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Bildungsaktion „Lärm“
Durch Lärm fühlen sich viele Menschen belästigt und doch verursacht ihn jeder mit. Im Landesumweltministerium gehört Lärmschutz zu den vorrangigen umweltpolitischen Zielen.
Umgebungslärm trägt vor allem in Ballungsräumen dazu bei, dass Menschen sich in ihrer Lebensqualität und Gesundheit beeinträchtigt sehen. Soweit möglich, ziehen sie aus lärmbelasteten Stadtteilen weg. Die Europäische Union hat eine EG-Umgebungslärmrichtlinie erlassen, nach der die Lärmbelastungen von Hauptverkehrsstraßen, Hauptschienenstrecken, Flughäfen und Industriegebieten flächendeckend in Lärmkarten dokumentiert werden müssen. Das Umweltministerium NRW unterstützt die Städte und Gemeinden mit fachlichem Know-how bei dieser Kartierung: Das
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen stellt Daten zur Lärmberechnung zur Verfügung und kartiert kleine Städte außerhalb der Ballungsräume. Das Material der verschiedenen Behörden wurde in eine Datenbank zusammengeführt. Städte und Kommunen greifen darauf zurück, um im nächsten Schritt Aktionspläne zu erstellen und darzulegen, wie sie Lärmbelastungen vor Ort reduzieren wollen. Über das
Internetportal www.umgebungslaerm.nrw.de kann jeder die Lärmkarten mit Stadtplänen und topographischen Karten abrufen. Ergänzend zu dem Internetportal informiert die Broschüre „Lärmschutz in Nordrhein-Westfalen – Lärmkartierung und Aktionsplanung nach der EG-Umgebungslärmrichtlinie“ über das Thema. Junge Leute setzen sich beim Musikhören häufig einer Lärmquelle aus, ohne über die Folgen nachzudenken. Das Umweltministerium übernahm die Schirmherrschaft für eine Veranstaltung, die erstmals 2006 und erneut im Herbst 2008 vom Bundesverband Deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe e.V. für Diskjockeys durchgeführt wurde. Dabei stand die Idee im Vordergrund, dass Gäste in Diskotheken besser vor Hörschäden geschützt werden, wenn die Betreiber verantwortungsbewusster in Bezug auf die Musiklautstärke handeln. DJs eigneten sich in der Fortbildung Kenntnisse über das Gehör an und lernten, welche gesundheitlichen Schäden laute Musik verursacht. Sie informierten sich über akustisch-technische Gestaltungsmöglichkeiten und rechtliche Aspekte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarben einen „Führerschein“, mit dem sie freiwillig erklären, bei ihren Auftritten einen bestimmten Lärmpegel einzuhalten und ihre Zuhörer vor Hörschäden zu schützen.
Die Umweltbusse Lumbricus I und II der
Natur- und Umweltschutz-Akademie (NUA) dienen in Schulen und bei überregionalen Umwelttagen als mobiles Klassenzimmer. Die Projektmitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschaffen Interessierten mit dem gut aufbereiteten Material einen Überblick über (Freizeit)Lärmbelästigungen und gesundheitliche Auswirkungen.Infomaterial kann hier geladen werden:
- Flyer „Besser leben mit weniger Lärm“ (
PDF, 600 KB) - Broschüre „Lärmschutz in Nordrhein-Westfalen – Lärmkartierung und Aktionsplanung nach der EG-Umgebungslärmrichtlinie“ (
PDF, 1.2 MB)
Zum Internetportal “Umgebungslärm“:
www.umgebungslaerm.nrw.de
