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Geschützte Arten und Biotope

Feuersalamander. Foto: Jan Preller / Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Der Schutz von Arten und Lebensräumen (Biotopen) wird auf europäischer Ebene unter anderem durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) und die Vogelschutz-Richtlinie (V-RL) geregelt. Diese bilden die Grundlage für den Aufbau des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000. Die Vorgaben der EU werden im Bundesnaturschutz-Gesetz (BNatSchG) sowie im Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen (LG NW) umgesetzt und konkretisiert.


Gesetzlicher Schutz für die Natur in NRW

Der Schutz der Lebensräume und Arten erfordert neben rechtlichen und vertraglichen Sicherungen weitere art- und lebensraumspezifische Handlungsstrategien. Zur Erhaltung der gefährdeten Arten formuliert das Artenschutzprogramm NRW (§ 63 LG NW) geeignete Schutz-, Pflege- und Entwicklungsziele sowie erforderliche Schutzmaßnahmen. In Biotopschutzkonzepten werden allgemeine Grundsätze für Schutz, Pflege und Entwicklung und Vernetzung der verschiedenen Lebensräume entwickelt und fortgeschrieben. Eine besondere Rolle spielt dabei der landesweite Biotopverbund (§ 2b LG NW), der aktuell einen Flächenanteil von etwa 11% der Landesfläche abdeckt. In den kommenden Jahren wird das Biotopverbundkonzept unter Berücksichtigung der Anforderungen an den Klimawandel weiterentwickelt

Vor allem die Vorgaben zum Umgang mit gesetzlich geschützten Arten (§ 44 BNatSchG) und mit gesetzlich geschützten Biotopen (§ 62 LG NW) haben große Bedeutung für die Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, für Planungs- und Genehmigungsbehörden und auch für die Bürgerinnen und Bürger. Hierzu hat das Land Nordrhein-Westfalen mehrere Online-Informationssysteme entwickelt, die durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) betrieben werden.


Laubfrosch (Hyla arborea).

Gefährdete Arten

Das Artensterben schreitet auch in NRW weiter voran. Nach der aktuellen "Roten Liste" sind etwa 45 % gefährdet, vom Aussterben bedroht oder ausgestorben. 9 % der Tier- und Pflanzenarten gelten in NRW bereits als verschollen oder ausgestorben. Zwar konnte das Land mit einer aktiven Naturschutzpolitik eine weitere Verschlechterung bei verschiedenen gefährdeten Arten abwenden. Andere drohen zu verschwinden, wenn nicht zügig gegengesteuert wird.

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Paragraphenzeichen. Foto: Norbert Buch / panthermedia.net

Arbeits- und Planungshilfen

Europäische Artenschutzrecht, Bundesnaturschutzgesetz und Landesnaturschutzgesetz werden in Nordrhein-Westfalen in verschiedenen Verwaltungsvorschriften umgesetzt. Als Arbeits- und Planungshilfen für Antragsteller, Planungsbüros, Behörden und Verbände bietet das NRW-Umweltministerium einige Veröffentlichungen an, die für Sie auf dieser Seite zusammengestellt wurden.

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Europäischer Wolf. Foto: Panthermedia/Jürgen Weber

Wölfe in Nordrhein-Westfalen

Dass sich der Wolf in den nächsten Jahren auch in NRW dauerhaft ansiedelt, ist wahrscheinlich. Schon längere Zeit leben im benachbarten Niedersachsen mehrere Wolfsrudel. Und seit 2009 wurden auch in NRW immer mal wieder durchziehende Einzelwölfe gesichtet oder nachgewiesen. Seit dieser Zeit bereitet sich die Landesregierung auf die dauerhafte Rückkehr dieser seit 180 Jahren in NRW ausgestorbenen Tierart vor.

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