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Wer macht was - Fischerei

Verwaltung. Foto: Boris Zerwann / Panthermedia

Oberste Fischereibehörde ist das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Ihr obliegt die Fachaufsicht über die oberen und unteren Fischereibehörden. Sie bestimmt die Grundsätze der Fischereipolitik und ist zuständig für die Rechtsetzung mit Auswirkung auf die Fischerei und Aquakultur, Fach- und Förderprogramme im Fischereibereich sowie die Geschäftsführung des Beirats für das Fischereiwesen.


Überwachungsaufgaben und Serviceangebote

Die obere Fischereibehörde ist die Bezirksregierung. Ihr obliegt die Aufsicht über die unteren Fischereibehörden. Die Bezirksregierung als obere Fischereibehörde wacht über die Beachtung der Ge- und Verbote des Landesfischereigesetzes und anderer die Fischerei betreffende Rechtsvorschriften – zum Beispiel Bundesnaturschutzgesetz, Landschaftsgesetz, Wasserhaushaltsgesetz und Landeswassergesetz. Darüber hinaus ist sie auch an der Umsetzung europäischer Rechtsvorschriften wie der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) beteiligt

Die untere Fischereibehörde ist die Kreisordnungsbehörde. Die Tätigkeit der unteren Fischereibehörde dient der Durchsetzung der im Landesfischereigesetz geregelten Hegepflicht der Gewässer, der zweckmäßigen Gestaltung von Fischereibezirken, der Festlegung von Bedingungen zur Fischereipacht, der Durchsetzung der waidgerechten Durchführung der Fischerei, der Durchführung der Fischerprüfungen und der Aufsicht über die Fischereigenossenschaften. Auf Vorschlag des Fischereiverbandes NRW beruft diese einen Fischereiberater. Zudem kann sich die untere Fischereibehörde zur Erfüllung ihrer Überwachungsaufgaben amtlich verpflichteter Fischereiaufseher bedienen.

Der Beirat für das Fischereiwesen (Fischereibeirat) hat die Aufgabe, die oberste Fischereibehörde (Ministerium) zu beraten und ist in grundsätzlichen fischereifachlichen Fragen zu hören.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bietet in seinem Fachbereich 26 „Fischereiökologie“ einen Fischgesundheitsdienst an, den beispielsweise Fischzuchtbetriebe, Fischereigenossenschaften und Angelvereine regelmäßig in Anspruch nehmen. Der Fachbereich Fischereiökologie ist auch für die überbetriebliche Ausbildung von Fischwirten zuständig.

Für die Abwicklung von Zuwendungen aus Mitteln der Fischereiabgabe und zur Förderung der Fischwirtschaft, Fischerei und Aquakultur in NRW aus dem Europäischen Fischereifonds (EFF) ist die Landwirtschaftskammer NRW als Bewilligungsstelle zuständig.


Fischerei und Aquakultur

Fischerei wird in Nordrhein-Westfalen im Wesentlich durch über 250.000 Anglerinnen und Angler, die auf rund 54.000 Hektar Wasserfläche die Fischbestände hegen und nutzen. Daneben findet am Rhein sowie in einigen Talsperren auch noch eine Bewirtschaftung mit Methoden der Berufsfischerei statt. In den rund 2.000 bis 3.000 Aquakulturbetrieben in NRW werden Fische und Krebstiere produziert und meist regional vermarktet.

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