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03.11.2015
Kamp-Lintfort richtet Landesgartenschau 2020 aus

Kamp-Lintfort im Kreis Wesel wird die Landesgartenschau NRW 2020 ausrichten, das gaben Umweltminister Johannes Remmel und Bauminister Michael Groschek heute in Düsseldorf bekannt. "Das Konzept ist nachhaltig, innovativ und städtebaulich überzeugend", sagte Remmel. "Deswegen gratulieren wir Kamp-Lintfort ganz herzlich. Ich bin mir sicher, dass wir mit den vorgesehenen städte- und gartenbaulichen Veränderungen zwischen denkmalgeschütztem Kloster und ehemaligem Zechengelände eine sehr attraktive Landesgartenschau 2020 erleben dürfen."

Für die Ausrichtung der Landesgartenschau hatten sich, neben Kamp-Lintfort, Bad Honnef sowie die Kooperation der Städte Castrop-Rauxel, Herne, Herten, Recklinghausen mit der Emschergenossenschaft beworben. Eine zehnköpfige, unabhängige Kommission hat die Bewerbungen begutachtet und die Bewerber bereist. "Alle drei Bewerber haben professionelle und spannende Konzepte mit unterschiedlichen Ansätzen vorgelegt", erklärte Minister Groschek. "Die Kommission hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber die Bewerbung von Kamp-Lintfort war im Gesamtpaket am überzeugendsten - auch deshalb, weil die Stadt die Neunutzung der ehemaligen Bergbauflächen als Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung aufgreift."

Ausschlaggebend für die Wahl von Kamp-Lintfort war nach Einschätzung der Kommission, dass eine Landesgartenschau das am besten geeignete Instrument ist, um den städtebaulichen Herausforderungen vor dem Hintergrund der Zechenschließung des Bergwerks "West" wirkungsvoll entgegenzutreten. Kamp-Lintfort will die Umgestaltung der großen, innerstädtischen Brachfläche als Motor für eine nachhaltige und klimagerechte Stadtentwicklung nutzen.

Als besonders reizvoll für die Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort hat die Bewertungskommission die sehr gegensätzlichen Schwerpunkte des Gartenschaukonzeptes empfunden. Durch die Einbindung der überregional bekannten und denkmalgeschützten Anlagen des Kloster Kamp auf der einen und des geplanten Zechenparks auf der anderen Seite werden dem Besucher die unterschiedlichen aber spannenden Gesichter der Stadt präsentiert. Dementsprechend steht die Konzeption unter dem Motto "Tradition, Innovation und Aufbruch".

Die ebenfalls spannenden Konzepte der Mitbewerber, die nicht berücksichtigt wurden, sollen aber nicht verloren gehen. "Die Pläne enthalten viele gute Ideen, die weiter verfolgt werden sollten", sagte Remmel. "Wir wünschen den unterlegenen Bewerbern, dass Sie den Schwung aus der Bewerbung für Ihre weitere Stadtentwicklung mitnehmen können. Es wäre schön, wenn sich einige der Ideen auch ohne eine Landesgartenschau realisieren ließen."

In Nordrhein-Westfalen gibt es seit 1984 Gartenschauen. Sie sind zu einem wichtigen Instrument einer nachhaltigen Stadtentwicklung geworden. Die nächste Landesgartenschau findet 2017 in Bad Lippspringe (Kreis Paderborn) statt.