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Biologische Stationen

Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, in dem für den Naturschutz ehrenamtliches Engagement, fachliche Qualifikation und staatliche Förderung so eng miteinander verzahnt sind. Das MUNLV fördert das Netzwerk Biologischer Stationen in NRW, in denen zur Zeit 40 Stationen organisiert sind.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der biologischen Stationen betätigen sich in vielfältiger Weise in der Umwelt- und Naturschutzbildung sowie der damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit. Sie sensibilisieren andere Menschen für die Natur und vermitteln außerhalb der Schulen, wie wichtig ein sorgfältiger Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt ist. Die Arbeit der biologischen Stationen in Naturschutzgebieten richtet sich an interessierte gesellschaftliche Gruppen, staatliche und nichtstaatliche Organisationen, Verbände und Schulen.

Konkret sorgen die Engagierten beispielsweise in Flora-Fauna-Habitat- und in Vogelschutzgebieten dafür, dass Erholungssuchende auf festgelegten Wegen die Natur in Ruhe beobachten können, unzugängliche Ruhezonen aber dafür sorgen, dass die Flora und Fauna sich ungestört entfalten kann. In den Naturschutzgebieten erläutern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Besuchern die Charakteristika einer Landschaft und zeigen, wie sich diese im Laufe der Zeit durch äußere und innere Einflüsse verändert. Sie betreiben Kulturlandschaftspflege und betreuen Schutzgebiete, um den Lebensraum der Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Naturbildungszentren wie die Externer Link - öffnet in neuem Fenster Krickenbecker Seen, Externer Link - öffnet in neuem Fenster Kranenburg, Externer Link - öffnet in neuem Fenster Geldern oder Externer Link - öffnet in neuem Fenster Düren bringen Besuchern Naturerleben und Naturschutz mit allen Sinnen nahe. Projekte informieren zum Beispiel über Wiederansiedelung selten gewordener Tier- und Pflanzenarten, barrierefreie Exkursionen wurden konzipiert und  biologische Stationen arbeiten über Landesgrenzen hinweg.

Die Ehrenamtlichen der Biologischen Stationen beobachten den Zustand der Natur, erheben Daten, kartieren Flächen und werten diese aus. Sie dokumentieren, wo seltene und gefährdete Arten auftreten und wie diese geschützt werden könnten. Sie decken Missstände auf, weisen auf Besonderheiten der Flora und Fauna hin oder entwickeln Vorschläge, wie sensible Gebiete durch eine andere Bewirtschaftungsform besser geschützt werden können. Sie beraten im Rahmen des Vertragsnaturschutzes Landwirte und Grundstücksbesitzer vor Ort, die sich freiwillig vertraglich verpflichten, Naturschutzmaßnahmen zu ergreifen und Biotopflächen auf ihrem Grundstück zu erhalten. So informieren sie unter anderem Landwirte, in welchen Zeiträumen sie bestimmte Flächen nicht mähen dürfen, um Vögel beim Brüten nicht zu stören.

Bereits in den 1970er Jahren gründeten sich die ersten Vereine, in denen engagierte naturkundige Bürgerinnen und Bürger sowie Mitglieder anerkannter Naturschutzverbände ehrenamtlich intensive feldbiologische Arbeit betrieben und fachlich qualitativ hochwertige Arbeit für den Naturschutz erbrachten. Aus ihnen sind die Biologischen Stationen hervorgegangen, die seit 1990 vom Landesumweltministerium gefördert werden. Manche Städte und Kreise sind dem jeweiligen lokalen Verein der Biologischen Stationen beigetreten, wodurch diese in das jeweilige Flächenmanagement eingebunden werden.

Die Seiten der Biologischen Stationen enthalten informatives Material zum Herunterladen.

Externer Link - öffnet in neuem Fenster www.biostationen-nrw.org

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