Navigation
Umwelt

Industrielle Großproduktion und Energiewirtschaft prägen
das Bild der bevölkerungsreichen Region Rhein-Ruhr.Umweltschutz in NRW: der ökologische Umbau der Industriegesellschaft
Nordrhein-Westfalen ist das ökonomische Herz Deutschlands und außerordentlich stark von industrieller Großproduktion und Energiewirtschaft, hoher Bevölkerungsdichte und großem Verkehrsaufkommen geprägt. In dieser europäischen Industrie- und Metropolregion ist der Schutz von Mensch und Umwelt ebenso wie die Bewahrung des Naturerbes eine besonders anspruchsvolle Aufgabe. Das Umweltministerium setzt auf das Leitbild eines nachhaltigen Nordrhein-Westfalens – und damit steht es in der Tradition der nordrhein-westfälischen Umweltpolitik. Gerade weil NRW eine Industrie- und Metropolregion ist, hat es bereits vielfältige Lösungen zum Umweltschutz anzubieten. Die nordrhein-westfälische Landesregierung setzt sich zum Ziel, den ökologischen Umbau der Industriegesellschaft konsequenter als bisher voran zu treiben. Um ökologische Verantwortung unmittelbar mit ökonomischer Vernunft zu verbinden, erarbeitet das Umweltministerium ein umfassendes, ressortübergreifendes Umweltwirtschaftsprogramm. Damit soll die starke Position nordrhein-westfälischer Unternehmen auf den Leitmärkten der Zukunft weiter gefestigt werden. Umwelttechnologien, Rohstoff- und Materialeffizienz, moderne Verkehrstechnik und Erneuerbare Energien sollen das Bild Nordrhein-Westfalens genauso nachhaltig prägen wie Chemie, Kohle und Stahl. Große Umweltprobleme sind weiterhin ungelöst: Viele Bürgerinnen und Bürger sind Lärm, Feinstaub, Luftschadstoffen und Umweltgiften ausgesetzt, der Flächenverbrauch zu Lasten natürlicher Freiräume schreitet unvermindert fort. Zahlreiche Altlasten bedürfen der Sanierung. Das Umweltministerium hält deshalb einen neuen ökologischen Aufbruch für erforderlich. Dafür müssen ambitionierte Umweltstandards gesetzt und konkrete Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele verfolgen werden.
Erdgasförderung durch Fracking bis zur Vorlage eines Umwelt-Gutachtens im Sommer 2012 gestoppt
23.11.2011 - Die NRW-Landesregierung hat vorerst alle Bohrungen sowie direkte und indirekte Vorbereitungen für Bohrungen mit der umstrittenen Fracking- Methode bis zur Vorlage eines Gutachtens zu den langfristigen Folgen für Mensch und Umwelt gestoppt. Das haben Wirtschaftsministerium und Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen in einem gemeinsamen Erlass an die Bezirksregierung Arnsberg, die als Bergbehörde landesweit für die Prüfung solcher Genehmigungsanträge zuständig ist, klargestellt.
„Der Schutz der Menschen und der Umwelt hat für die Landesregierung oberste Priorität. Daher wollen wir zunächst die Ergebnisse eines umfassenden Gutachtens abwarten, das die Folgen der umstrittenen Fracking-Methode offenlegt. Dieses Gutachten soll im Sommer 2012 vorliegen“, betonten Umweltminister Johannes Remmel und Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger.
Bis dahin werde es keine behördlichen Entscheidungen über beantragte Genehmigungen für Erdgasbohrungen geben, in denen das umstrittene Fracking geplant, direkt oder indirekt vorbereitet oder technisch möglich ist.
Weiterführende Informationen:
- Interview mit Umweltminister Johannes Remmel im
Deutschlandradio am 24.11.2011: "Die Abwägung fällt aus meiner Sicht immer pro Wasser aus"

Beispiel Autoabgase: Luftschadstoffe belasten die
Gesundheit (Bild: H.G. Oed)Umwelt- und Gesundheit – ein Masterplan für NRW
NRW ist das Bundesland mit der höchsten Verkehrs-, Industrie- und Bevölkerungsdichte. Hier sind die Anforderungen an die Vereinbarkeit von Umwelt und Gesundheit besonders hoch. Der umweltbezogene Gesundheitsschutz stellt daher einen zentralen Schwerpunkt der Umweltpolitik dar. Gesundheitsverträgliche Lebensbedingungen sind nicht nur wichtig für die in NRW lebenden Menschen, sie sind auch ein zentraler Imagefaktor für den Wirtschaftsstandort NRW. Dass die Zusammenhänge von Umwelt und Gesundheit immer klarer werden, dafür ist die Luftbelastung mit Feinstaub und Stickstoffoxiden ein aktuelles Beispiel. Die Europäische Kommission hat dazu aus gutem Grund strenge Grenzwerte verabschiedet, die EU-weit gelten. Das Umweltministerium wird - neben seiner vielfältigen und traditionsreichen Luftreinhaltepolitik - zum besseren Schutz der Bürgerinnen und Bürgern einen landesweiten Masterplan „Umwelt und Gesundheit NRW“ erarbeiten. In diesem Masterplan werden nicht nur die verkehrsbedingten Gesundheitsbelastungen in den Mittelpunkt gestellt, sondern auch solche Themen behandelt wie: Lärm, gesunde Ernährung, nachhaltige Mobilität und gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels. Es ist außerdem an eine enge Verzahnung mit den Themenkomplexen „Umweltmedizin“ und „Umweltgerechtigkeit“ gedacht. .
Weitere Informationen:
Themenbereich „Umwelt und Gesundheit“

