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Deponien

Deponien

Deponien dienen zur dauernden Ablagerung nicht mehr verwertbarer Abfälle. Sie sind das letzte Glied in der Kette der Abfallentsorgung. In der Vergangenheit stellten Deponien in NRW nach Menge und Vielfalt die bedeutsamsten Abfallentsorgungsanlagen dar. Als besonders problematisch haben sich die Hausmülldeponien erwiesen, da die dort abgelagerten Abfälle ohne Vorbehandlung über lange Zeiträume zu besonders problematischen Ausgasungen oder Schadstoffausträgen mit dem Sickerwasser führen konnten. Dieses galt insbesondere für Deponien mit unzureichenden Abdichtungen zum Untergrund und an der Oberfläche.
Mit dem Verbot der Ablagerung unvorbehandelter Abfälle seit dem 31.05.2005 ist die Ära der klassischen Hausmülldeponie zu Ende gegangen. Anforderungen an Abdichtungssysteme sind erheblich verschärft worden. Die Umorientierung zur Kreislaufwirtschaft, Vorbehandlungstechniken und die einhergehende Verbesserung von Verwertungstechniken hatten zur Folge, dass die Menge nicht verwertbarer Abfälle, die dann auf Deponien abzulagern sind, zurückgegangen ist. Seit einigen Jahren beträgt die auf den Deponien in Nordhrein-Westfalen abgelagerte oder verwertete Abfallmenge etwa 18 Mio. t pro Jahr. Deponien bleiben auf hohem Sicherheitsniveau für regionale Abfallentsorgungsstrukturen nach wie vor unentbehrlich.

Weitere Informationen:



Bedarfsanalyse für Deponien zur Entsorgung von mineralischen Abfällen, die nicht als Recyclingmaterial eingesetzt werden können

In verschiedenen Regionen in Nordrhein-Westfalen gibt es Planungen bzw. Genehmigungsverfahren für Deponien der Deponieklasse I (DK I-Deponien) für die Entsorgung von mineralischen Abfällen, die nicht als Recyclingmaterial eingesetzt werden können. Neben der Erweiterung oder Wiederinbetriebnahme bestehender Deponien ist auch die Errichtung von DK I-Deponien an neuen, bisher anderweitig genutzten Standorten geplant.

Im Rahmen der Zulassungs- bzw. Planfeststellungsverfahren ist vom Antragsteller ein Bedarfsnachweis zu erbringen, der von den zuständigen Behörden zu prüfen ist. Dabei besteht häufig Unsicherheit hinsichtlich des zukünftigen Bedarfs für DK I-Deponien und dessen regionaler Verteilung.

Das NRW-Umweltministerium hat deshalb eine Bedarfsanalyse für DK I-Deponien erstellen lassen, deren Ergebnisse insbesondere die Zulassungs- bzw. Planfeststellungsbehörden bei der Beurteilung von Bedarfsnachweisen unterstützen sollen. Den Vorhabensträgern können die Ergebnisse als Orientierungsrahmen dienen.

Weitere Informationen:


Broschüre: Photovoltaik auf Deponien - technische und rechtliche Grundlagen

Die Landesregierung will den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung in Nordrhein-Westfalen bis 2025 auf mindestens 30 Prozent erhöhen. Dazu gehört auch der Ausbau von Solarenergie. Deponien sind als Standort besonders gut für den Betrieb von Photovoltaikanlagen geeignet: Sie bieten ausreichend große Flächen, die für andere Nutzungen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Das Umweltministerium NRW hat nun eine Broschüre zu Photovoltaikanlagen auf Deponien veröffentlicht. Sie informiert über technische und rechtliche Grundlagen für die Errichtung solcher Anlagen.

Weitere Informationen:



Deponieverordnung

Die technischen Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb von Deponien sind in der bundesweiten Deponieverordnung vom 27.04.2009 (BGBl. I S.900) geregelt, die durch Artikel 7 der Verordnung vom 02.05.2013 (BGBl. I S.973) geändert worden ist. Mit der Deponieverordnung werden auch europaweite Vorgaben, wie die EG-Deponierichtlinie (1999/31/EG), die EU-Quecksilber-Richtlinie und die EU-Industrieemissionsrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt.

Weitere Informationen:

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