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06.05.2013

Pressemitteilung

Minister Remmel: „Kraft-Wärme-Kopplung ist wichtiger Baustein für die Energiewende ‚made in NRW’“

Landesregierung fördert kommunale Kraft-Wärme-Kopplungs-Projekte mit insgesamt 25 Millionen Euro. Zwischenergebnis des Wettbewerbs „KWK-Modellkommunen“: 21 Konzepte werden bei der Feinplanung unterstützt.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will mit dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) die beschleunigte Energiewende in Nordrhein-Westfalen vorantreiben. Dazu hat Umweltminister Johannes Remmel den Wettbewerb „KWK-Modellkommune“ ausgerufen, über den kommunale KWK-Projekte mit insgesamt 25 Millionen Euro gefördert werden sollen. 51 Kommunen reichten insgesamt 48 Projektvorschläge ein, eine Jury hat nun 21 vielversprechende Konzepte ausgewählt.

„Der Ausbau der KWK ist ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Energiewende ‚made in NRW’“, sagte Minister Remmel. „Mit der Kraft-Wärme-Kopplung können wir ungenutzte Energieeffizienzpotenziale nutzen – das haben auch die Kommunen erkannt.“ Eine Studie im Auftrag des Umweltministeriums und der EnergieAgentur.NRW zeigt: 35 Prozent der CO2-Emissionen und 35 Prozent der Rohstoffe könnten theoretisch in NRW eingespart werden.

Aachen, Alpen, Bad Laasphe, Bergheim, Bielefeld, Bottrop, Brakel, Düsseldorf, Eschweiler, Geldern, Herten, Hamminkeln, Iserlohn, Krefeld, Much, Münster, Oberhausen, Olfen, Saerbeck und die Gemeinschaftskonzepte von Solingen, Remscheid und Wuppertal sowie Ostbevern und Telgte sind nun aufgefordert, in die Detailplanung zu gehen. Für die Erarbeitung eines Feinkonzeptes wird eine Förderung bis zu 90 % gewährt. Auf dieser Grundlage sollen dann drei ausgesuchte KWK-Spitzenkonzepte mit Modellcharakter gefördert werden. Zudem kann ein Konzept mit einem besonders hohen Innovationscharakter mit dem Sonderpreis „KWK-Innovation“ ausgezeichnet werden. Für die Erarbeitung der Feinkonzepte haben die Kommunen acht Monate Zeit.

„Mit dem Wettbewerb ‚KWK-Modellkommune’ wollen wir die Kommunen beim Auf- und Ausbau ihrer KWK-Anteile an der Stromerzeugung unterstützen,“ so Remmel. Gefördert werden sollen dabei insbesondere Projekte, die Modellcharakter besitzen und im Sinne einer Blaupause auf andere Kommunen übertragbar sind. Remmel: „Vor allem in Großstädten ist der Ausbau von Fernwärme sinnvoll. In kleineren Kommunen bietet sich dagegen der Einsatz von KWK-Einzelanlagen an, zum Beispiel in Landwirtschafts- oder Gartenbaubetrieben, die neben ihren Ställen oder Gewächshäusern zusätzlich noch den Nachbarn mit Wärme versorgen können."

Die 48 Grobkonzepte zeigen, wie variabel Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt werden kann – zum Beispiel im Gesamtgebiet der Kommune, in einzelnen Stadtteilen oder in einzelnen Quartieren. Sie umfassen einzelne Maßnahmen oder ein integriertes Bündel von mehreren Maßnahmen. „Mit diesem Wettbewerb haben wir den Startschuss dafür gesetzt, den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung intensiv auf der kommunalen Ebene voranzutreiben“, sagte Minister Remmel.
Die EnergieAgentur.NRW und der Jülicher Projektträger ETN standen im Vorfeld des Wettbewerbs den Kommunen beratend zur Seite. Die Bewertung der Feinkonzepte sowie die spätere Auswahl der Modellkommunen erfolgt durch eine Jury.

Weitere Informationen:

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