Navigation

Direktlinks Zum Inhalt springen. | Zur Seitennavigation springen. |
Farbleiste: dunkelblau = Klima, blau = Umwelt, grün = Naturschutz, orange = Verbraucherschutz, dunkelorange = Landwirtschaft

Lärm

Lärmschutz in Nordrhein-Westfalen

Laut einer Repräsentativumfrage des Umweltbundesamtes ist Lärm heute eines der größten Umweltprobleme in einem Industrieland wie Deutschland. Im Zuge der industriellen und verkehrlichen Entwicklung und des stark veränderten Freizeitverhaltens nehmen die Lärm-Belastungen insbesondere in den urbanen Ballungsräumen Nordrhein-Westfalens weiter zu. Lärm beeinträchtigt unser Wohlbefinden. Lärm ist ein Stressfaktor und Ursache für Erkrankungen.

Während die Lärmbelastung von Bürgerinnen und Bürgern im Umkreis industrieller und gewerblicher Anlagen bereits deutlich reduziert werden konnte, ist das größte, bisher ungelöste Lärmproblem heute der Verkehr, auf der Straße, auf der Schiene und zunehmend auch der Flugverkehr. Neue Veranstaltungsformen verursachen heute bei Sport- und Freizeitanlagen vermehrt abendliche und nächtliche Lärmprobleme.

Eines der vorrangigen umweltpolitischen Ziele in Nordrhein-Westfalen ist es, die Lärmbelastung in den Städten und Gemeinden zu senken. So werden beispielsweise zur Senkung des Verkehrslärms derzeit in vielen Kommunen die Quellen des Lärms in sogenannten Lärmkarten erfasst und daraus mit Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern Aktionspläne entwickelt, die im Internet veröffentlicht werden. Gegen die Belastung durch Fluglärm werden Lärmschutzzonen ausgewiesen, in denen bauliche Nutzungsbeschränkungen herrschen und baulicher Schallschutz vorgeschrieben wird.



17. Tag gegen Lärm - Umweltminister Remmel: "Lärm macht krank"

28.4.2014 - Lärm zählt zu den größten Gesundheitsrisiken in unserer mobilen Gesellschaft. Schwerwiegende Folgen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen und Stress. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass Umweltlärm im Westen Europas jedes Jahr zum Verlust von über einer Million gesunden Lebensjahren führt. "Lärm ist eine ernste Bedrohung für unsere Gesundheit, Lärm macht krank. Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger vor allem in den Städten besser schützen. Jede Verringerung von Lärm ist ein Gewinn für das persönliche Wohlbefinden und für die Gesundheit", sagte Umweltminister Johannes Remmel am heutigen Tag gegen Lärm.

Lärmminderungsstrategie der Landesregierung

Besonders in einem verkehrs- und bevölkerungsreichen Land wie Nordrhein-Westfalen ist Lärm nach wie vor ein großes Umweltproblem. Ungefähr 1,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind in NRW gesundheitsschädigenden Lärmpegeln ausgesetzt. In vielen Ballungsgebieten gibt es sogar Mehrfachbelastungen durch verschiedene Lärmquellen. Deshalb setzt sich die Landesregierung mit einer umfassenden Lärmminderungsstrategie für eine wirksame Lärmschutzpolitik und eine Verminderung des Umgebungslärms ein. So unterstützt das Umweltministerium die Städte und Gemeinden beispielsweise bei der Erstellung von Lärmkarten und der nachfolgenden Aktionsplanung. Darüber hinaus setzt sich das Ministerium auch für eine Weiterentwicklung der verkehrsrechtlichen Regelungen ein. Ein erster wichtiger Schritt war dabei die Abschaffung des sogenannten Schienenbonus im letzten Jahr.

Laut einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) fühlen sich in Deutschland 54 Prozent der Bürgerinnen und Bürger durch Straßenlärm gestört oder belästigt.

Neben dem Straßen- und Güterverkehr zählen auch Flugzeuge zu massiven Lärmverursachern. Der Sachverständigenrats für Umweltfragen fordert deshalb unter anderem eine stärkere Beteiligung der Betroffenen bei der Festlegung von Flugrouten sowie die Einführung von verbindlichen Lärmgrenzwerten zum Schutz der Gesundheit.

