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Gleichstellung und Gender Mainstreaming im Ministerium

Frauen und Männer sind dem Gesetz nach gleichberechtigt. Foto: Phovoi R./ Panthermedia.net

Das Grundgesetz fordert die Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Der Staat fördert nach Artikel 3 Abs. 2 des Grundgesetzes die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Die Förderung der beruflichen Gleichberechtigung ist für die Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen seit dem 20. November 1999 durch das Landesgleichstellungsgesetz (LGG) geregelt.


Auf gesetzlicher Grundlage

Ziel des Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-Westfalen ist es, das Grundrecht der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu verwirklichen. Nach Maßgabe des Gesetzes und weiterer Vorschriften zur Gleichstellung von Frauen und Männern werden Frauen gefördert, um bestehende Benachteiligungen abzubauen. Ziel des Gesetzes ist auch, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer zu verbessern.

Das Landesgleichstellungsgesetz regelt auch die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten. Sie ist Teil der Verwaltung und unterstützt die Dienststelle bei der Ausführung des Gesetzes sowie aller Vorschriften und Maßnahmen, die Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frau und Mann haben oder haben können. Dies gilt insbesondere für soziale, organisatorische und personelle Maßnahmen, insbesondere bei Stellenausschreibungen, Personalauswahlverfahren und Vorstellungsgesprächen, bei Beurteilungsbesprechungen sowie bei der Aufstellung und Bearbeitung des Frauenförderplans.

Im Ministerium werden die Gleichstellungsaufgaben vom Referat für die Gleichstellung von Frau und Mann wahrgenommen.

Mutter mit Kind im Büro. Foto: kzenon/ Panthermedia.net

In Notfällen steht ein Eltern-Kind-Büro zur Verfügung. (Foto: kzenon/ Panthermedia)

Familienfreundlicher Arbeitsplatz im Ministerium

Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben hat im NRW-Umweltministerium einen hohen Stellenwert. Familienfreundliche Personalpolitik ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels für uns besonders wichtig. Um den Beschäftigen in der Kinderbetreuung Beratung und Unterstützung anbieten zu können, wurde ein externer Beratungs- und Vermittlungsservice beauftragt. Darüber hinaus steht den Beschäftigten ein gut ausgestattetes Eltern-Kind-Büro für kurzfristige Betreuungsnotfälle zur Verfügung.

Auch für Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen gibt es Hilfestellung durch einen Informations- und Beratungsservice, den das Ministerium bietet. Denn häufig sind zuhause mittlerweile nicht nur Kinder zu betreuen, sondern auch ältere Erwachsene. Für viele Beschäftigte bieten ein Telearbeitsplatz und befristete Teilzeitregelungen gute Möglichkeiten, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren.


Weitere Informationen:

Frau Marina Ahlbrecht (Gleichstellungsbeauftragte)
per E-Mail:          ref01@mkulnv.nrw.de
telefonisch:         0211.4566.478 (F. Ciekanowski)
postalisch:          Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft,
                           Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
                           - Referat 01 -
                           40190 Düsseldorf

Logo Girl's Day. Foto: MKULNV

Girl’s Day im Umweltministerium

Jedes Jahr zum Girls’ Day steht das NRW-Umweltministerium Mädchen und jungen Frauen offen, um sich über die naturwissenschaftlich-technischen Berufe im Umweltministerium zu informieren. Denn immer noch entscheiden sich Mädchen viel zu selten für diese interessanten und zukunftssicheren Berufe - und schränken damit ihr berufliches Spektrum unnötig ein.

Die Schülerinnen erhalten Informationen über Berufe im Hause, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Auch werden Berufsfelder aus der Landwirtschaft und den ländlichen Räumen, dem Klimaschutz, dem Verbraucher- und dem Tierschutz vorgestellt. Der IT-Bereich präsentiert sich und seine Ausbildungsberufe. Die Mädchen lernen mit spielerischen Elementen Nachhaltigkeitsthemen, Wasser- und Bodenschutz, die Abfallwirtschaft, Bereiche der Luftreinhaltung und der Gefahrstoffe sowie unterschiedliche Aspekte des Naturschutzes kennen - und schließlich auch das Büro des Ministers.


Gender Mainstreaming im beruflichen Alltag. Foto: Henry Smits-Bode / Panthermedia.net

Gender Mainstreaming im beruflichen Alltag. Foto: Henry Smits-Bode / Panthermedia.net

Stichwort „Gender Mainstreaming“

Der Begriff „Gender Mainstreaming“ (kurz GM) hat sich als international anerkannter Begriff etabliert. Im Deutschen gibt es dafür keine ähnlich prägnante Entsprechung. „Gender“ heißt „soziales Geschlecht“. Die englische Sprache unterscheidet zwischen biologischem Geschlecht (sex) und sozialem Geschlecht (gender). Gender bezeichnet also die Vielfalt der gesellschaftlich und kulturell hergestellten Geschlechter-Rollen. Diese sozialen Rollen sind erlernt und können damit auch verändert werden.

„Mainstreaming“ heißt wörtlich übersetzt "Hauptströmung". Das geschlechterbewusste Vorgehen wird damit zu einem selbstverständlichen Qualitätsmerkmal für das professionelle Verwaltungshandeln aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es ist Bestandteil der Ziele und Dienstleistungen des Ministeriums.

Gender Mainstreaming ist eine Handlungsstrategie, die eine Neugestaltung der Geschlechterverhältnisse erreichen will. Sie strebt an, bei allen fachlichen und politischen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern von vornherein zu berücksichtigen. Es ist zu prüfen, ob und wie sich eine Maßnahme auf das Geschlechterverhältnis auswirkt. Gender Mainstreaming bezieht ausdrücklich Frauen und Männer in den Prozess ein.

Gender Mainstreaming wird vor allem in öffentlichen Verwaltungen angewendet und ist langfristig angelegt. Die Einführung erfolgt Top-down: Zuerst bekennt sich die politische Spitze einer Organisation zur Einführung von Gender Mainstreaming und beschließt, wie die Prozesse gesteuert und evaluiert werden.

Im Ministerium wird die Unterstützung der Umsetzung von Gender Mainstreaming von der Gender Mainstreaming Beauftragten wahrgenommen.