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Förderung des ökologischen Landbaus

Hühner in Freilandhaltung - im ökologischen Landbau Praxis. Foto: Peter Hensch / MKULNV

Erhalt und besonders schonender Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen - wie beispielsweise Boden, Wasser und Artenvielfalt - gehören zum Grundverständnis des ökologischen Landbaus. Er ist ein Modell einer besonders umweltverträglichen und tiergerechten Form der Landbewirtschaftung, deren Produkte von immer mehr Menschen nachgefragt werden. Die Landesregierung fördert den Ökolandbau daher auf vielfältige Weise.


Förderung nach europäischem Recht

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert im Rahmen des "NRW-Programms Ländlicher Raum" die Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf den ökologischen Landbau und die Beibehaltung dieser besonders umweltverträglichen, tiergerechten und verbrauchernahen Bewirtschaftungsweise. Grundlage hierfür ist die sogenannte ELER-Verordnung der Europäischen Union (EU). Die Maßnahme wird durch die EU und den Bund über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) mitfinanziert. In 2014 erhielten in NRW rund 1.500 Ökobetriebe für die ökologische Bewirtschaftung von 55.000 Hektar eine Auszahlung.

Für die Förderperiode von 2014 bis 2020 sind zur Förderung ökologischer Produktionsverfahren in der Landwirtschaft 133 Millionen Euro eingeplant. Über die direkte Förderung ökologischer Produktionsverfahren in der Landwirtschaft hinaus, unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen den Ökolandbau auch bei der Ausbildung, der Beratung, der Forschung und der Vermarktung. Die seit vielen Jahren mit Hilfe des Landes durchgeführten "Aktionstage Ökolandbau NRW" ermöglichen konkrete Einblicke in die besondere Art der Produktion und informieren über die Vorteile von ökologisch erzeugten Bio-Lebensmitteln.

Weitere Informationen:

Förderanträge an die Landwirtschaftskammer NRW

Gefördert werden Landwirtinnen und Landwirte mit Betriebssitz in Nordrhein-Westfalen. Bewilligungsbehörde ist der Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen als Landesbeauftragter. Zu den Verpflichtungen gehören insbesondere die Einhaltung der Vorschriften der EU-Verordnung über den ökologischen Landbau im Gesamtbetrieb und der Abschluss eines Kontrollvertrages mit einer anerkannten Kontrollstelle. Für die Förderung von Dauergrünland ist in Nordrhein-Westfalen außerdem ein Mindestviehbesatz von 0,3 raufutterfressenden Großvieheinheiten je Hektar Dauergrünland erforderlich. Neuantragsteller ab 2015 dürfen zudem kein Dauergrünland in Ackerflächen umwandeln oder sogenannte Pflegeumbrüche vornehmen.

Die in der Tabelle  aufgeführten Prämien gelten für Neuanträge ab 2015.

Ökologischer Landbau (Prämien in Euro je ha und Jahr) 

 

Einführung
1. - 2. Jahr

Einführung
3. - 5. Jahr

Beibehaltung
6. - 10. Jahr

Acker

520

260

260

Dauergrünland

330

220

220

Gemüse/ Zierpflanzen

1.440

400

400

Dauerkulturen/Baumschulflächen

2.160

940

940

Unterglasanbau

6.000

5.000

3.800

Kontrollkostenzuschuss

          50 Euro je Hektar, max. 600 Euro je Betrieb