Nachholbedarf in der Lärmsanierung besteht auch vor allem beim Straßenverkehr. Den Städten und Gemeinden fehlen jedoch oft die notwendigen Finanzmittel für Lärmschutzmaßnahmen an kommunalen Straßen. Ein aktuelles Rechtsgutachten des NRW-Umweltministeriums kommt nun zu dem Ergebnis, dass hierbei eine Mitfinanzierung durch den Bund möglich ist.

Aktionsbündnis "NRW wird leiser"

Lärm mindern oder vermeiden und damit sich und andere schützen, kann jeder Einzelne. Im Rahmen des Aktionsbündnisses "NRW wird leiser" fördert das Umweltministerium daher das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger, Lärm individuell und freiwillig zu reduzieren. Umweltminister Johannes Remmel: "Das Aktionsbündnis ist Teil unserer umfassenden Lärmminderungsstrategie. In einer Zeit, in der es immer hektischer und lauter wird, brauchen Menschen und Natur unbedingt mehr Ruhe. Wir müssen deshalb noch stärker für dieses Problem sensibilisieren, denn jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten, um Lärm im Alltag zu mindern."

Weitere Informationen:


Umgebungslärmportal informiert über Belastung vor Ort und Lärmaktionspläne

Über die Lärmbelastungen vor Ort können sich Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen im Umgebungslärmportal NRW informieren. Es zeigt unter anderem landesweite Lärmkarten für besonders verkehrsreiche Straßen, Flughäfen, Industrie und Gewerbe, wie

  • die Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern,
  • Hauptverkehrsstraßen mit einer Gesamtlänge von ca. 8000 Kilometern,
  • die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn.

Die Lärmkarten bilden für Städte und Gemeinden eine wichtige Grundlage, um Lärmprobleme bei kommunalen Planungen zu berücksichtigen und gezielt Maßnahmen zur Minderung der Lärmbelastung zu entwickeln. Sie entstanden im Zuge der zweiten Stufe der Umsetzung der EG-Umgebungslärmrichtlinie in Nordrhein-Westfalen.



Weitere Informationen:



Freizeitlärm

Freizeitaktivitäten haben in unserer heutigen Zeit erheblich an Bedeutung zugenommen. Aktive Freizeitgestaltung ist für viele Menschen Teil ihrer Lebensqualität. Diese Freizeitaktivitäten fallen meistens in eine Zeit, in der andere wiederum ihre nach Stress, Hektik und Lärm wohlverdiente Ruhe suchen. Deshalb fühlen sich heute oftmals Bürgerinnen und Bürger im Umfeld von Freizeitanlagen durch Lärm belästigt. Verschärft wird die Lärmsituation oftmals durch Veranstaltungen mit hohen Besucherzahlen (z.B. Open-Air-Konzerte) und das damit verbundene hohe Verkehrsaufkommen.



Weitere Informationen:



Gesundheitsrisiko Fluglärm

Die Verbesserung des Lärmschutzes der Bevölkerung ist ein wichtiges Ziel der Landesregierung. Dies gilt gerade in den dicht besiedelten Ballungsräumen an Rhein und Ruhr. Dem Fluglärm kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, da bei einem Vergleich mit anderen Lärmquellen der Fluglärm höhere Belästigungen hervorruft. Wie jeder Lärm, dem wir auf Dauer ausgesetzt sind, ist Fluglärm aber auch ein Problem für die menschliche Gesundheit. Schutz vor Fluglärm ist daher zugleich vorbeugender Gesundheitsschutz! Eine wichtige Aufgabe des Landes ist der Vollzug des Fluglärmgesetzes, das die Siedlungssteuerung als Instrument des vorbeugenden Lärmschutzes sowie die Erstattung der Aufwendungen für baulichen Schallschutz durch die Flugplatzhalter zum Ziel hat.



Weitere Informationen:



Broschüre gibt Tipps zum Lärmschutz

Lärm ist ein Dauerproblem: Er beeinträchtigt unser Wohlbefinden und ist Ursache für viele Erkrankungen. Die kostenlose Broschüre des NRW-Umweltministeriums "Besser leben mit weniger Lärm" erklärt, wann Lärm schädlich ist und gibt konkrete Tipps, wie man ihn reduzieren kann, z.B. wie laut Musikanlagen eingestellt werden sollen, wann der Rasen gemäht werden darf und wie man sich und andere vor Autolärm schützt. Zudem nennt sie Ansprechpartner bei Problemen mit Lärm in der eigenen Umgebung.

Weitere Informationen:



Weitere Themen im Bereich Lärm:

Seite drucken Seite drucken Seite versenden Seite versenden Seite merken Seite merken