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Heizen mit Holz

Heizen mit Holz. Foto: Marietjie Opperman/ Panthermedia.net

Mit Holz betriebene Heizkamine oder Kaminöfen sorgen nicht nur für behagliche Wärme. Sie dienen dem Klimaschutz, weil nur wenig Kohlendioxid anfällt. Gleichzeitig wird durch die Nutzung heimischer Hölzer die Wirtschaft vor Ort gestärkt. Angesichts steigender Gas- und Heizöl-Preise kann auch Geld gespart werden.


Holz als Energieträger

Impulse für die energetischen Verwendungspfade von Holz gehen vor allem von den Gesetzen zur Umsetzung des Integrierten Energie- und Klimaprogramm (IEKP) der Bundesregierung (sog. »Merseburger Beschlüsse«) aus, insbesondere dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie dem Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWG). Holz war bereits im Jahr 2012 in Deutschland der bedeutendste erneuerbare Energieträger: 38% der Gesamtbereitstellung erneuerbarer Energie sowie 75% der Wärmebereitstellung erfolgen durch Holz. Heute werden einschließlich Altholz sowie Holzneben- und restprodukten mehr als 50 % der Holzproduktion direkt oder am Ende ihrer jeweiligen Produktlebensdauer für energetische Nutzung bereitgestellt. Der Anteil gegenüber der stofflichen Nutzung durch Holzprodukte vergrößert sich, wobei der Bedarf für beide Nutzungsarten steigt.

Holz im Kaminofen. Foto: Manuela Lange/ Panthermedia.net

Mit Kaminöfen lässt sich Holz effizient zur Wärmegewinnung nutzen. (Foto: Manuela Lange/ Panthermedia.net)

Unerwünschte Emissionen

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen strebt zwar den verstärkten Holzeinsatz bei Wärmeerzeugung an. Doch ist das Heizen mit Holz (und anderen festen Brennstoffen) auch mit unerwünschten Emissionen verbunden. Es sind besonders Kohlenmonoxid und insbesondere Feinstaub, die sowohl  zu Gesundheitsgefährdungen führen als auch die Umwelt belasten können.

Daher sind beim Heizen mit festen Brennstoffen, insbesondere mit Holz wichtige gesetzliche Anforderungen zu beachten. Sie stehen in der neu gefassten Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen: der 1. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes.


Vermeidung von Feinstaub und von Kohlenmonoxid

Kleine Feststofffeuerungsanlagen tragen zur Feinstaubbelastung bei und es entsteht Kohlenmonoxid. Wesentlichen Anteil daran haben handbeschickte Einzelraumholzfeuerungsanlagen älterer Bauart. Mehrere Maßnahmen tragen dazu bei, die Feinstaub- und Kohlenmonoxidemissionen aus Feststofffeuerungsanlagen zu vermindern.

Zu den notwendigen Minderungsmaßnahmen gehört in erster Linie, dass man nur solche Feuerungsanlagen errichtet und betreibt, die auf vollständige Verbrennung des vom Anlagenhersteller empfohlenen Brennstoffs ausgerichtet sind. Der Anlagenbetreiber muss die Eignung der Anlage im Rahmen einer Typprüfung  nachweisen und der Kunde sollte die Aushändigung der Typprüfungsbescheinigung unbedingt verlangen, da sie dem Schornsteinfeger bei der Überprüfung der Anlage vorzulegen ist.

Die Betreiber von Anlagen, die von Hand beschickt werden, können durch eine richtige Bedienung großen Einfluss auf die Senkung der Rauchgas-Emissionen nehmen. Dies gilt insbesondere für kleine handbeschickte Holzfeuerungsanlagen wie Kamin- und Kachelöfen. Deshalb enthält die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen eine Verpflichtung der Anlagenbetreiber, sich hinsichtlich der sachgerechten Bedienung der Feuerungsanlage, der ordnungsgemäßen Lagerung des Brennstoffs sowie der Besonderheiten beim Umgang mit festen Brennstoffen von einer Schornsteinfegerin oder einem Schornsteinfeger im Zusammenhang mit anderen Schornsteinfegerarbeiten beraten zu lassen.

Jeder Betreiber einer handbeschickten Feststofffeuerungsanlage kann durch eine Nachrüstung mit einem Staubabscheider seinen Ofen besonders emissionsarm betreiben.