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Wer macht was - im Tierschutz

Verwaltung. Foto: Boris Zerwann/ Panthermedia.net

Grundsätzlich sind für die Durchführung des Tierschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen die Kreise und kreisfreien Städte zuständig. Als wichtige Ausnahme ist hier aber der Bereich der Tierversuche anzusehen. Für die Genehmigungen und Anzeigen von Tierversuchen ist das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz die zuständige Behörde.


Umsetzung des Tierschutzgesetzes durch die Behörden vor Ort

Im Mittelpunkt der behördlichen Aufgaben im Tierschutzbereich steht der amtliche Tierarzt oder die amtliche Tierärztin des Kreises oder der kreisfreien Stadt. Ihm (oder ihr) kommt hierbei die Position eines Sachwalters (oder einer Sachwalterin) im Sinne der Tiere zu. Dies betrifft sowohl die Durchführung des Tierschutzgesetzes als auch die Überwachung der Vorgaben der aufgrund des Tierschutzgesetzes erlassenen Rechtsverordnungen. Dies beinhaltet neben der Überwachung der Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren, der Kontrolle der Tierversuchsanlagen, die die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz genehmigten beziehungsweise angezeigten Tierversuche durchführen dürfen, auch den Schutz der Heimtiere.

Tierärztin bei einer Untersuchung. Foto: Anton Gvozdikov/ Panthermedia.net

In Tierheimen werden herrenlose Tiere auch tierärztliche betreut. (Foto: Anton Gvozdikov/ Panthermedia.net)

Tierschutzvereine und Tierheime

Viele Bürgerinnen und Bürgern unterstützen die Behörden in ihrer Arbeit für den Tierschutz – oft sogar ehrenamtlich. Hierzu zählen insbesondere die vielen Tierheime und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen. Hier werden nicht nur herrenlose Haus- und Heimtiere aufgenommen, gepflegt und vermittelt, sondern auch der respektvolle Umgang mit unseren Mitgeschöpfen beispielhaft umgesetzt. Deshalb hat die Landesregierung bereits im Jahr 2010 vereinbart, die Tierheime vor Ort mit Projektförderungen finanziell zu unterstützen und eine Richtlinie in Kraft gesetzt, mit der eine Förderung zur Sanierung der Tierheime in Nordrhein-Westfalen möglich ist.

Damit sich die Tierschützerinnen und Tierschützer auf einer abgesicherten Basis für die Rechte der Tiere einsetzen können, hat die Landesregierung im Jahr 2013 die Beteiligungs- und Anhörungsrechte der Tierschutzvereine in Nordrhein-Westfalen gestärkt, indem das sogenannte Verbandsklagerecht eingeführt wurde und Tierschutzvereine nunmehr auch vor Gericht als Sachwalter der Tiere auftreten können.



Tierhaltung und Tierschutz

Tiere in unserer Obhut sind Mitgeschöpfe, die uns anvertraut sind. Sie haben ein Recht auf Betreuung und Pflege. Das Wohlbefinden der Tiere, die wir halten, kann uns nicht gleichgültig sein. Dies gilt sowohl für die Nutztiere in den landwirtschaftlichen Betrieben, für Tiere in Zoos und Zirkussen, aber auch für die immer zahlreicher werdenden Tiere in privaten Haushalten. Tierschutz ist ein zentrales Ziel der NRW-Landesregierung.

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Strenge Kontrolle bei Tierversuchen

Tierversuche sind in der gesellschaftlichen Diskussion hoch umstritten, auf der Grundlage geltenden Rechts aber nicht völlig zu verbieten. Die nordrhein-westfälische Landesregierung stellt sich ihrer Verantwortung durch strenge Kontrollen und genaue Vorgabe für die Veterinärämter vor Ort.

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Hobby-Tierhaltung

Wer ein Tier hält oder betreut, muss es artgerecht und seinen Bedürfnissen entsprechend ernähren, pflegen und unterbringen. Ein Haustier muss genügend Bewegung haben. Es dürfen ihm keine Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. So schreibt es das Tierschutzgesetz vor. Für die allermeisten Tierfreundinnen und Tierfreunde sind diese Anforderungen eine Selbstverständlichkeit. Sie wollen nur das Beste für ihr Tier.

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Tierschutz in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung

Landwirtschaftlichen Nutztieren werden immer höhere Leistungen abverlangt. Die Tiere stoßen mittlerweile an physiologische Grenzen. Dies belastet die Tiere stark und ist auch eine der wichtigsten Ursachen für den hohen Arzneimittelverbrauch in der Landwirtschaft. Die Vorstellungen der Menschen von einer artgerechten Tierhaltung und die Realität der intensiven Tierhaltung klaffen offensichtlich immer weiter auseinander.

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