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21.02.2017
Land bestätigt ersten Wolfs-Nachweis in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2017

Foto eines Wolfs (Canis lupus), aufgenommen am 20.02.2017 bei Bad Oeynhausen. Foto: © Marco Brentführer

Foto eines Wolfs (Canis lupus), aufgenommen am 20.02.2017 bei Bad Oeynhausen. Foto: © Marco Brentführer


Einzelner Wolf durch Fotoaufnahmen nördlich von Bad Oeynhausen bestätigt – Durchziehendes Tier vermutet

In Nordrhein-Westfalen gibt es den 13. Nachweis eines Wolfes seit 2009. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium bestätigte nun, dass nördlich von Bad Oeynhausen im Ortsteil Bad Oexen am 20. Februar ein Wolf durch Fotoaufnahmen eines Autofahrers festgehalten wurde. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat das Material zusammen mit der "Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf" geprüft und einen Wolf bestätigt. Am Beobachtungsort wurden vom zuständigen Wolfsberater weitere Spuren gesucht, um weitere Analysen vornehmen zu können. Ob dies gelingt und ob ausreichend DNA-Material gefunden werden konnte, ist noch offen. Um welches Geschlecht es sich bei dem Wolf handelt, lässt sich auf den Fotos nicht erkennen. Das LANUV geht von einem durchziehenden Tier aus. Eine dauerhafte Rückkehr des Wolfes nach NRW konnte bisher nicht bestätigt werden.

Letzter Wolf in NRW wohl 1835 erlegt

Auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen galt der Wolf seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ausgerottet. Ein genaues Aussterbejahr lässt sich allerdings nicht mehr genau rekonstruieren. 1835 wurde in Ascheberg-Herbern (Westfalen) das letzte Mal die Erlegung eines Wolfes auf dem Gebiet des heutigen NRW dokumentiert, im Rheinland Ende des 18. Jahrhunderts bei Hilden. Aus dem Winter 1963/1964 soll es einen Abschuss eines einzelnen Wolfes in NRW bei Bergheim gegeben haben. Über die Herkunft des Tieres ist hingegen nichts bekannt. Der erste belegte Wolfsnachweis konnte 2009 bestätigt werden, als ein Wolf aus Nordhessen die Grenze von NRW (Kreis Höxter) überquerte. Dieser Wolfsrüde hatte seit 2006 im Reinhardswald in Hessen gelebt und war im April 2011 tot aufgefunden worden.