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Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen verfolgt neben seiner vielfältigen Interner Link Umwelt- und Naturschutzbildung auch das Ziel, die Bildung für nachhaltige Entwicklung zu fördern. In Deutschland ist das Prinzip der Nachhaltigkeit seit dem Jahre 1994 als Staatsziel in Artikel 20a des Grundgesetzes verankert. Das Leitbild der Nachhaltigkeit fordert in einer Art Generationenvertrag, die langfristige soziale und ökologische Entwicklung so zu gestalten, dass sie heutigen und künftigen Generationen gleichermaßen gerecht wird. Soziale Gerechtigkeit, ökologische Verträglichkeit und ökonomische Leistungsfähigkeit sind gleichrangige Ziele des Konzeptes. Das UNO-Programm „Agenda 21“ ruft im Sinne der Nachhaltigkeit zur „Förderung der Schulbildung, des öffentlichen Bewusstseins und der beruflichen Aus- und Fortbildung“ auf.

Bildung für nachhaltige Entwicklung ergänzt und erweitert die klassische Umweltbildung. Querschnittsthemen wie der Klimawandel, Umwelt und Entwicklung, globales Lernen und der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen Wasser, Boden und Luft stehen im Mittelpunkt der Bildungsarbeit. Die Bildung für nachhaltige Entwicklung will Gerechtigkeitsempfinden und Umweltbewusstsein neu miteinander verbinden und alte Konsum- und Verhaltensweisen hinterfragen. Im Rahmen der Bildungsprojekte für nachhaltige Entwicklung sollen Schlüsselkompetenzen wie Partizipation, Kommunikation und gemeinsames Lernen gefördert werden. Alle Generationen und sozialen Schichten sollen ihre Wünsche und Ideen einbringen können.

Nordrhein-Westfalen hat früh die Initiative der Vereinten Nationen aufgegriffen, die den Zeitraum von 2005 bis 2014 zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ erklären. Bundesweit wird die Dekade durch ein Nationalkomitee, die Deutsche UNESCO-Kommission und einen Nationalen Aktionsplan unterstützt und mit großem Engagement umgesetzt. Die Dekade wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung – wie sie in der Weltkonferenz von Rio beschlossen wurden – weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern. Bisher wurden etwa 100 Projekte aus Nordrhein-Westfalen durch das Nationalkomitee als offizielle UN-Dekade-Projekte ausgezeichnet.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat dazu - als eine der ersten Landesregierungen – zum Jahresende 2006 einen Interner Link Aktionsplan „Zukunft Lernen“ beschlossen. Das Umweltministerium sorgt gemeinsam mit dem Schul- und dem Generationen-Ministerium Nordrhein-Westfalens für die Umsetzung des Aktionsplanes. Wir unterstützen Schulen bei der Beratung und Entwicklung von Projekten, Schulprofilen und Schulprogrammen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Künftig sollen sich auch Kindertageseinrichtungen und Stellen der offenen Jugendarbeit beteiligen können.

Bildung für nachhaltige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen ist ein partizipativer Prozess und nicht nur Sache von Politik und Verwaltung. Der Aktionsplan „Zukunft Lernen“ wird inzwischen durch ein landesweites „Forum Aktion Zukunft Lernen“ getragen, an dem sich neben den schulischen und außerschulischen Akteuren viele gesellschaftliche Gruppen beteiligen; rund 50 Akteure aus 30 Organisationen. Dazu gehören unter anderem Bildungseinrichtungen, Sozial- und Jugendverbände, Politik und Wirtschaft, Kirchen, die Kommunalen Spitzenverbände, die anerkannten Umweltverbände und Eine-Welt-Initiativen.

Die Landesregierung hat im Juni 2008 - gemeinsam mit der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen - eine Kooperations-Vereinbarung zum "Forum Aktion Zukunft Lernen" unterzeichnet, mit der das Forum nun als organisatorische Plattform für die Bildung für nachhaltige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen gilt.

Die Geschäftsstelle des „Forums Aktion Zukunft Lernen“ ist bei der Interner Link Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen in Bonn angesiedelt. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Umwelt und Entwicklung, Karl Lamers, betont: „Nordrhein-Westfalen hat einen großen Reichtum an Organisationen, die sich für Umwelt, Natur und Entwicklung engagieren. Ihre große Stärke ist, dass sie praktische Arbeit mit Bildungs- und Informationsarbeit verbinden können. Die Stiftung kennt diese Akteure, unterstützt sie bei ihrer Arbeit und fördert viele ihrer Projekte, vor allem Bildungsprojekte. Sie verbindet die Kompetenzen für Umwelt und Entwicklung miteinander. Sie ist darum die richtige Instanz zur Übernahme der Geschäftsstelle des ‚Forums Aktion Zukunft Lernen’.“

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