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- Düsseldorf, 27.11.2007
Pressemitteilung
Erster NRW-Tierschutzpreis verliehen – Umweltminister Uhlenberg zeichnet Gnadenhof, Stadttaubenprojekt und Schüleraktionen aus
Umweltminister Eckhard Uhlenberg hat heute in Düsseldorf den ersten NRW-Tierschutzpreis verliehen. Damit ehrt das Land Personen und Institutionen, die sich durch großes ehrenamtliches Engagement oder durch besonders innovative Tierschutzprojekte verdient gemacht haben. Zusätzlich werden Aktionen von Jugendlichen ausgezeichnet. Die Preisträger erhalten jeweils 3.000 Euro zur Unterstützung ihrer Arbeit.
„Mehr als eine Million Menschen in Deutschland sind in Tierschutzvereinen und -verbänden organisiert. Sie kümmern sich um ausgesetzte und kranke Tiere, vermitteln ihnen ein schönes Zuhause oder sensibilisieren ihre Mitmenschen für das Thema. Diese Arbeit zu würdigen ist das Anliegen unseres Tierschutzpreises. Die heute hier ausgezeichneten Akteure stehen damit stellvertretend für die vielen großen und kleinen Helfer im ganzen Land“, so Umweltminister Eckhard Uhlenberg.
In der Kategorie ehrenamtliche Tätigkeit wurde das Tierhaus e.V. von Carmen Weltersbach in Bad Münstereifel ausgezeichnet. Dieser Gnadenhof bietet rund 150 Tieren ein Zuhause, darunter Pferde, Schafe, Hunde und Katzen. Der Hof wurde 1991 gegründet und nimmt sowohl Haus- als auch Nutztiere auf. Viele der Tiere sind traumatisiert und haben zuvor unter unwürdigen Bedingungen gelebt. Für die Finanzierung ihrer Arbeit setzt Carmen Weltersbach unter anderem auch ihr Privatvermögen ein und verzichtet dafür auf viele andere Dinge.
[Mehr Informationen unter
www.tierhaus-ev.de.]
Der Preis für Projekte, die sich besonders um die artgerechte Tierhaltung verdient gemacht haben, geht an die Arbeitsgruppe Stadttauben aus Aachen, vertreten durch Elisabeth Heß. Sie hat ein Konzept zum Umgang mit Stadttauben entworfen, das deutschlandweit bereits von vielen Städten übernommen wurde. Dazu gehört das Angebot von Taubentürmen als Brutplatz und der Austausch von Eiern gegen Gipsattrappen. Dadurch werden den Tauben bessere Lebensbedingungen geboten, zugleich kann die Taubenpopulation unter Kontrolle gehalten werden und es fällt weniger Taubenkot in den Innenstädten an.
[Mehr Informationen unter
www.stadttauben.de.]
Die Auszeichnung der Kategorie Jugend und Schule geht an die Tierschutzgruppe „Schüler für Tiere“ des Gymnasiums Rodenkirchen in Köln. Die Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 18 Jahren haben es sich zum Ziel gesetzt, ihre Altersgenossen über das Thema Tierschutz zu informieren. Zu den Aktivitäten gehören unter anderem Flugblattaktionen, Hunde-Patenschaften im Tierheim und die Organisation einer Demonstration gegen Pelztierhaltung. Die Jugendlichen waren mit einem Stand auf dem Kölner Weihnachtsmarkt und dem evangelischen Kirchentag vertreten und haben dort die Besucher über Tierschutzthemen informiert. Zurzeit sammelt die Gruppe Unterschriften für die Aufnahme des Themas Tierschutz in die Lehrpläne der Schulen.
[Mehr Informationen unter
www.schueler-fuer-tiere.de.]
Einen zusätzlichen mit 500 Euro dotierten Sonderpreis vergab die Jury an das Projekt der Gemeinschaftsgrundschule Bernberg aus Gummersbach. Die Kinder der Klasse 3c haben im Fernsehen vom Schicksal ausgesetzer Hunde erfahren. Spontan haben sie daraufhin Hundegeschichten geschrieben und auf einer CD heraus-gebracht. Der Erlös des Verkaufs geht an das Welpenwaisenhaus NRW. Hier wurde dafür unter anderem einer blind geborenen Hündin eine Augenoperation bezahlt.
[Mehr Informationen unter
www.welpenwaisenhaus.de.]
Der Tierschutzpreis NRW soll von nun an im zweijährigen Rhythmus vergeben werden. Knapp 40 Vorschläge für die Auszeichnung mit dem Tierschutzpreis 2007 gingen beim Umweltministerium ein. Eine Jury aus Mitgliedern des nordrhein-westfälischen Landestierschutzbeirats und einem Vertreter des Ministeriums hat die Vorschläge geprüft und die drei Gewinner sowie den zusätzlichen Sonderpreis vorgeschlagen. Diesem Votum hat sich Minister Eckhard Uhlenberg gerne angeschlossen.
