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Umweltbildung im Wald
Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene erleben Natur, Landschaft und Wald nicht mehr als alltägliche Lebenswelt. Dabei stärkt es ihre Persönlichkeit und ihr soziales Verhalten, wenn sie die Natur, die Wälder über einen längeren Zeitraum zum Spielen, Leben und Lernen entdecken.
Der
Landesbetrieb Wald und Holz NRW bietet vielfältige Umweltbildungsaktivitäten im Wald an, die auf die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse von Zielgruppen, Altersklassen und regionalen Gegebenheiten zugeschnitten sind. Nicht nur Kindergärten und Schulen fragen diese seit einigen Jahren immer stärker nach, auch Erwachsene aus Volkshochschulkursen, Pädagogen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger bilden sich in Seminaren und Exkursionen fort. Vor Ort führen qualifizierte Försterinnen und Förster des Nationalparkforstamtes Eifel und der regionalen Forstämter die Gruppen sachkundig durch den Wald.
Waldinformations- und waldpädagogische Zentren wie das Waldpädagische Zentrum Wuppertal-Burgholz, die Forststation in Gelsenkirchen Ückendorf, der Hammerhof in Warburg oder das Forsthaus Hohenroth im Rothaargebirge bieten ein umfassendes Angebot zu Umweltbildung im Wald an. Darüber hinaus kooperiert der Landesbetrieb Wald und Holz mit Partnern vor Ort, wie zum Beispiel Schloss Raesfeld im Kreis Borken, Waldschulen wie im Märkischen Kreis in Iserlohn oder Schloss Heiligenhoven in Lindlar.
Einige Ganztagsschulen und Kindergärten arbeiten kontinuierlich seit Jahren mit waldpädagogischen Zentren und Jugendwaldheimen zusammen. Gerade für Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen, die in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet aufwachsen, bieten die fünf Jugendwaldheime mehrtägige Aufenthalte an. Dort beschäftigen sich die Mädchen und Jungen spielerisch mit ökologischen Zusammenhängen und lernen den Wald und die Natur als Teil ihres erhaltenswerten Lebensraumes kennen.Ein außergewöhnliches Projekt wurde 2002 mit dem „
Industriewald Ruhrgebiet“ geschaffen. Das Projekt präsentierte sich im September 2008 als vorbildliches Beispiel im Rahmen der
UN-Dekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ in Gelsenkirchen, die als sechste UN-Dekadenstadt in Deutschland ausgezeichnet wurde. Die dortige Forststation Rheinelbe bietet in der alten Industriekulisse Erlebnisse der Natur mit allen Sinnen. Für den Bereich der Grundschulen wurden Fortbildungsmodule für Lehrerinnen und Lehrer unter dem Titel „Raus ins Vergnügen“ erarbeitet sowie ein umfassender didaktischer Leitfaden für die Sekundarstufe I zum Projekt formuliert. Innovativ gestaltet sich auch das Sprachprojekt „Der Wald ist voller Wörter“ der
Forststation Rheinelbe, das Kinder zwischen drei und sechs Jahren fördert. Im Wald erkunden die Mädchen und Jungen die Natur, entwickeln ihre Motorik fort und erweitern dabei spielerisch mit anderen Kindern ihre sprachlichen Fähigkeiten.
Für weiterführende Schulen hat das geographische Institut der Ruhr-Universität Bochum ein Multimedia-Informationssystem für den ehemaligen Zechenstandort Rheinelbe entwickelt. Luftbildaufnahmen zeigen verschiedene Industriewaldflächen, mit einem Klick öffnen sich zusätzliche Informationen zu Landschaftskunst, Geschichte oder Flächenentwicklungen. Die CD-Rom kann als Unterrichtsmaterial kostenlos in deutscher und englischer Sprache bestellt werden (siehe unten auf der dieser Seite).
Biologische Stationen,
Umweltzentren und Freilichtmuseen sowie eine Vielzahl regionaler Gruppen unterstützen die jeweiligen Forstämter und Informationszentren vor Ort und bieten selbst vielfältige Umweltbildungsaktivitäten an. Umfassende Informationen und Bildungsmaterialien zum Herunterladen bieten folgende Internetseiten:
www.wald-und-holz.nrw.de
www.industriewald-ruhrgebiet.nrw.de, - Bestellung der CD-Rom „Rheinelbe“:
Carsten Jürgens
Ruhr-Universität Bochum
E-Mail:
carsten.juergens@rub.de
Fax: 0234 32-14877
oder im NRW-Umweltministerium:
Tel. 02 11 - 45 66 666
Fax 02 11 - 45 66 621
E-Mail an
infoservice@mkulnv.nrw.de
