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Landnutzung und Flächenverbrauch

Allianz für die Fläche
Flächenverbrauch ist die unwiederbringliche Zerstörung natürlichen Grund und Bodens und der unumkehrbare Verlust unverbauter Landschaftsräume. Er beeinträchtigt oder vernichtet landwirtschaftliche Produktionsmöglichkeiten, wirkt sich nachteilig auf Biotop-, Landschafts- und Naturschutz aus, verringert Erholungs-, Ruhe- und Frischluftbereiche und trägt durch ausufernde Siedlungsstrukturen zum Klimawandel bei.
Der Flächenverbrauch verharrt weiterhin bundesweit und in Nordrhein-Westfalen auf einem hohen Niveau. In Nordrhein Westfalen sind im lang-jährigen Mittel ca. 15 Hektar Freiraum täglich in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt worden. Deshalb ist es unsere vorrangige politische Aufgabe, wirksame Maßnahmen zur Begrenzung des Flächenverbrauchs zu ergreifen. Dabei fällt den Kommunen eine Schlüsselrolle zu, weil sie bei ihren Entwicklungsplanungen die wesentlichen flächenrelevanten Entscheidungen treffen.
Mit der am 09.05.2006 gegründeten landesweiten "Allianz für die Fläche" ist eine Plattform zur öffentlichen Darstellung des Themas sowie zum Austausch von Erfahrungen und Meinungen geschaffen worden, die intensiv genutzt wird und an deren Fortsetzung größtes Interesse aller Beteiligter besteht.
Weitere Informationen finden Sie
hier.
Kommunalbefragung zur Nachhaltigen Gewerbegebietsentwicklung in NRW
Mit Unterstützung des Städte- und Gemeindebundes NRW sowie des Städtetags NRW hat das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) im Auftrag des Landesumweltministeriums im November 2011 eine schriftliche Befragung aller Kommunen in Nordrhein-Westfalen zum Thema "Nachhaltige Entwicklung von Gewerbegebieten" durchgeführt. Mit einem Rücklauf von etwa 43% war die Befragung erfolgreich. Derzeit wird die Befragung ausgewertet. Ziel ist es, den derzeitigen Stand der nachhaltigen Entwicklung von Gewerbegebieten und die damit zusammenhängenden Probleme und Potenziale der Nachhaltigkeit zu erfahren. Auf dieser Grundlage will das Land Nordrhein-Westfalen eigene Initiativen der Kommunen zielgenauer und praxisnäher unterstützen. Die Ergebnisse werden demnächst vorgestellt werden.
- Zur Ansicht:
Fragebogen (PDF, 173 KB) - Weitere Informationen:
www.nachhaltige-gewerbegebiete.de
Pro Tag werden mehr als 11 Hektar Landesfläche bebaut -
Minister Remmel: "Der Flächenverbrauch ist zu hoch, wir brauchen mehr Platz für Natur, Erholung und Landwirtschaft"14.06.2011 - Im Jahr 2010 sind jeden Tag 11,5 Hektar Landesfläche mit Straßen oder für Siedlungen bebaut worden. Das geht aus Daten des Statistischen Landesamtes (IT.NRW) hervor, die das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ausgewertet hat. "Der Flächenverbrauch ist nach wie vor zu hoch. Wir verlieren täglich Platz für Natur, Erholung und Landwirtschaft. Das ist ein dauerhafter Verlust für die Menschen in Nordrhein-Westfalen", sagte Umweltminister Johannes Remmel.

Wie Gemeinden Gewerbeflächen entwickeln:
Wirtschaftlich, umweltfreundlich, sozial08.12.2010 - Elf Städte, Kreise und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen zeigen, wie in der Zukunft Gewerbeflächen entwickelt werden. Die Ansätze sind so unterschiedlich wie die Herausforderungen in den Kommunen: Von der Sanierung von Altlasten über den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zur Förderung sozialer Aspekte wie einer besseren Anbindung an öffentlichen Nahverkehr oder der Einrichtung von Kinderbetreuungen.
