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Waldzustandserhebung

Buche mit Früchten. Foto: Jan Preller

Die jährliche Waldzustandserhebung erfolgt in NRW seit 1984 und stellt einige wichtige Grunddaten über die Stabilität und Gesundheit unserer Waldökosysteme zur Verfügung. Dies ist besonders wichtig in Zeiten des bereits spürbaren Klimawandels, da der Zustand von standortgerechten Bäumen und Wäldern wesentlich von Umwelt- bzw. Klimaeinflüssen abhängt.


Grundlage für klimaangepasste Waldbaukonzepte

Die Ergebnisse des jährlichen Waldzustandsberichts sind Grundlage und Bestand für die Weiterentwicklung von klimaangepassten Waldbaukonzepten in enger Abstimmung mit allen Waldakteuren in Nordrhein-Westfalen. Durch die kontinuierlichen Aufnahmen sind nicht nur Aussagen zum aktuellen Jahr möglich, sondern es können besonders gut die langjährigen Trends bei den einzelnen Baumarten über Zeitreihen dargestellt werden. Diese Erhebungen vermögen zudem wichtige Informationen zur aktuellen Diskussion zu den möglichen Auswirkungen des Klimawandels beizusteuern.

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW (LB WH) ist nach § 60 (4) Landesforstgesetz verpflichtet, die Grunddaten zum Waldzustand zu erheben. Dies erfolgt in einem bundesweiten abgestimmten Verfahren. Die jährliche Waldzustandserhebung durch ein Kronen-Monitoring ist ein Baustein des langjährigen forstlichen Umweltmonitorings in NRW. Auch Daten der Bodenzustandserhebung und die Bundeswaldinventur, die alle zehn Jahre erfolgt, werden als Datengrundlage zur Bewertung der Waldzustandsentwicklung herangezogen.

Das Verfahren der Waldzustandserfassung

Grundlage zur Ermittlung des Waldzustands in Nordrhein-Westfalen ist ein bundesweit einheitlicher Kriterienkatalog. Dieser sieht unter anderem ein regelmäßiges Raster vor, welches in den meisten Jahren einen Abstand von 4 x 4 Kilometer im Gelände besitzt. An 525 Aufnahmepunkten wird landesweit bei etwa 9.500 Bäumen der Kronenzustand von dauerhaft markierten Probebäumen durch speziell geschulte Fachleute beurteilt. Die wichtigsten Kriterien sind die Verlichtung der Baumkronen und die Vergilbung der noch vorhandenen Nadeln und Blätter sowie weitere Faktoren, die Einfluss auf das Erscheinungsbild der Baumkronen haben. Dazu zählen besonders die Fruktifikation, Insekten- und Pilzbefall, Sturm- und Wetterschäden sowie zusätzliche biotische und abiotische Schadereignisse.