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Lebensraum Wald

Lebensraum Wald. Foto: Jeffrey van Daele / panthermedia.net

Wälder sind ein bedeutender Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt. Sie stellen einen besonders naturnahen und häufig artenreichen Landschaftstyp dar. Ziel ist es, Wälder zu erhalten, nachhaltig zu bewirtschaften und für Naturschutzziele besonders zu schützen. Die Landesregierung erstellt hierzu für die Wälder derzeit eine Waldstrategie 2050.


Biodiversität von Wäldern und Waldnaturschutz

Wälder sind im Vergleich zu anderen Landschaftstypen und Landnutzungsformen besonders naturnah und in Abhängigkeit vom einzelnen Waldtyp häufig auch sehr artenreich. Für den Erhalt von Biodiversität haben Waldökosysteme insbesondere im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen eine sehr große Bedeutung. Über verschiedene Schutzkategorien wie dem Nationalpark Eifel, Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten werden Ziele des Arten- und Biotopschutzes in besonderem Maße umgesetzt. Für den Waldnaturschutz in NRW sind insbesondere auch die jüngst ausgewiesenen Wildnisentwicklungsgebiete von Bedeutung. Naturwaldzellen dienen darüber hinaus der Dauerbeobachtung natürlicher Waldprozesse.

Bei der Waldbewirtschaftung kommt der waldbaulichen Verwendung standortangepasster Baumarten und der Herausbildung arten- und strukturreicher Mischbestände eine besondere Bedeutung zu.

Waldzustandserhebungen und forstliche Großrauminventuren wie Bundes- und Landeswaldinventur stellen Informationen zur Waldentwicklung bereit.

Die Landesregierung erstellt derzeit die Waldstrategie 2050 und lässt eine neue Landeswaldinventur durchführen.


Wildnisgebiete in Nordrhein-Westfalen

Das Land NRW hat im Staatswald Nordrhein-Westfalen bisher rund 170 Naturwaldzellen und Wildnisgebiete sowie einen Nationalpark ausgewiesen. Damit entwickelt sich derzeit auf über 16.000 Hektar (rund 11%) der staatlichen Waldflächen der „Urwald von morgen“. Der Mensch hält sich zurück und beobachtet, wie die Natur sich von selbst entfaltet.

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Der Landeswaldbericht NRW

In jeder Legislaturperiode legt die Landesregierung nach den Vorgaben des Landesforstgesetzes dem nordrhein-westfälischen Landtag den Landeswaldbericht vor. Er gibt detaillierten Einblick in den biologischen Zustand des Waldes, die Strukturen der Forstwirtschaft und die politischen Zielsetzungen.

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Forstliche Großrauminventuren

Eine Politik für die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder benötigt Kenntnisse über Zustand, Struktur, Dynamik und Leistungsfähigkeit der Wälder auf regionaler und nationaler Ebene. Diese sind Basis für Arbeits- und Finanzplanungen und beeinflussen andere Bereiche, wie die Wirtschafts-, Verkehrs-, Umwelt- und Strukturpolitik. Die forstlichen Großrauminventuren auf Landes- und Bundesebene liefern dafür die grundlegenden Informationen.

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Buche mit Früchten. Foto: Jan Preller

Waldzustandserhebung

Die jährliche Waldzustandserhebung erfolgt in NRW seit 1984 und stellt die wichtigsten Grunddaten über die Stabilität und Gesundheit unserer Waldökosysteme zur Verfügung – auch unter dem Gesichtspunkt der Folgen des Klimawandels. In einem Stichprobenraster an 525 Aufnahmepunkten werden landesweit etwa 9.500 Bäume begutachtet.

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Buchenlaubwald mit Bachlauf

Ökologischer Waldbau

Die Wälder in NRW sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Grundlage unverzichtbarer Schutzfunktionen zum Beispiel als Zwischenspeicher von Niederschlägen und des Klimagases CO2, als Erholungsraum für die Menschen und als Produktionsstätte für den nachwachsenden Rohstoff Holz. Eine nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung schafft standort- und funktionsgerechte, strukturreiche und klimaplastische Wälder.

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