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GM auf Länderebene

Länderinfos
Sie finden hier die Ergebnisse einer Recherche zu Gender Mainstreaming in den Bundesländern sowie Informationen und themenrelevante
Links zu den Bundesländern. Recherche Gender Mainstreaming in den Bundesländern
Im Sommer 2004 gab die Gleichstellungsbeauftragte des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Recherche zum Stand der Gender Mainstreaming-Implementierung in anderen Bundesländern in Auftrag. In telefonischen Interviews mit den Gender Mainstreaming- oder Gleichstellungsbeauftragten und einer Internetrecherche wurden Aktivitäten von Ministerien ermittelt, die in den gleichen Politikfeldern wie das MUNLV tätig sind.
Die Ergebnisse dieser Recherche sind hier kurz zusammengefasst.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass in vielen Landwirtschafts- oder Umweltministerien das Thema Gender Mainstreaming (GM) noch nicht wirklich in den Strukturen verankert ist bzw. wenig konkrete Aktivitäten ausgelöst hat. Das betrifft sowohl den internen Arbeitsalltag als auch Projekte oder Programme, die sich an die Bevölkerung richten. Es finden sich nur sehr wenige Gender Mainstreaming-Projekte, die diesen Namen auch verdienen, also nicht „klassische“ Frauenförderung sind. Dies gilt auch für Bundesländer, die allgemein – bzw. in den Bereichen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik – bei der Implementierung von Gender Mainstreaming sehr aktiv sind.Aktivitäten innerhalb der Verwaltungen/ Ministerien
Schriftliche Informationen und Schulungen zu GM gab es in den meisten Bundesländern. Die Fortbildungen sind allerdings teilweise freiwillig und stoßen nicht immer auf Interesse. In einigen Bundesländern wurden nur die Spitzen der Ministerien geschult, in anderen wiederum nur die Gleichstellungs- oder Frauenbeauftragten.
In sieben Bundesländern haben die Ministerien spezielle Gender Mainstreaming-Beauftragte oder -Zuständige ernannt, Frauen bzw. Männer sind hier zu etwa gleichen Anteilen vertreten. In den meisten Fällen gibt es eine zufrieden stellende Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten. In den anderen Bundesländern wurde den Gleichstellungs- oder Frauenbeauftragten die Verankerung und Koordination von Gender Mainstreaming als zusätzliche Aufgabe übertragen.
In einigen Bundesländern bzw. in einzelnen Ministerien wird bei Personalmanagement und -entwicklung der Gender-Ansatz berücksichtigt.
In Berlin wurde außerdem in einer Selbstverpflichtung festgelegt, dass Genderbudgeting bei Sachmitteln und Beauftragungen von Dienstleistungen angewendet wird.
Im niedersächsischen Umweltministerium wurden Förderrichtlinien im Bereich Solarenergietechnik nach dem GM-Ansatz evaluiert
Im Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz wurde eine Bestandsaufnahme bisher durchgeführter Maßnahmen durchgeführt, die auch aktuelle Gesetzentwürfe, Berichte und Programme erfasste. Auf dieser Grundlage wurden eine Handlungsanleitung und Prüfkriterien entwickelt, um alle zukünftigen Maßnahmen auf ihre Geschlechterrelevanz hin zu überprüfen.Projekte
Projekte in den Themenfeldern Umwelt- und Naturschutz, Verbraucherschutz, Land- und Forstwirtschaft s.u. den Bundesländern Bayern, Bremen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.
Hemmnisse bei der Implementierung von Gender Mainstreaming
Dazu wurden folgende Punkte genannt:
- Gender Mainstreaming wird von vielen Beschäftigten als zusätzliche, häufig auch als unnötige Arbeit gesehen und die Arbeitsbelastung ist ohnehin hoch.
- Die männliche Dominanz in den Spitzenfunktionen bewirkt häufig, dass das Thema nicht ernst genommen wird. Dies gilt auch für die allgemeine Landespolitik. Der fehlende politische Wille hat wiederum Folgen für die Arbeit in den Fachabteilungen.
- In mehreren Bundesländern kostet die Verwaltungsreform viel Arbeit, Zeit und Energie. Sie drängt das Thema GM an den Rand, weil es, anders als in Nordrhein-Westfalen, nicht zum Bestandteil der Reform gemacht wurde.
- Insbesondere in den Bereichen Umwelt und Naturschutz ist es schwierig, die Relevanz von Gender Mainstreaming zu verdeutlichen.
- GM wird bei den EU-Förderprogrammen/-Fonds gefordert. Allerdings ist es schwierig, in Programme/ Konzepte, die das Land schon vor mehreren Jahren erarbeitet und festgelegt hat, das Thema GM nachträglich zu verankern.
- Bei Projekten/ Fördermaßnahmen im ländlichen Raum ist bei Arbeitslosenraten von gelegentlich über 30 Prozent und einer starken Abwanderung der jüngeren Leute die Relevanz des Themas kaum zu vermitteln.
- Es fehlen die finanziellen Ressourcen für zusätzliche Arbeit und Projekte.
- Der Unterschied zwischen GM und Gleichstellungspolitik/-aktivitäten wird nicht gesehen.
Infos und Links zu den Bundesländern
Informationen zum Thema Gender Mainstreaming auf Ebene der Bundesländer finden Sie auf den hier aufgelisteten Internetseiten bzw. in den angegebenen Berichten. Verzeichnet sind die Landesministerien, die den Gender-Mainstreaming-Prozess koordinieren und die Ministerien, die für die Bereiche Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zuständig sind.
Eine kurze Übersicht zu allgemeinen Gender Mainstreaming-Aktivitäten der meisten Bundesländer erhalten Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter:
www.gender-mainstreaming.netBaden-Württemberg
www.sm.baden-wuerttemberg.de Seite des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren
www.frauen-aktiv.de Frauenportal des Ministeriums
www.mlr.baden-wuerttemberg.de Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
www.frauen.landwirtschaft-bw.de Themenportal des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, u.a. Informationen und Projektbeispiele zum Programm „Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum“
www.um.baden-wuerttemberg.de Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
Bericht zum "Aktionsprogramm Chancengleichheit 2006-2011" (PDF, 166 KB)- Weitere Publikationen zum Thema Gender Mainstreaming unter:
www.sm.bwl.de
Bayern
www.stmas.bayern.de Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
www.stmugv.bayern.de Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Infos zum Thema Gender Mainstreaming unter
www.stmug.bayern.de/ministerium/gms/index.htm
www.stmelf.bayern.de Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
www.justiz.bayern.de/ministerium Bayerisches Staatsministerium der Justiz und für VerbraucherschutzAktivitäten im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
Träger der Umweltbildung haben festgestellt, dass Umweltbildungsarbeit mit Mädchengruppen sich von der mit gemischten Gruppen unterscheidet. Um Umweltbildung bedarfsgerecht anzubieten, förderte das Ministerium ein Projekt in einer Umweltstation, dessen Ziel die geschlechtersensible Konzeption, Durchführung und Auswertung von Umweltbildungsarbeit ist.
Die Erkenntnisse aus verschiedenen getrennt geschlechtlichen Seminaren – z. B. geänderte Rahmenbedingungen, insbesondere Unterschiede bei Gestaltung und Methodenwahl/Didaktik – können von anderen Umweltbildungseinrichtungen abgerufen werden und in eigene Maßnahmen einfließen.
Weitere Informationen: auf den
Seiten des Ministeriums und im
Vortrag von Erika Rock, Gleichstellungsbeauftragte und zuständig für die Implementierung von Gender Mainstreaming im bayerischen Umweltministerium, bei der Gender Mainstreaming-Tagung des Ministeriums im Februar 2005 (PDF, 160 KB)
Berlin
www.berlin.de/sen/gender Berliner Geschäftsstelle Gender Mainstreaming, die den landesweiten Implementierungsprozesse von Gender Mainstreaming und Gender Budgeting in der Berliner Verwaltung koordiniert; u.a. viele Dokumente zum Gender-Budgeting in Berliner Verwaltungen
www.stadtentwicklung.berlin.de Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Themenseite zu Gender Mainstreaming
www.berlin.de/sen/justiz/index.php Internetseite der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz-
Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm 2008 – 2011. Strategien für ein geschlechtergerechtes Berlin (PDF, 104 KB)
Masterplan zum Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm. Berlin 2009 (PDF, 339 KB)
Erster Bericht über Gender Mainstreaming in der Berliner Politik und Verwaltung (Berichtszeitraum 2002/2003) (PDF, 104 KB)
Zweiter Bericht über Gender Mainstreaming (einschließlich Gender Budgeting) in der Berliner Politik und Verwaltung. Berlin 2004 (PDF, 339 KB)
Dritter Bericht über Gender Mainstreaming und Gender Budgeting in den Senats- und Bezirksverwaltungen. Dezember 2005 (PDF, 787 KB)
Vierter Bericht über die Umsetzung von Gender Mainstreaming einschließlich Gender Budgeting in der Berliner Verwaltung. Berichtszeitraum 2005/2006. August 2007 (PDF, 1.08 MB)
Fünfter Bericht über Gender Mainstreaming und Gender Budgeting in der Berliner Politik und Verwaltung. Berichtszeitraum 2006/2007. Juni 2008 (PDF, 405 KB)
Brandenburg
www.masf.brandenburg.de Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie
www.mugv.brandenburg.de Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
www.mil.brandenburg.de Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft
Bremen
www.zgf.bremen.de Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF)
www.bauumwelt.bremen.de Senatsverwaltung für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa Aktivitäten im Umweltministerium
Das Umweltministerium hat zwei Pilotprojekte zum Gender Mainstreaming durchgeführt. In einem ging es um die Umgestaltung eines städtischen Grünzugs, an der die Bürgerinnen und Bürger beteiligt waren und bei der die geschlechtsspezifischen Interessen berücksichtigt wurden. Das zweite beschäftigte sich mit Geschlechtergerechtigkeit in einem Förderprogramm des Landes Bremen zur Angewandten Umweltforschung (s. unter
Projekte).
