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Regionalplanungsprozesse

Buchenwald. Foto: Jan Preller / Landesbetrieb Wald und Holz

Wälder benötigen für ihre Entwicklung lange Zeiträume, oft mehr als 100 Jahre. Aufgrund ihrer hohen Bedeutung für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft, für die sie vielfältige Funktionen erbringen, ist ihre Erhaltung in dieser langfristigen Perspektive ein zentrales Anliegen des Gesetzgebers. Die nachhaltige Sicherung und Entwicklung von Waldflächen hat daher auch in der Raumordnung und Landesplanung einen hohen Stellenwert.


Berücksichtigung in Regional- und Bauleitplanung

Zentrales Anliegen der Waldgesetzgebung ist die Erhaltung der Waldflächen. Dort, wo aus unterschiedlichen, oft historischen Gründen geringe Waldanteile zu finden sind, soll der Wald vermehrt werden. Aufgabe des Umweltministeriums als oberste Landesbehörde ist es, diese Ziele in der Landespolitik zu vertreten und gemeinsam mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW die Belange der Wälder wahrzunehmen.

Sowohl der Landesentwicklungsplan NRW als auch die Regionalpläne der Bezirksregierungen enthalten Ziele und Grundsätze zu Wald und Waldbewirtschaftung. Der Regionalplan stellt als forstlicher Rahmenplan zudem die regionalen Erfordernisse und Maßnahmen zur Sicherung der Wälder dar. Die Waldflächen werden im regionalplanerischen Maßstab als "Waldbereiche" ausgewiesen. Die Festlegung weiterer Waldbereiche richtet sich nach den regionalen Erfordernissen, wobei insbesondere in waldarmen Gebieten der Waldanteil vergrößert werden soll. Die Forstbehörden erarbeiten forstfachliche Beiträge zu den jeweiligen Regionalplänen und geben ihre Stellungnahmen in Regionalplanänderungsverfahren ab. In den Bauleitplänen der Gemeinden werden Wälder zeichnerisch und textlich ebenso berücksichtigt wie in den Landschaftsplänen der Kreise und kreisfreien Städte.