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Schulmilchförderung
Kinder und Jugendliche kommen immer häufiger ohne Frühstück in die Schule, essen in der Pause süße Snacks und trinken Limonade. Viele leiden unter Kalziummangel. Milch und Milchprodukte sorgen für eine ausgewogenere Ernährung, darüber machen sich jedoch viele keine Gedanken. Viele Jahre wurden Kinder und Jugendliche, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte und Eltern in Schulmilchprogrammen durch Finanzierungshilfen und geförderte Verkaufsstellen über die wichtige Wirkung von Milch aufgeklärt, die Versorgung der Kinder mit Milchprodukten stieg.
Im August 2008 startete das Projekt „Schulmilch im Fokus“. Initiiert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMLEV) und unterstützt durch das Landesumweltministerium wird das Modellvorhaben in Nordrhein-Westfalen im Schuljahr 2008/ 2009 an 530 Grundschulen durchgeführt. Die
Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW e.V. koordiniert die Evaluierung, bei der herausgefunden werden soll, wie das Image und der Absatz der Schulmilch in Zukunft bundesweit verbessert werden kann und welche politischen Maßnahmen daraus abgeleitet werden. In den Klassen 2 bis 4 wird in Interviews ermittelt, welche Faktoren wie der Preis den Milchabsatz beeinflussen.Die Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet. In rund 100 Grundschulen werden zusätzlich einheitlich ausgearbeitete Unterrichtseinheiten der
Landfrauen mit in die Untersuchung einbezogen, bei der sie Schülerinnen und Schüler über gesundes Frühstück mit Milch informieren.Solche Workshops führen geschulte Landfrauen der Landfrauenverbände (siehe
www.rheinische-landfrauen.de und
www.wllv.de) individuell und altersgerecht aufbereitet bereits seit 1999 in ganz NRW durch. Sie konnten bislang in 3 200 Schulen und Kindergärten über 50 000 Kinder erreichen. Die Landfrauen gehören zum Schulmilch-Team NRW, das von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft e.V. koordiniert wird.Das „Schulmilch-Team NRW“ bietet für Schulklassen unterschiedlicher Jahrgangsstufen Bildungsbausteine zum Thema Milch an. Diese werden durch Landesmittel finanziell unterstützt. Dazu gehört eine mobile multimediale Lernwerkstatt, die von einem medienpädagogisch geschulten Mitarbeiter gesteuert wird. In einer Unterrichtsstunde durchlaufen Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen mehrere Stationen des Milch-Parcours, in denen sie aktiv mitmachen oder anschauliche Informationen erhalten wie in der Vision Factory. Dort spricht eine animierte Comic-Kuh, über Computer gesteuert, interaktiv mit den jungen Besuchern. Informationsfilme und Werbespots über Milch ergänzen den Parcours.
Ebenfalls angeboten werden Event-Module mit fachlicher Betreuung, die Grundschulen für ihre Schulfeste einsetzen können. Dazu gehören ein "Schulmilch-Kistenklettern" oder ein Milch-Express.
Beim Milchcup nehmen jedes Jahr Klassen der Stufen 3 bis 6 an Tischtennisturnieren von der Schul- bis zur Landesmeisterschaft teil. Neben Turnierprämien winkt den Teams für ihre Klassen wochenweise freie Schulmilch. Rund 15.000 Kinder pro Jahr lernen so sportlich, Milch zu schätzen.
Darüber hinaus erlebten über 350 Schulklassen und 198 Kindergartenkindergruppen in den letzten Jahren bei Besuchen von Milchbauernhöfen hautnah, wie Milch produziert wird.
Wer sich näher über einzelne Schulmilchprojekte informieren, Medien für den Schulunterricht bestellen oder sein Wissen über Milch ausweiten möchte, findet in
folgenden Internetportalen Informationen und Materialien:- Portal für Schulmilchprojekte:
www.genius-milch-nrw.de - Wettbewerb Milchcup:
www.milchcup.de - Informationen zur Vision Factory:
www.schulmilch-echt-cool.de - Projekt Milchweg:
www.kuhlturlandschaft.de
