Zum Inhalt springen

umwelt.nrw

Hauptinhalt

28.09.2017
NRW-Landwirtschaftsministerin Schulze Föcking fordert koordiniertes Vorgehen im Kampf gegen Schweinepest

NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (2.v.r.) mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen am 28.9.2017 in Lüneburg

NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (2.v.r.) mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen am 28.9.2017 in Lüneburg


Agrarministerkonferenz: Afrikanische Schweinepest, Zukunft des ländlichen Raumes, Fipronil und Tierwohl auf der Tagesordnung

Zum Auftakt der Agrarministerkonferenz (AMK) in Lüneburg hat NRW- Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking ein koordiniertes und konsequentes Vorgehen von Bund und Ländern zur Verhinderung einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest gefordert. Die für den Menschen ungefährliche Tierseuche ist eine ernste Bedrohung für die Tiere und für die Fleischwirtschaft in Deutschland", sagte Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking.

"Wir müssen den Schwarzwildbestand weiter reduzieren", so Schulze Föcking weiter. "Hier sind Jägerinnen und Jäger aufgerufen, verstärkt Wildschweine zu jagen, um das Seuchenrisiko zu minimieren." Darüber hinaus appelliert die Ministerin an Urlauberinnen und Urlauber, keine Wurstwaren in der freien Natur zu entsorgen. Auf den Rastplätzen Nordrhein-Westfalens wurden zusätzliche Hinweisschilder angebracht. Wichtig sei zudem, in den Hausschweinebeständen die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist bisher nicht in Deutschland nachgewiesen.

Weiteres zentrales Thema der Agrarministerkonferenz ist die Zukunft des ländlichen Raumes. Ministerin Schulze Föcking: "Wir brauchen starke ländliche Räume. Nur im ländlichen Raum können unsere Lebensmittel erzeugt werden und somit Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft erhalten bleiben. Es ist die Landwirtschaft, die das Kultur- und Heimatgefühl in den verschiedenen Regionen unseres Landes in besonderer Weise prägt."

Zudem findet eine Aussprache zum Fipronil-Skandal statt. Hier sieht Schulze Föcking noch Nachbesserungsbedarf: "Der Skandal hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern künftig besser laufen muss. Wir begrüßen, dass die Mitgliedsstaaten jetzt das Schnellwarnsystem für Lebensmittelverunreinigungen und die Krisenkoordination auf EU-Ebene verbessern wollen." Das NRW-Verbraucherschutzministerium hatte im Skandal um mit Fipronil belastete Eier die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen zeitnah und umfassend informiert.

Ebenfalls im Zentrum des Treffens der Agrarminister steht die Frage der Zukunft der Nutztierhaltung. Dazu Schulze Föcking: "Wir brauchen dringend eine einheitliche nationale Nutztierstrategie. Die vorgelegte Strategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums ist eine gute erste Grundlage, die aber gemeinsam mit den Ländern um konkrete Maßnahmen angereichert werden muss."

Darüber hinaus bekräftigte Schulze Föcking das Engagement Nordrhein-Westfalens beim EU-Schulprogramm. Alleine in NRW erhalten rund 225.000 Schulkinder dreimal wöchentlich kostenlos Obst und Gemüse sowie 5.600 Schulen und Kindertagesstätten vergünstigt Schulmilch.