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Nachhaltiges NRW

Heute handeln - nachhaltige Entwicklung in NRW. Signet: MKULNV

In der Nachhaltigkeitsstrategie NRW wird die nachhaltige Entwicklung zu einem Leitprinzip des politischen Handelns erklärt. Ein wichtiger Ansatz dabei ist "Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)", die in allen Bereichen von Bildung und Lernen breit verankert und gemeinsam mit den vielen Partnern im Lande umgesetzt werden soll.


Soziale Gerechtigkeit, ökonomische Vernunft und ökologische Verantwortung

Der Begriff der nachhaltigen Entwicklung wurde durch den Brundtland-Bericht der Vereinten Nationen (UN) im Jahre 1987 geprägt. Danach bezeichnet der Begriff eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. In der Weiterentwicklung dieses Ansatzes hat ein UN-Gipfel im September 2015 universell gültige Nachhaltigkeitsziele, die sogenannten Sustainable Development Goals, verabschiedet. Für das Gelingen der Umsetzung der internationalen Nachhaltigkeitsziele werden die Überwindung von Gegensätzen und die Versöhnung von Ökonomie, Ökologie und sozialen Aspekten von zentraler Bedeutung sein. Der Koalitionsvertrag der Landesregierung in NRW nimmt sich der Thematik an und setzt positive Bezüge zur globalen Nachhaltigkeitsstrategie.

An diesem Punkt setzt auch Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an: Sie vermittelt Problem- und Handlungswissen bezüglich nachhaltiger und nicht nachhaltiger Entwicklungsprozesse. Sie fördert die Fähigkeit, sich an Kriterien der Nachhaltigkeit im eigenen Leben zu orientieren und gleichermaßen an verantwortlichen Entscheidungen für die Zukunft der Gesellschaft teilzuhaben.


Vater und Tochter. Foto: Lammeyer/Panthermedia

Nachhaltige Entwicklung: Eine Frage der Generationengerechtigkeit. (Foto: Lammeyer/Panthermedia)

Eine Nachhaltigkeitsstrategie für NRW

Am 14. Juni 2016 wurde eine Nachhaltigkeitsstrategie für Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Die Strategie wurde gemeinsam von allen Ministerien der Landesregierung und in einem Dialog mit Kommunen, Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erarbeitet. Die NRW-Nachhaltigkeitsstrategie ist ein Zukunftskonzept für das Land, mit dem die "Enkelfähigkeit" der Landespolitik gesichert werden soll. Kern des Strategieentwurfs ist ein Ziel- und Indikatorensystem für 19 zentrale Handlungsfelder, die das ganze Spektrum der Landespolitik umfassen. Schwerpunktthemen der Strategie sind zum Beispiel die Umweltwirtschaftsstrategie, die Biodiversitätsstrategie und die nachhaltige Finanzpolitik.

Die Strategie baut auf den Ergebnissen zweier Konsultationsrunden in 2014 und 2015 und den Ergebnissen der Diskussionen auf den jährlichen NRW-Nachhaltigkeitstagungen auf. Parallel zur Strategie wurde der vom Landesbetrieb Information und Technik (IT.NRW) erarbeitete Nachhaltigkeitsindikatorenbericht 2016 veröffentlicht.

Die Staatssekretärskonferenz hat am 19. März 2018 "Eckpunkte zur Weiterentwicklung der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie" beschlossen. Bis Anfang 2019 soll die Strategie überarbeitet werden, um insbesondere das Ineinandergreifen mit der neuen Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie von 2017 zu verbessern. Zudem soll geprüft werden, wie Themenfelder wie Mobilität und Bildung verstärkt in der Strategie berücksichtigt werden können. In 2019 wird dann auch ein neuer Indikatorenbericht veröffentlicht werden.


Tagung im November 2013 im Düsseldorfer Landtag. Foto: MULNV/Jörg Pruß

"Markt der Möglichkeiten" am 18. November 2013 im Düsseldorfer Landtag. (Foto: MULNV/Jörg Pruß)

NRW-Nachhaltigkeitstagungen

Die jährlichen Nachhaltigkeitstagungen sind die wichtigste Plattform für den Austausch zwischen den beteiligten Akteuren in Nordrhein-Westfalen. Dabei kommen jedes Jahr im Herbst Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kommunen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und treiben den Nachhaltigkeitsprozess in Nordrhein-Westfalen voran.
Nach den Veranstaltungen 2012 in Duisburg, 2013 in Düsseldorf und 2014 in Mülheim an der Ruhr hat am 28. Oktober 2015 im Düsseldorfer Landtag die 4. NRW-Nachhaltigkeitstagung mit dem Titel "Nachhaltigkeitsstrategie NRW – gemeinsam auf der Zielgeraden" stattgefunden. Bei der 5. NRW-Nachhaltigkeitstagung am 29. September 2016 in Münster stand die Rolle der Kommunen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung im Mittelpunkt. Weitere Schwerpunkte waren die Bedeutung der globalen Nachhaltigkeitsziele für die Wissenschaft, Nachhaltigkeit aus Jugendperspektive und die Partizipation und Bildung für nachhaltige Entwicklung. In Themenforen wurden ferner wichtige Themen der Strategie und ihre Umsetzung diskutiert, vom Klimaschutz nach dem Pariser Klimaschutz-Abkommen über die Umweltwirtschaft und die nachhaltige Wissenschaft bis hin zum nachhaltigen Investieren.



6. NRW-Nachhaltigkeitstagung am 7. Mai 2018 in Essen

Die 6. NRW-Nachhaltigkeitstagung am 7. Mai 2018 in Essen wird sich in erster Linie mit der Weiterentwicklung der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie beschäftigen. Mit ihr soll ein substanzieller gemeinsamer Beitrag des Landes zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele und zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung erreicht werden.

Die Perspektiven des nachhaltigen Wirtschaftens in NRW sowie das Leben in einer transformierten Stadt sollen die Schwerpunktthemen der Tagung sein. Vor diesem Hintergrund ist die Grüne Hauptstadt Europas 2017, Essen, als Veranstaltungsort ausgewählt worden. Die erfolgreiche Transformation einer Kohle- und Stahlstadt zur grünsten Stadt in Nordrhein-Westfalen kann Vorbild für viele andere Städte im Strukturwandel sein.

Weitere Informationen:


Nachhaltige Gewerbegebiete

Elf Städte, Kreise und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen zeigen bereits beispielhaft, wie Gewerbeflächen nachhaltig entwickelt werden können. Die Ansätze sind so unterschiedlich wie die Herausforderungen in den Kommunen: Von der Sanierung von Altlasten über den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zur Förderung sozialer Aspekte wie einer besseren Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr oder der Einrichtung von Kinderbetreuungen.

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Konsum und Wertschätzung von Lebensmitteln

Mindestens 11 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jährlich verschwendet – von der Erzeugung bis zum Verbrauch. NRW hat sich zum Ziel gesetzt, die Wertschätzung für Lebensmittel zur verbessern. Eine Studie im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums geht deshalb den Ursachen der Verschwendung nach, ein Runder Tisch von Herstellern, Handel, Verbrauchern und Wissenschaft stößt Maßnahmen an und initiiert Projekte.

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Lernen in der Natur.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen strukturell auszubauen und weiterzuentwickeln. Mit einer eigenen BNE-Strategie wird dieser konzeptionelle Bildungsansatz in die verschiedenen Bildungsaktivitäten in Nordrhein-Westfalen hineingetragen.

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