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Waldzustand

Waldzustandsbericht 2011

In Nordrhein-Westfalen werden die Auswirkungen von Luftverunreinigungen auf die Wälder regelmäßig und systematisch untersucht. Um für die Gesamtwaldfläche des Landes zuverlässige Informationen zu erhalten, werden Übersichtserhebungen auf einem repräsentativen Stichprobennetz durchgeführt. Hierzu wird die Belaubungsdichte der Baumkronen an identischen Stichprobenpunkten jährlich erhoben und ausgewertet. Darüber hinaus wird alle fünf Jahre der Ernährungsstatus der Waldbäume durch die Analyse von Nadel- und Blattproben festgestellt. Alle fünfzehn Jahre wird der Grad der Bodenversauerung, Schadstoffbelastung und der Nährstoffverarmung durch eine Bodenzustandserhebung analysiert.

Daneben sind Dauerbeobachtungsflächen eingerichtet worden, auf denen sich die komplexen Wechselbeziehungen an typischen Waldökosystemen eingehend erforschen lassen. Die Messdaten zur Luftschadstoffbelastung oder zum Waldklima können beispielsweise dazu beitragen, mögliche Ursachen für Ernährungsstörungen oder Kronenverlichtung aufzuzeigen, die bei den landesweiten Inventuren beobachtet wurden.

Der Waldzustandsbericht fasst in regelmäßigen Abständen die wichtigsten Ergebnisse aus den unterschiedlichen Bereichen des Waldmonitorings in Nordrhein-Westfalen zusammen.

Waldzustandsbericht 2011

Der Zustand des Waldes in Nordrhein-Westfalen hat sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr weiter verschlechtert. Der Kronen- und Benadelungszustand aller relevanten Hauptbaumarten, also von Buche, Eiche, Kiefer und Fichte, hat in historisches Tief seit Beginn der regelmäßigen Untersuchung im Jahr 1984 erreicht. Weniger als ein Viertel aller Waldbäume kann als gesund bezeichnet werden. Gleichzeitig steigen die deutlichen Schäden an.

Der Anteil der ungeschädigten Bäume hat sich im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf nur noch 24 Prozent verschlechtert. Seit Beginn der Erhebung im Jahre 1984 ist der Wert sogar um 35 Prozentpunkte gesunken. Der Anteil deutlich geschädigter Bäume hat um zehn Prozentpunkte auf 33 Prozent zugenommen. Der Bestand der schwach geschädigten Bäume ist um zwei Prozentpunkte auf 43 Prozent gesunken.

Die Eiche ist die einzige Baumart, die sich in diesem Jahr leicht erholen konnte. Die deutlichen Schäden sind um neun Prozentpunkte gesunken auf ein allerdings immer noch sehr hohes Niveau von 45 Prozent. Bei den Eichen ohne Schadmerkmale konnte eine Zunahme um zwei Prozentpunkte auf 18 Prozent verzeichnet werden.

Die Buche hat ein sehr schweres Jahr hinter sich. Die deutlichen Schäden sind sehr stark von 36 Prozent auf 55 Prozent gestiegen. Die Verschlechterungsrate beträgt 19 Prozentpunkte. Auch die gesunden Bäume haben deutliche Anteile verloren, um sechs Prozentpunkte ist der Wert auf nunmehr 22 Prozent gefallen.

Die Fichte hat nun schon im zweiten Jahr hintereinander einen stark verschlechterten Benadelungsstatus. Die deutlichen Schäden sind um acht Prozentpunkte angestiegen und liegen bei 26 Prozent. Gleichzeitig haben sich die Bäume ohne Schaden markant verringert. Mit 31 Prozent ergibt sich eine Veränderung um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Die Kiefer ist auch in diesem Jahr der Baum mit dem höchsten Anteil von mittleren Schäden mit 58 Prozent. Zugenommen in diesem Jahr haben die deutlichen Schäden um drei Prozentpunkte auf 18 Prozent. Der Anteil an gesunden Bäumen hat um fünf Prozentpunkte auf nur noch 24 Prozent abgenommen. Insgesamt haben sich die Werte der Kiefer nur geringfügig geändert, der hohe Anteil an mittleren Schäden ist aber ein unübersehbares Warnsignal.

Weitere Informationen:

Landeswaldbericht

Weitere Informationen über die Struktur des nordrhein-westfälischen Waldes, die stoffliche und energetische Nutzung des Holzes, Waldschäden und Bodenzustand, sowie Ziele und Maßnahmen der Forstpolitik finden Sie im Externer Link - öffnet in neuem Fenster Landeswaldbericht der NRW-Landesregierung aus der 14. Wahlperiode.


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