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Rohstoffe und Energie

Altmetall-Berge zum Recyceln. Foto: Ingeborg Knol/Panthermedia.net

Die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen und die steigenden Rohstoffpreise machen den Abfall als Rohstoff- und Energiequelle interessant. Dafür steht das Motto: Der Abfall von heute ist der Rohstoff von morgen.


Verwertung in den Anlagen

Die Nutzung der in den Abfällen enthaltenen Rohstoffe und Energie erfolgt in Nordrhein-Westfalen über ein flächendeckendes Anlagennetz. In den Anlagen werden die unterschiedlichen Abfälle umweltverträglich verwertet oder beseitigt. So ist es möglich, dass der Verbrauch primärer Rohstoffe wie Holz, Öl oder Mineralien gesenkt werden kann.  Auch der Energieverbrauch zur Herstellung neuer Produkte ist in der Regel geringer, wenn Recyclingmaterialien eingesetzt werden.

Die Abfallwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist dadurch gekennzeichnet, dass Abfälle, soweit sie nicht vermieden werden, stofflich oder energetisch verwertet werden. Nicht verwertbare Abfälle werden umweltverträglich beseitigt.


Siedlungsabfall als Ersatzbrennstoff

In Nordrhein-Westfalen und in Deutschland  werden heute keine unbehandelten Siedlungsabfälle mehr abgelagert. Das heißt, biologisch abbaubare Abfälle werden inzwischen nicht mehr  deponiert. Gelungen ist das durch eine Ausweitung der getrennten Sammlung von Bio- und Grünabfällen und durch die Schaffung der notwendigen Behandlungskapazitäten für Restabfälle.

Restabfälle werden heute in sechzehn Hausmüllverbrennungsanlagen verbrannt. Daneben werden aufbereitete Siedlungsabfälle auch als Ersatzbrennstoff in Kraft- oder Zementwerken verwendet. So können erhebliche Mengen an CO2 eingespart werden. Der Energiegehalt der Restabfälle stammt zu 50% aus biologisch abbaubaren Anteilen und ist daher als CO2-neutral anzusehen. Als biologisch abbaubar gelten zum Beispiel Pflanzenreste, Papier und Pappe.

Heute liegt die Bio- und Grünabfallverwertung doppelt so hoch wie vor 20 Jahren. Bereits im Jahre 2007 wurde knapp die Hälfte der aus privaten Haushalten kommenden Abfälle wie Papier, Glas, Bioabfälle und Metalle stofflich verwertet.

Die nicht verwertbaren Restabfälle werden überwiegend in Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Der thermisch behandelte Anteil der Restabfälle ist von 47 Prozent im Jahr 1995 auf 98% im Jahr 2007 gestiegen. Die bei der Verbrennung von Abfällen anfallende Energie wird zur Stromerzeugung und in erheblichem Maße als Dampf und  Wärme genutzt. Im Jahr 2007 kamen rund 40% der Strom- und Wärmeproduktion aus Biomasse aus der Abfallwirtschaft.


Klimaschutz in NRW

Nordrhein-Westfalen ist nicht nur immer deutlicher von den Auswirkungen des globalen Klimawandels betroffen, es ist auch in besonderem Maße dafür verantwortlich. In NRW werden ein Drittel aller in Deutschland entstehenden Treibhausgase emittiert. Daher geht die Landesregierung neue Wege in der Klimaschutzpolitik.

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