Umweltzonen – ein Instrument der
LuftreinhalteplanungIm Interesse der Gesundheit: Umweltzonen in Nordrhein-Westfalen
In vielen Städten unseres Landes sind die Luftbelastungen durch den Autoverkehr ein ernst zu nehmendes Umwelt- und Gesundheitsproblem. Dort, wo die Feinstaub- und Stickstoffdioxidkonzentrationen die von der Europäischen Union festgelegten Grenzwerte überschreiten, muss das Land Nordrhein-Westfalen Luftreinhaltepläne erarbeiten, in denen Minderungsmaßnahmen festgelegt werden. Derzeit sind solche Pläne für 36 Städte und Gemeinden Nordrhein-Westfalens aufgestellt worden bzw. in Arbeit.
Die Mehrheit der Pläne stellt verkehrsbezogene Maßnahmen in den Vordergrund, um die Belastungen durch den motorisierten Straßenverkehr zu senken. Dazu gehört auch die Ausweisung von Umweltzonen – verbunden mit Fahrverboten für Fahrzeuge mit besonders hohen Emissionen.
Weitere Informationen:
Themenbereich „Umweltzonen“

Wasser – die Grundlage allen Lebens (Bild: H.G. Oed)Ziel für NRW: Die ökologische und nachhaltige Wasserwirtschaft!
Wasser ist die Grundvoraussetzung allen Lebens. Wir schätzen das Wasser zum Trinken, Kochen und Baden. Flüsse und Seen sind Erholungsräume und Transportwege, sie sind ein wesentliches Element unseres Ökosystems. Nordrhein-Westfalen verfügt über zahlreiche Wasservorkommen und eine anerkannte Wasserwirtschaft. Die nordrhein-westfälische Landesregierung verfolgt ein Konzept der nachhaltigen und ökologischen Wasserwirtschaft. Flüsse, Bäche und ihre Auen sollen wieder zu zentralen Lebensadern werden. Die Landesregierung wird hierzu einen „Masterplan Wasser NRW“ entwickeln, der ein umfassendes Programm zur Reduzierung der Einleitung gefährlicher Stoffe, eine Verbesserung der Gewässerqualität und des Lebensraums Fließgewässer enthält. Maßgebend sind die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie für einen nachhaltigen Gewässer- und Grundwasserschutz. Dies erfordert eine Überarbeitung der bisherigen Planungen - in Kooperation mit allen Akteuren - und eine sichere Finanzierung.
Weitere Informationen:
Themenbereich „Wasser“

Verwerten vor Entsorgen – Die Abfallwirtschaft wird zur
Kreislaufwirtschaft. (Bild R. Oberhäuser)Der Abfall von heute ist der Rohstoff von morgen!
Die Kreislaufwirtschaft ist für ein dicht besiedeltes und stark industriell geprägtes Land wie Nordrhein-Westfalen ökologisch und ökonomisch wichtig. Die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen und steigende Rohstoffpreise stellen NRW auch künftig vor Herausforderungen, denen wir mit einer optimierten Abfallvermeidung und einer noch stärkeren Nutzung von Abfällen als Rohstoff- und Energiequelle begegnen wollen. Nur Abfälle, die nicht verwertbar sind, werden umweltverträglich beseitigt. Mit dem Ausstieg aus der Deponierung biologisch abbaubarer Abfälle und der Energiegewinnung aus Deponiegas bei den bestehenden Deponien hat die Abfallwirtschaft bereits bedeutende Beiträge zum Klimaschutz geleistet.
Weitere Informationen:
Themenbereich „Abfall“
Alle Themen im Bereich Umwelt:
Abfall
Anlagensicherheit
Betrieblicher Umweltschutz
Bio- und Gentechnologie
Bodenschutz / Altlasten
Elektromagnetische Felder
Flächenverbrauch
Gefährliche Stoffe
Gerüche
Immissionsschutzrecht
Jugend forscht / Schüler experimentieren
Lärm
Licht
Luftqualität
PFT
Umwelt und Gesundheit
Umweltbildung
Umweltinformationen / Umweltberichte
Umweltradioaktivität
Umwelttechnologien
Umweltverträglichkeitsprüfung
Umweltzonen
Wasser
Wirtschaft und Umwelt
Zuständigkeit der Umweltverwaltung
