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Entsorgungshinweise

Defekte Energiesparlampen gehören nicht in den Müll. Foto: Volker Riechert/ Panthermedia.net

Wie kann man Arzneimittel, Energiesparlampen und Kühlschränke umweltverträglich entsorgen. Hier ein paar Tipps.


Energiesparlampen

Defekte oder ausgebrannte Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll - sie enthalten Quecksilber und müssen deshalb getrennt entsorgt werden. Sie können bei kommunalen Sammelstellen oder Schadstoffmobilen kostenlos abgegeben werden. Bisher sind die Rücklaufmengen noch zu niedrig: schätzungsweise zwei Drittel der Energiesparlampen landen fälschlicherweise im Hausmüll.

Auch zahlreiche Händler nehmen gebrauchte Energiesparlampen zurück. Sie können diese ebenfalls an den kommunalen Sammelstellen abgeben.

Eine Rücknahmepflicht für den Handel besteht  bislang nicht. Das NRW-Umweltministerium setzt sich deshalb für eine Verpflichtung des Handels ein, gebrauchte Energiesparlampen zurück zu nehmen, um für Verbraucherinnen und Verbraucher ein besseres ortsnahes Rückgabenetz zu schaffen.

Er sieht zudem die Hersteller von Energiesparlampen in der Pflicht, nun möglichst schnell Leuchtmittel zu entwickeln und anzubieten, die keine gefährlichen Stoffe mehr enthalten.

Arzneimittel

Alte und nicht mehr benötigte Arzneimittel können im Hausmüll entsorgt werden. Sie gehören nicht in die Toilette, da arzneiliche Wirkstoffe so ins Abwasser gelangen und die Umwelt belasten. Über die Entsorgung im Hausmüll gelangen die Medikamente in die Müllverbrennung. Hier werden die Wirkstoffe zerstört und belasten damit nicht die Umwelt.

Das Faltblatt „Alte Arzneimittel richtig entsorgen“ enthält Tipps zur Verpackungsentsorgung und gibt nützliche Hinweise, mit denen vermieden werden kann, dass die Arzneimittel in Kinderhände gelangen.

Kühlschränke

Kühlgeräte müssen fachgerecht entsorgt werden, damit FCKW nicht unkontrolliert in die Atmosphäre entweicht. Pro Jahr werden in Nordrhein-Westfalen rund 560.000 Kühlgeräte entsorgt. Dabei enthalten noch rund 80% der Geräte klimaschädliche Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).

Um das Recycling der Altgeräte sicherzustellen, müssen diese getrennte erfasst werden. Hierzu richten die Kommunen Sammelstellen ein und holen die nicht mehr benötigten Geräte ab. Auch der Handel kann Altgeräte zurücknehmen. Die Entsorgung über Privatleute, die Bürgerinnen und Bürger in der Nähe von Recyclinghöfen ansprechen, oder Anzeigen in Zeitungen schalten, ist nicht zulässig.

Im Rahmen einer Studie durch das Deutsche Institut für Urbanistik (difu) im Auftrag des NRW-Umweltministeriums wurde untersucht, wie die Kommunendabei unterstützt werden können, Kühlgeräte zu sammeln und fachgerecht zu entsorgen.

Dabei werden viele positive Ansätze aus nordrhein-westfälischen Kommunen aufgezeigt. Hierzu gehört die Information der Kunden ebenso wie die Verbesserung der Entsorgungsinfrastruktur. So werden zum Beispiel im Rhein-Sieg-Kreis individuelle Abholtermine vereinbart, um die Standzeiten der Geräte auf der Straße zu verkürzen. Kurze Standzeiten können die Beschädigung der Geräte und die Beraubung durch illegale Straßensammlungen verhindern. Die Stadt Wuppertal gibt in Kooperation mit den Elektrohändlern schon beim Kauf eines Kühlgerätes den Bürgerinnen und Bürgern Informationsmaterial zur richtigen Entsorgung der Altgeräte.

Pflanzliche Abfälle

Pflanzliche Abfälle sollen grundsätzlich nicht als Abfälle beseitigt werden. Insbesondere private Haushaltungen haben die Möglichkeit, ihre Gartenabfälle auf dem eigenen Grundstück zu kompostieren oder aber über die kommunale Bioabfallentsorgung verwerten zu lassen. Nur in Ausnahmefällen kann es erforderlich sein, pflanzliche Abfälle im Freien zu verbrennen. Unter welchen Voraussetzungen das zulässig ist, können Sie unserem Merkblatt entnehmen.