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25.02.2010

Pressemitteilung

Landtag verabschiedet Programm "Lebendige Gewässer"

Der Umweltausschuss des Landtags hat gestern ein langfristiges und ambitioniertes Programm für die ökologische Entwicklung der Gewässer und den Schutz des Grundwassers in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Unter dem Motto "Lebendige Gewässer" kann nun der Bewirtschaftungsplan und das Maßnahmenprogramm zur Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) umgesetzt werden.

"Mit dem Programm ,Lebendige Gewässer’ gestalten wir unser Land attraktiver und werden unserer Verantwortung für die Umwelt gerecht", erklärte Umweltminister Eckhard Uhlenberg. "Im Mittelpunkt stehen die nordrhein-westfälischen Bäche und Flüsse, die wieder lebendiger gestaltet werden. Vielfältige Strukturen stabilisieren die ökologischen Funktionen der Gewässer, sie tragen zur Artenvielfalt und zum Hochwasserrückhalt bei. Außerdem gestalten und verbinden lebendige Bäche und Flüsse die Städte und Gemeinden in den Regionen", so Uhlenberg.

Eine Bestandsaufnahme hatte ergeben, dass in Nordrhein-Westfalen die europäischen Anforderungen an die Abwasserreinigung bereits erfüllt sind. Verbesserungsbedarf besteht bei den Nährstoffausträgen aus der Landwirtschaft. Dazu hat Minister Uhlenberg die Landwirtschaftskammer beauftragt, die Gewässerschutzberatung zu intensivieren. Dafür stellt das Land jährlich 3 Millionen Euro zur Verfügung.

Zu dem Ende 2008 veröffentlichten Wasser-Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm für die Jahre 2010 – 2015 hatten mehr als 1200 Institutionen und Bürger Stellungnahmen abgegeben. Die Menschen in Nordrhein-Westfalen wollen eine gute Wasserqualität und ökologisch entwickelte Gewässer.

Für die ökologischen Funktionen der Gewässer werden mehr als 2.200 Kilometer der nordrhein-westfälischen Gewässer in drei Bewirtschaftungsperioden (2010 – 2015; 2016 – 2021; 2021 – 2027) renaturiert. Außerdem wird die Durchgängigkeit der Gewässer für Fische verbessert. Die Maßnahmen werden die Gewässer sichtbar verändern. Gute Beispiele gibt es schon überall im Land, zum Beispiel an der Lippeaue, aber auch an vielen kleineren Gewässern in den Regionen. Die Kommunen und Wasserverbände sind nun aufgefordert, bis 2012 Fahrpläne für die ökologische Gestaltung ihrer Gewässer aufzustellen. Insgesamt sind dazu bis zum Jahr 2027 voraussichtlich 2,1 Milliarden Euro zu investieren. Das Land wird sich an den Maßnahmen der Kommunen und Wasserverbände mit bis zu 80 Prozent Fördermitteln beteiligen, pro Jahr ist das ein Betrag von 80 Millionen Euro.

Weitere Informationen zur EU-Wasserrahmenrichtlinie und Beispiele für erfolgreiche Renaturierungsmaßnahmen sind zu finden im Internet unter Interner Link www.umwelt.nrw.de und Externer Link - öffnet in neuem Fenster www.flussgebiete.nrw.de.

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