Hamburg
www.hamburg.de/justizbehoerde Behörde für Justiz und Gleichstellung
www.hamburg.de/bgv Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
www.hamburg.de/gleichstellung Informationen zum Thema Gleichstellung
www.hamburg.de/bsu Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
Hessen
-
www.sozialministerium.hessen.de Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, Themenseite „Chancengleichheit und Gender Mainstreaming“
www.hmulv.hessen.de Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Mecklenburg-Vorpommern
-
www.mv-regierung.de Seite des Ministeriums für Arbeit, Gleichstellung und Soziales
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz - Weitere Informationen:
Vortrag von Dr. Gabriele Hussel, Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, bei der Gender Mainstreaming-Tagung des MUNLV im Februar 2005 (PDF, 130 KB)
www.impuls-mv.de Internetseite von IMPULS MV, einer Fachstelle des Landesfrauenrates Mecklenburg-Vorpommern e.V., u.a. zum Thema „Gleichstellung und Mobilität im ländlichen Raum“
Niedersachsen
-
www.ms.niedersachsen.de Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Seite zu Gleichstellung/Gender Mainstreaming
www.ml.niedersachsen.de Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung
www.umwelt.niedersachsen.de Niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz
Nordrhein-Westfalen
www.frauennrw.de Frauen-Internetportal des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen Frauenministerium Nordrhein-Westfalen:
Dritter Bericht zur Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes in der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf 2012. - Verwaltungsmodernisierung und Gleichstellung in den Kommunen. Best practice Beispiele aus Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf 2002. Best.nr. 450.
Bezug:
broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de - Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst. Zweiter Bericht zur Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes in der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf 2008. Bestellung und Download:
broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de
- Mehr zu Gender Mainstreaming
in Nordrhein-Westfalen und
im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
masgff.rlp.de Gender-Seiten des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie
mifkjf.rlp.de Gender-Seiten des Ministeriums für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen
www.gender-mainstreaming.rlp.de Portal der Landesregierung zu Gender Mainstreaming
www.muf.rlp.de Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten
www.mwkel.rlp.de Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung- Dokumente der Landesregierung Rheinland-Pfalz zum Thema Gender Mainstreaming:
gender-mainstreaming.rlp.de Aktivitäten im Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz
Ein Gemeinschaftsprojekt „Spielleitplanung“ des Ministeriums für Umwelt und Forsten und des Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend zielte auf eine kind- und jugendgerechte räumliche Gesamtentwicklung von Gemeinden und Städten unter Beteiligung von Mädchen und Jungen. Hierbei wurden neben raumplanerischen Belangen auch die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse von Mädchen und Jungen systematisch berücksichtigt.
- Weitere Informationen:
Vortrag von Karl-Josef Hermes, Gender-Mainstreaming-Beauftragter im Ministerium für Umwelt und Forsten, bei der Gender Mainstreaming-Tagung des MUNLV im Februar 2005 (PDF, 156 KB) - Umfangreiche Informationen und Material auch auf der Internetseite zum Projekt:
www.spielleitplanung.de
Saarland
-
http://www.saarland.de Gender-Seite der Landesregierung -
Bericht zur Umsetzung des Gender-Mainstreaming-Ansatzes im Bereich der Landesverwaltung (PDF, 65 KB)
www.umwelt.saarland.de Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr.
Sachsen
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www.soziales.sachsen.de Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
www.smul.sachsen.de Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
Sachsen-Anhalt
-
Ministerium für Justiz und Gleichstellung, Gender Mainstreaming-Startseite:
www.sachsen-anhalt.de
www.sachsen-anhalt.de Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
Erster Bericht über die Umsetzung des „Konzeptes der Landesregierung zur systematischen Einbeziehung des Ziels der Chancengleichheit von Frauen und Männern in sämtliche Politikbereiche (Gender Mainstreaming)“ 2000/2001 (PDF, 56 KB)
Zweiter Bericht über die Umsetzung des „Konzepts der Landesregierung zur systematischen Einbeziehung des Ziels der Chancengleichheit von Frauen und Männern in sämtliche Politikbereiche (Gender Mainstreaming)“. Magdeburg 2004. (PDF, 98 KB)
Schleswig-Holstein
- Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung
www.schleswig-holstein.de/MSGFG/DE/Gleichstellung/Frauen_node.html - Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
www.schleswig-holstein.de/MELUR/DE/MLUR_node.html
Thüringen
-
www.thueringen.de Gleichstellungsbeauftragte des Landes Thüringen
www.thueringen.de Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz
