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ELER-Förderperiode 2007-2013

Alverdissen-Barntrup in Lippe. Foto: Martina Berg/ Panthermedia.net

Die aktive (Bewilligungs-) Phase des „NRW-Programms Ländlicher Raum 2007-2013“ ist inzwischen ausgelaufen. Für im Rahmen dieses Programms bewilligte Vorhaben und deren Finanzierung gilt das Programm bis Ende 2015 fort. Das Programmvolumen umfasst 875 Millionen Euro und setzt sich aus Landes- und Bundesmitteln, Mitteln der Europäischen Union (EU) sowie kommunalen Beiträgen zusammen.


Umsetzung der „2. Säule der Europäischen Agrarpolitik“

Grundlage für die Förderung im Rahmen der sogenannten „2. Säule der Europäischen Agrarpolitik“ in der Förderperiode 2007 bis 2013 ist die EU-Verordnung Nr. 1698/2005 vom 20.09.2005 über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums. Das „NRW-Programm Ländlicher Raum“ setzt diese Verordnung für das Land Nordrhein-Westfalen um.

Über den Fortschritt des „NRW-Programms Ländlicher Raum 2007-2013“ unterrichten regelmäßig zur Jahresmitte die Jahresberichte. Die Jahresberichte geben eine komprimierte und zusammengefasste Darstellung der jeweiligen Rahmenbedingungen, erläutern Besonderheiten während der Programmumsetzung und informieren detailliert  über wichtige Kennzahlen einzelner Maßnahmen.

Schwerpunkte des Programms

Das Förderprogramm für die Jahre 2007 bis 2013 umfasst vier große Schwerpunkte:

  • Schwerpunkt 1 Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft:
    Landwirtschaftliche Investitionsförderung, Unterstützung der Verarbeitung und Vermarktung land- und forstwirtschaftlicher Erzeugnisse, ländliche Infrastruktur (Flurbereinigung, forstwirtschaftlicher Wegebau) sowie berufliche Weiterbildung und Betriebsberatung.
  • Schwerpunkt 2 Verbesserung der Umwelt und der Landschaft:
    Agrarumweltmaßnahmen (zum Beispiel Grünlandextensivierung und Öko-Landbau), einschließlich Vertragsnaturschutz, Ausgleichszulage und Ausgleichszahlung, sowie forstliche Maßnahmen.
  • Schwerpunkt 3 Lebensqualität im ländlichen Raum und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft und des ländlichen Raums:
    Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe, Dorfentwicklung, Schutz und Erhalt ländlichen Erbes, Verbesserungen der Infrastruktur des ländlichen Raums (zum Beispiel Gemeinschaftseinrichtungen zur Grundversorgung, Aktivitäten zur besseren Vernetzung des touristischen Angebots) einschließlich Breitband.
  • Schwerpunkt 4 LEADER: Mit der Leader-Förderung werden die Regionen unterstützt, eigene Entwicklungsstrategien zu konzipieren und umzusetzen. Die Organisation und Begleitung der Regionalentwicklung im Sinne von LEADER leisten die sogenannten lokalen Aktionsgruppen (LAG). Zwölf solcher LAG wurden in NRW über einen Wettbewerb ermittelt.

Bezogen auf die verfügbaren EU-Mittel von insgesamt 369 Millionen Euro werden 13 % der Gelder im Schwerpunkt 1 eingesetzt. Auf den Schwerpunkt 2 entfallen 71 % der Mittel. In den Schwerpunkten 3 und 4 sind es 11 bzw. 4 % der EU-Mittel.

Begleitausschuss

Für die Begleitung des „NRW-Programms Ländlicher Raum“ wurde, wie von der EU vorgesehen, ein Begleitausschuss eingerichtet.

Dieser Begleitausschuss setzt sich aus Vertretern verschiedener Ressorts der Landesregierung, des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der Europäischen Kommission und der an der Umsetzung beteiligten Behörden sowie aus Vertretern der Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpartner zusammen.

Evaluierung

Die Europäische Union (EU) schreibt für ihre kofinanzierten Förderprogramme einen umfangreichen Begleitungs- und Bewertungsprozess durch externe unabhängige Evaluatoren vor. Dieser findet für die Förderperiode 2007-2013 mit der Ex post-Bewertung des NRW-Programms Ländlicher Raum 2007-2013 seinen Abschluss.

In der Ex post-Bewertung werden die einzelnen Fördermaßnahmen des NRW-Programms kritisch durchleuchtet und insbesondere auf Maßnahmenebene auf ihre Ergebnisse und Wirkungen untersucht. Auf Programmebene werden darüber hinaus wirkungsbezogene Fragen in speziellen Vertiefungsthemen bearbeitet und auch die Programmdurchführung bewertet.

Der Evaluierungsbericht enthält eine Reihe von Empfehlungen, die an die jeweils relevanten Stellen (EU, Bund, Land) gerichtet sind. Ein Großteil der an das Land gerichteten Empfehlungen wurden - da sie sich im Programmverlauf abzeichneten und auch zum Teil schon in der Halbzeitbewertung formuliert wurden - bei der Erstellung des NRW-Programms Ländlicher Raum 2014 bis 2020 bereits umgesetzt, beispielsweise die stärkere Kopplung des Agrarinvestitionsförderungsprogramms (AFP) an Tierwohlstandards, die breitere räumliche Verankerung des LEADER-Ansatzes durch die Erhöhung der Anzahl der LEADER-Regionen und die Anpassung der Breitbandförderung an die technologische Entwicklung.