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Betreuung Privatwald

Wald

Das Bundeswaldgesetz und das Landesforstgesetz sehen vor, dass die Forstwirtschaft aufgrund der vielfältigen Leistungen des Waldes für die Gesellschaft und den Naturhaushalt nachhaltig gefördert und sachkundig betreut wird. Dies geschieht seitens der Landesforstverwaltung kostenfrei durch Rat und Anleitung sowie gegen Entgelt durch tätige Mithilfe.


Serviceleistungen des Landes für den Privatwald

NRW ist aufgrund historischer Entwicklungen mit insgesamt fast 600.000 Hektar (beziehungsweise rund 65 %) das Land mit dem höchsten Privatwaldanteil in Deutschland. Der private Waldbesitz weist allerdings nur sehr kleine Durchschnittsgrößen auf. Nach einer Bestandsübersicht der Einheitsbewertung der Finanzbehörde NRW besitzen rund 148.000 Eigentümerinnen und Eigentümer Waldflächen mit weniger als 30 Hektar, lediglich rund 2.500 verfügen über größere Flächen.

Infolge dieser kleinflächigen Besitzstrukturen sind viele Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ohne forstliche Fachausbildung auf eine sachkundige Betreuung angewiesen. Eine wirkungsvolle Maßnahme zur Überwindung der Strukturschwäche sind forstliche Zusammenschlüsse. Über 350.000 Hektar Wald sind inzwischen Teil eines Zusammenschlusses. Für sie wie für andere private Waldbesitzer bietet der Landesbetrieb Wald und Holz NRW Dienstleistungen an. So übernimmt er in der Regel für die forstlichen Zusammenschlüsse die kooperative Holzvermarktung und die forstliche Betreuung.

Das Land NRW kommt damit dem gesetzlichen Auftrag nach, der sich aus § 13 des Landesforstgesetzes (LFoG) ergibt, die Strukturschwäche des Privatwaldes zu überwinden. Kleinerer Waldbesitz wird damit in die Lage versetzt, auch geringe Holzmengen über die kooperative Holzvermarktung marktfähig zu machen. In rund 450 durch den Landesbetrieb betreuten forstlichen Zusammenschlüssen mit insgesamt rund 350.000 Hektar Waldfläche sind derzeit mehr als 63.000 Waldbesitzer als Mitglied oder Anteilseigner organisiert.

Die gemeinsame Holzvermarktung kann jedoch auch von Forstbetriebsgemeinschaften ohne unmittelbare Hilfe des Staates wahrgenommen werden. Zwischenzeitlich haben forstliche Zusammenschlüsse auch eigene Vermarktungsorganisationen gegründet.

Körperschaftswald

Zum Körperschaftswald in NRW zählen derzeit 481 Kommunen, Regional- und Landesverbände, aber auch verschiedene Zweckverbände mit fast 180.000 Hektar Wald - rund 20 % der Waldflächen in NRW. Er unterliegt mit nur kleinen Abweichungen den Bewirtschaftungsgrundsätzen des Staatswaldes, wozu beispielsweise auch die Sicherung der Wohlfahrtswirkungen und der Erholungsfunktion zählen. Über 90 Kommunen mit rund 140.000 Hektar Waldfläche beschäftigen eigenes Personal, über 380 kleinere Kommunen mit lediglich 36.000 Hektar Wald sind Mitglieder in forstlichen Zusammenschlüssen und werden über deren Verträge durch den Landesbetrieb Wald und Holz direkt betreut. Darüber hinaus übernimmt der Landesbetrieb in einigen Kommunen lediglich die Betriebsleitung, die Beförsterung erfolgt durch gemeindeeigenes Personal.

Weitere Informationen:


Karteireiter mit der Aufschrift 'Verwaltung'

Forstverwaltung und Landesbetrieb Wald und Holz

Die Forstverwaltung ist in NRW zweistufig aufgebaut. Oberste Forstbehörde ist das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Untere Forstbehörde ist der Landesbetrieb Wald und Holz. Die Landesforstverwaltung ist als Einheitsforstverwaltung organisiert: Die Forstämter nehmen hoheitliche Funktionen wahr, bewirtschaften aber auch den landeseigenen Staatswald und betreuen privaten und kommunalen Waldbesitz.

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