauerndes Tierschutzproblem dar.

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Rinder bei der Fütterung.

Futtermittel

Nordrhein-Westfalen ist eines der größten Agrarländer in Deutschland. Die landwirtschaftliche Tierhaltung spielt dabei in über 27.000 Betrieben eine besondere Rolle. Futtermittel bilden hier die Grundlage für die Erzeugung der vom Tier gewonnenen Lebensmittel wie Fleisch, Milch und Eiern. In Nordrhein-Westfalen sind fast 47.000 Unternehmen erfasst, die sich mit der Herstellung, der Verarbeitung und dem Handel von Futtermitteln beschäftigen.

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