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Jagd

Nachhaltigkeit, Natur- und Tierschutz im Blick: Die Jagd in Nordrhein-Westfalen

Die nachhaltige Nutzung wildlebender Tiere ist ein wichtiges Motiv für ihre Erhaltung und den Schutz ihrer Lebensräume. Jagd und Fischerei sind daher als dauerhafte, Natur erhaltende Nutzung zu betreiben - unter Beachtung der Landeskultur, des Natur- und Artenschutzes sowie des Tierschutzes. Die Ausübung der Jagd ist dort gerechtfertigt, wo sie notwendig ist (z.B. Reduktion überhöhter Schalenwildbestände), und auch dort sinnvoll, wo sie ohne Schaden für Tierschutz, Natur und Kultur betrieben wird.

Fast alle nicht besiedelten Flächen werden bejagt. Das sind im Wesentlichen die landwirtschaftlich genutzten Flächen, die Waldflächen und Gewässer. Sie machen etwa 2,7 Mio. Hektar aus; das sind 78 % der Landesfläche. In Naturschutzgebieten oder Nationalparks ist die Jagd regelmäßig eingeschränkt bzw. verboten.

Nach geltendem Recht darf die Jagd nur in Jagdbezirken ausgeübt werden. In Nordrhein-Westfalen gibt es ca. 8.200 Jagdbezirke (Reviere). Die durchschnittliche Größe liegt bei 325 Hektar. In unserem Land gibt es ca. 80.000 Jägerinnen und Jäger; der Anteil der Jägerinnen liegt bei 6 % - Tendenz steigend. Der Wert des bei der Jagd erlegten Wildbrets beläuft sich auf über 10 Mio.€ pro Jahr.


Jagdwild in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist trotz seiner dichten Besiedlung ein wildreiches Land. Im Bundesvergleich leben hier nicht nur die meisten Menschen, sondern auch die meisten Hasen, Kaninchen, Fasanen und Ringeltauben.

In den offenen Gebieten des Flachlandes (Niederrheinische und Westfälische Bucht) dominieren Hasen und Kaninchen, Fasanen, Ringeltauben und Stockenten. In den stärker bewaldeten Mittelgebirgen (Eifel, Bergisches Land, Sauer- und Siegerland, Weserbergland) leben vor allem Wildschweine und Rothirsche, Damhirsche und Muffelschafe sind seltener. Der aus Ostasien stammende Sikahirsch kommt nur an zwei Stellen vor, im Arnsberger Wald und im Raume Höxter. Rehe sind im ganzen Land verbreitet. Neubürger sind Waschbär und Marderhund, Grau-, Kanada- und Nilgans. Der Niederrhein und die Weseraue sind bedeutende Rast- und Überwinterungsgebiete für die ganzjährig geschonten arktischen Wildgänse. In den Wintermonaten rasten hier ca. 150.000 Bläss- und Saatgänse.


Die wichtigsten Wildarten in Nordrhein-Westfalen und die durchschnittlichen Jahresstrecken:

Rotwild: ca. 3.000
Schwarzwild: ca. 26.000
Rehwild: ca. 80.000
Feldhasen: ca. 150.000
Wildkaninchen: ca. 100.000
Füchse: ca. 50.000
Fasanen: ca. 150.000
Ringeltauben: ca. 500.000
Stockenten: ca. 30.000


Die Aufsicht über die Jagd führen die Kreise und kreisfreien Städte als untere Jagdbehörden. Obere Jagdbehörde ist der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, oberste Jagdbehörde ist das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen:

Externer Link - öffnet in neuem Fenster Obere Jagdbehörde


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