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Flächenrecycling
Für eine nachhaltige Flächenentwicklung muss die Erhaltung der Ressource Boden stärkere Berücksichtigung finden. Neben der generellen Reduzierung der Flächeninanspruchnahme gehören dazu auch qualitative Aspekte wie die Wiedernutzung industrieller Brachflächen und die Schonung besonders wertvoller und schutzwürdiger Böden. Auch die stärkere Nutzung von Entsiegelungspotenzialen und die entsprechende Berücksichtigung in der Eingriffsregelung gehören dazu.
Einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Neuinanspruchnahme von Freiflächen leistet die Reaktivierung von Industrie-, Verkehrs- und Militärbrachen - das sogenannte "Flächenrecycling". Dies aber nur, wenn die aufbereiteten Flächen vermarktet und die angestrebten Nutzungen realisiert werden können. Viele durch den wirtschaftlichen Strukturwandel brach gefallene Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen können gleichwohl in einzelwirtschaftlicher Betrachtung nicht rentierlich aufbereitet werden.
Um für die Flächenreaktivierung weiterhin öffentliche Mittel einsetzen zu können wird beständig darauf hingewirkt, dass die Altlastensanierung als Förderzweck in möglichst vielen flächenbezogenen
Förderprogrammen verankert bleibt oder wird.Im Zusammenhang mit der geplanten Wiedernutzung solcher Brachflächen werden verlässliche Informationen über mögliche Bodenverunreinigungen und die Verhältnisse im Untergrund (Fundamente, Tanks, Leitungen) benötigt. Die Befürchtung langwieriger und kostenintensiver Standortuntersuchungen und daraus ggf. resultierender Sanierungsbedarf schreckt jedoch viele Grundstückseigentümer, Investoren oder die Behörden vor der Wiedernutzung einer Brachfläche ab. Im Leitfaden "Innovative Untersuchungsstrategien - Vor-Ort-Untersuchungen auf Altstandorten und Altablagerungen zur Unterstützung des Flächenrecyclings" des LANUV werden Untersuchungsmethoden dargestellt, die flächendeckend sowie Zeit und Kosten sparend altlastbedingte Risiken einer Brachfläche aufzeigen.
Weitere Informationen zum Thema Flächenverbrauch:
