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Förderung der Forstwirtschaft

Für den Naturschutz im Wald, für forstliche Maßnahmen im Privat- und Körperschaftswald, für die Waldbewirtschaftung in forstlichen Zusammenschlüssen und für Aufforstungen gibt es Fördermöglichkeiten für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW als Teil der nordrhein-westfälischen Landesforstverwaltung verwaltet, genehmigt und überwacht werden.


Leistungen für die Allgemeinheit

Nach dem Landesforstgesetz soll die Forstwirtschaft aufgrund ihres volkswirtschaftlichen Nutzens und insbesondere im Hinblick auf die Bedeutung des Waldes für die Umwelt, die Artenvielfalt, das Klima, die Reinhaltung der Luft, den Wasserhaushalt, die Bodenfruchtbarkeit, das Landschaftsbild und die Erholung der Menschen nachhaltig gefördert werden.

Die Fördermaßnahmen umfassen die thematischen Blöcke

  • naturnahe Waldbewirtschaftung (zum Beispiel Umbau von Reinbeständen in stabile Mischbestände und Bodenschutzkalkung),
  • Naturschutzmaßnahmen im Wald (Anlage von Biotopen, Erhalt von Alt- Horst- und Höhlenbäumen)
  • Erstaufforstung und Einkommensverlustprämie
  • Forstwirtschaftlicher Wegebau (zum Beispiel Instandsetzung von Waldwegen) und die
  • Förderung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse.

Die Finanzierung dieser Maßnahmen erfolgt zum Teil aus reinen Landesmitteln, darüber hinaus aber auch mitfinanziert durch Mittel der Europäischen Union und des Bundes aus der Förderung nach dem Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“.

Die forstlichen Förderrichtlinien für den Privatwald in NRW beschreiben die einzelnen Fördermaßnahmen nach Art und Umfang und die einzuhaltenden Rahmenbedingungen.

Aufforstung. Foto: Suntrup / Landesbetrieb Wald und Holz

Aufforstung. Foto: Suntrup / Landesbetrieb Wald und Holz

Förderung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse

Nordrhein-Westfalen hat mit 67% den höchsten Anteil von Privatwald in Deutschland. Er weist sehr kleine Strukturen mit einem hohen Anteil von privatem Waldbesitz auf. Es ist deshalb seit vielen Jahrzehnten gesetzlicher Auftrag der Landesforstverwaltung, Maßnahmen zur Überwindung der Strukturschwäche im Privatwald durchzuführen. So sind mehr als 65.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer mit etwa 350.000 Hektar Waldflächen in rund 270 Forstbetriebsgemeinschaften und einer Vielzahl anderer Zusammenschlüsse vereint, für die der Landesbetrieb Wald und Holz NRW mit seinem Personal die Holzvermarktung und die forstliche Betreuung übernimmt. Für diese Hilfestellung („tätige Mithilfe“) werden nach dem Landesforstgesetz Entgelte erhoben, die aber nicht den Vollkosten des Landesbetriebes entsprechen. Die aktive Unterstützung dient also in der Summe der indirekten Förderung der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse.

Das Land NRW hat inzwischen auch Pilotprojekte zur direkten Förderung der Betreuung forstlicher Zusammenschlüsse in Modellregionen des Sauerlandes eingerichtet. Seit 2010 praktizieren hier 25 Forstbetriebsgemeinschaften eine eigenständige und direkt geförderte Holzvermarktung, sieben davon haben sich auch in ihrer forstlichen Betreuung direkt fördern lassen. Forstwissenschaftler der Universität Freiburg haben nunmehr in einer begleitenden Evaluierung seit 2011 den Verlauf und die Ergebnisse dieser Pilotprojekte dokumentiert.



Forstverwaltung und Landesbetrieb Wald und Holz

Die Forstverwaltung ist in NRW zweistufig aufgebaut. Oberste Forstbehörde ist das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Untere Forstbehörde ist der Landesbetrieb Wald und Holz. Die Landesforstverwaltung ist als Einheitsforstverwaltung organisiert: Die Forstämter nehmen hoheitliche Funktionen wahr, bewirtschaften aber auch den landeseigenen Staatswald und betreuen privaten und kommunalen Waldbesitz.

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