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Biomarkt NRW

Pilotprojekt zur Stärkung der regionalen Vermarktung von Ökoprodukten in NRW gestartet

Februar 2012 - Der Trend zu mehr „Bio“ ist bei Verbraucherinnen und Verbrauchern in NRW ungebrochen. Zugleich wächst der Wunsch möglichst regionale Produkte einkaufen zu können. Doch mitunter ist es schwierig, diese Verbraucherwünsche gleichzeitig zu verwirklichen, denn bis zu 50 Prozent aller Biowaren in NRW stammen aus anderen Bundesländern oder dem Ausland. Das Marktpotential für Biolebensmittel in Nordrhein-Westfalen wird derzeit nicht ausgeschöpft.


Marktstudie 2011: "Regionalvermarktung von Ökoprodukten“

Das Marktpotential für Biolebensmittel wird in Nordrhein-Westfalen derzeit nicht ausgeschöpft. Das ist ein zentrales Ergebnis einer im August 2011 vorgestellten Studie „Regionalvermarktung von Ökoprodukten“ des NRW-Landwirtschaftsministeriums und des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes.

Danach wurde in Nordrhein-Westfalen 68.000 Hektar ökologisch bewirtschaftet, weitere 36.000 Hektar müssten umgestellt werden, um den nordrhein-westfälischen Bedarf mit regional erzeugten Biolebensmitteln zu decken.

In den Bereichen biologisch erzeugtes Getreide, Gemüse und Obst sowie bei Öko-Schweinefleisch und bei Bio-Eiern gibt es der Studie zufolge erheblichen Nachholbedarf. Für die nordrhein-westfälische Landwirte, die gerne auf ökologischen Anbau umstellen möchten, bestünden deshalb sehr gute Chancen, sich am Markt zu etablieren und Verarbeitung und Handel mit Ökoprodukten aus regionaler Herkunft zu beliefern.


Projekt „ Förderung der Regionalvermarktung von Öko-Produkten" in Region Ostwestfalen-Lippe

Mit einem Pilotprojekt in der Region Ostwestfalen-Lippe will die Landesregierung nun herausfinden, wie die Situation auf dem Biomarkt verbessert werden kann und heimische Landwirte und Landwirtinnen dieses Potential stärker als bisher ausschöpfen können.

Am nordrhein-westfälischen Markt für Biolebensmittel tätige Agenturen, Akteure und Akteurinnen des Ökolandbaus und der Regionalvermarktung werden in Ostwestfalen in den nächsten beiden Jahren gemeinsam Kooperationsmodelle und Vermarktungskonzepte für interessierte regionale Marktpartner erarbeiten und umsetzen. Wesentliches Ziel des Projektes ist es, eine bessere Vernetzung zwischen den Bereichen Erzeugung, Verarbeitung und Logistik sowie letztlich dem Handel zu erreichen. Die beteiligten Unternehmen sollen hinsichtlich Fördermöglichkeiten und Betriebsoptimierung beraten und die Öffentlichkeit verstärkt über den Ökolandbau informiert werden.

Am Beginn des Projektes wird zunächst eine Bestandsaufnahme vor Ort stehen, die einen Überblick über regionale Kooperationspartner der gesamten Wertschöpfungskette und über bestehende Initiativen verschafft. Der Erfolg des Projektes wird wesentlich bestimmt sein von dem Engagement der örtlichen Akteure und Akteurinnen.

Für die Umsetzung des Projektes sind neben der Agentur AgroMilagro research, die Agentur TK-SCRIPT sowie der Bioland-Bundesverband verantwortlich. Unterstützt wird die Projektgemeinschaft durch den Bundesverband der Regionalbewegung e.V. Auch die Fachberatung der Landwirtschaftskammer und der NRW-Ökoverbände sind in das Projekt einbezogen.

Weitere Informationen:

  • Interview zum Projekt „ Förderung der Regionalvermarktung von Öko-Produkten" mit dem geschäftsführenden Inhaber von AgroMilagro research, Markus Rippin, und weitere Informationen zum Ökologischen Landbau in Nordrhein-Westfalen auf Externer Link - öffnet in neuem Fenster www.oekolandbau.nrw.de
  • Interessierte Landwirte, Verarbeitungs- oder Handelsunternehmen erhalten weitere Informationen über die Agentur AgroMilagro research E-Mail: Externer Link - öffnet in neuem Fenster projekt@bioregio-owl.de
  • Bereits im Jahr 2008 hatten das NRW-Landwirtschaftsministerium und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband eine PDF - Link öffnet in neuem Fenster Marktstudie über die Absatzpotenzialen für Öko-Produkte (PDF, 3,74 MB) veröffentlicht.


Broschüre "Biomarkt NRW"

September 2010 - Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in Nordrhein-Westfalen steigt kontinuierlich deutlich an – und sie kann nicht mit dem heimischen Angebot gedeckt werden. „Der Markt hat ein großes und wachsendes Potenzial. Das ist eine gute Nachricht für die Biobauern in Nordrhein-Westfalen und für alle, die auf ökologischen Landbau umsteigen wollen“, sagt Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. Wie groß der Markt ist und wie er sich entwickelt, zeigt die vollständig überarbeitetet Neuauflage der Broschüre „Biomarkt NRW - Erzeugung, Verarbeitung und Handel von Ökolebensmitteln in Nordrhein-Westfalen".

Zahlen, Fakten und Trends des Marktes für Ökolebensmittel werden auf 140 Seiten anschaulich dargestellt. Marktanalysen verdeutlichen die Entwicklung des Absatzes von Getreide, Kartoffeln, Gemüse und Obst sowie von Milch, Fleisch und Eiern. Fallbeispiele zeigen, mit welchen Konzepten und Ideen sich Anbieter auf diesen attraktiven Markt erschlossen haben.


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