Navigation
Kleingärten
Kleingärten in Nordrhein-Westfalen
Kleingärten haben für Nordhein-Westfalen herausragende Bedeutung:
Rund 1.600 Kleingartenanlagen mit mehr als 120.000 Kleingärten erstrecken sich hier über eine Fläche von insgesamt mehr als 55 Quadratkilometern.
Die Kleingärtnervereine mit ihren Mitgliedern leisten gemeinsam mit den Städten und Gemeinden einen wichtigen Beitrag für das Allgemeinwohl. Sie schaffen und unterhalten öffentlich zugängliche Grünflächen zur Naherholung und tragen damit nicht nur zur Wohnumfeldverbesserung bei. Sie vermitteln auch ein Stück Naturnähe und schaffen Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Das Kleingartenwesen leistet einen Beitrag zur Gartenkultur und ist darüber hinaus von städtebaulicher, ökologischer, stadtklimatischer und sozialer Bedeutung.Organisiert wird das Kleingartenwesen über Vereine, Stadt-, Kreis- und Bezirksverbände sowie über die zwei Landesverbände
Rheinland der Gartenfreunde e.V und
Westfalen und Lippe der Kleingärtner e.V.Die Landesregierung fördert das Kleingartenwesen, das wegen seiner großen Bedeutung in der Landesverfassung verankert ist, nicht nur ideell, sondern auch durch die Bereitstellung von Fördermitteln.
Förderung
Das nordrhein-westfälische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium fördert das Kleingartenwesen auf vielfältige Weise:
Der Neubau und die Sanierung von Kleingartenanlagen werden finanziell unterstützt. Gefördert werden Kommunen als Vorhabenträger; Anträge können bei den Bezirksregierungen gestellt werden. Damit können in einigen Fällen auch noch neue Anlagen entstehen.
Die für alle Kleingärtner und Kleingärtnerinnen in Nordrhein-Westfalen offenen Schulungen und Fachberatungen der beiden Landesverbände werden vom Ministerium bezuschusst, um dass vielfältige Angebot zu erhalten und ökologisch orientierte Bewirtschaftungsformen zu vermitteln.Landeswettbewerb Kleingarten
Alle 4 Jahre – zuletzt im Jahr 2009 - führt das nordrhein-westfälische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium einen Landeswettbewerb „Kleingartenanlagen in Nordrhein-Westfalen“ durch, um beispielhafte Leistungen der kleingärtnerischen Organisationen herauszustellen und die vielfältigen Funktionen von Kleingartenanlagen zu würdigen.
Die Bewertung führt eine fachkundige Kommission durch. Die Sieger werden mit Urkunden und Medaillen ausgezeichnet, beispielhafte Projekte mit Preisgeldern unterstützt.
Die Sieger des Landeswettbewerbs vertreten Nordrhein-Westfalen im anschließenden Bundeswettbewerb.Lesen Sie zum Thema auch die Meldungen:
Umweltminister Johannes Remmel gratuliert Kleingartenvereinen aus Castrop-Rauxel und Leverkusen – Zweimal Gold beim Bundeswettbewerb für NRW (vom 16.10.2010)
Umweltminister Johannes Remmel lobt die Funktion der Kleingärten: „Gärten sind ökologische Lebensräume in der Stadt – und sie machen Freude“ (vom 2.9.2010)
Schönste Kleingartenanlagen in Nordrhein-Westfalen stehen in Leverkusen und Castrop-Rauxel (vom 5.9.2009)

Studie: Zukunft des Kleingartenwesens in Nordrhein-Westfalen
Das Kleingartenwesen in Nordrhein-Westfalen erfreut sich einer großen und gleichbleibenden Beliebtheit. Das ist das Ergebnis einer 2009 erschienenen Studie des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums zur Zukunft des Kleingartenwesens. Demnach sind die einzelnen Parzellen in den Kleingartenanlagen gut ausgebucht und große Leerstände sind in den nächsten Jahren nicht zu erwarten.
In zehn repräsentativ ausgewählten Beispielkommunen (Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Ibbenbüren, Köln, Krefeld, Meerbusch, Oer-Erkenschwick, Paderborn, Soest, Velbert) wurde in der Studie mit umfassenden Befragungen und Experteninterviews die aktuelle Situation des Kleingartenwesen erfasst und die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten analysiert. Die Studie zeigt die vielfältigen Funktionen des Kleingartenwesens auf um für die Zukunft gerüstet zu sein und gibt notwendige Empfehlungen zur weiteren Entwicklung. Demnach muss sich das Kleingartenwesen vor allem den Herausforderungen eines bevorstehenden Generationswechsels, den zunehmenden Anforderungen an das Ehrenamt, den immer komplexeren rechtlichen Rahmenbedingungen und den Entwicklungen im Freizeitverhalten stellen.
Zukünftig wird der Erhalt von Kleingärten durch Umbau und Sanierung im Vordergrund stehen und weniger der Neubau und die Ausweitung von Kleingartenanlagen. Wirtschaftliche, demografische und baulich-räumliche Entwicklungen in den Beispielkommunen beeinflussen die stabilen Strukturen im Kleingartenwesen kaum. Notwendig sein wird eine noch stärkere Einbindung der Areale mit Kleingärten in städtische Grünsysteme und eine Verflechtung mit dem regionalen Umland, um das Potenzial der Kleingärten im Natur- und Umweltschutz sowie der Landschaftspflege besser zu nutzen. Das Kleingartenwesen wird auch zukünftig seine hohe gesellschaftliche Bedeutung vor allem in dicht besiedelten Gebieten behalten.
Die Studie "Zukunft des Kleingartenwesens in Nordrhein-Westfalen" kann hier in einzelnen Abschnitten geladen werden:
- Vorwort und Inhaltsverzeichnis
laden (PDF, 511 KB) - Kapitel 1: Einleitung und Methodik
laden (PDF, 2,1 MB) - Kapitel 2: Darstellung der Ausgangssituation in NRW
laden (PDF, 574 KB) - Kapitel 3: Ausgangssituation in den zehn Beispielkommunen
laden (PDF, 2,2 MB) - Kapitel 4: Bestandsaufnahme und Bewertung der aktuellen Situation der Kleingartenvereine in den ausgewählten Beispielkommunen
laden (PDF, 2,9 MB) - Kapitel 5: Bestandsaufnahme und Bewertung der aktuellen Situation des Kleingartenwesens auf der Verbandsebene
laden (PDF, 424 KB) - Kapitel 6: Bestandsaufnahme und Bewertung der aktuellen Situation der kommunalen Verwaltung des Kleingartenwesens in den ausgewählten Beispielkommunen
laden (PDF, 1,7 MB) - Kapitel 7: Analyse des Status quo und Darstellung zukünftiger Entwicklungsmöglichkeiten - Fokussierung auf Problemlagen und Handlungsfelder
laden (PDF, 2.8 MB) - Kapitel 8: Fazit und Ausblick / Anhang
laden (PDF, 1,1 MB)
