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Grundwasser und Bergbau

Braunkohletagebau Garzweiler II. Foto: Frank Röder / panthermedia.net

Bergbau geht oft einher mit weitreichenden ökologischen Langzeitfolgen. Bei der Genehmigung des Braunkohleabbaus im Gebiet „Garzweiler II“ wird deshalb ein umfassendes wasserwirtschaftliches Monitoring, unter anderem für den Bereich „Grundwasser“ erstellt. Dabei werden die wasserwirtschaftlichen und ökologisch relevanten Größen im Einflussbereich des Tagebaus systematisch räumlich beobachtet, kontrolliert und bewertet.


Monitoring nach wasserwirtschaftlichen und ökologischen Kriterien

Die Ergebnisse des Monitorings für den Braunkohletagebau werden jeweils in den Arbeitsgruppen Grundwasser, Oberflächenwasser, Feuchtbiotope, Wasserversorgung, Abraumkippe und Restsee beraten und bewertet. Sie werden jeweils in Jahresberichten zusammengefasst und veröffentlicht.

Die Konzeption des Monitorings für Garzweiler II wurde mittlerweile in ähnlicher Form auf den Braunkohlentagebau Inden sowie den Steinkohlebergbau Walsum übertragen.

Feuchteschäden im Keller. Foto: Sheri Armstrong / panthermedia.net

Der Wiederanstieg von Grundwasserständen führt vielerorts zu nassen Kellern und feuchten Fundamenten. (Foto: Sheri Armstrong / panthermedia.net)

Grundwasseranstieg in Stein- und Braunkohlerevieren

Gerade in den vom Steinkohlebergbau oder Braunkohletagebau betroffenen Bereichen ist in Folge der Beendigung der Steinkohleförderung beziehungsweise Wanderung der Tagebaue ein Wiederansteigen der Grundwasserstände zu verzeichnen.

Häufig wurden in Zeiten, in denen der Grundwasserstand aufgrund des Kohleabbaus abgesenkt war, in vermeintlich trockenen Bereichen Gebäude oder Infrastruktureinrichtungen erstellt, die nicht ausreichend für die nun wiederansteigenden Grundwasserstände gesichert sind. Eine grundsätzliche dauerhafte Absenkung des Grundwasserstandes in diesen Bereichen kann allerdings vom Bergbau aus ökologischen und wasserwirtschaftlichen Gründen nicht gefordert werden. Das Land unterstützt daher die betroffenen Bürgerinnen und Bürger – derzeit hauptsächlich in Dormagen und Korschenbroich - bei der Suche nach geeigneten Problemlösungen.

In Steinkohlebereichen ist diese Problematik von den teilweise erheblichen Bergsenkungen überlagert. In vielen Gebieten hat sich der Boden durch den Kohleabbau gesenkt, so dass diese heute unter dem natürlichen Grundwasserspiegel liegen. Hier ist auf Dauer eine Absenkung des Grundwassers notwendig, die von den damit beauftragten Wasserverbänden gewährleistet wird.

Um die Folgen auf die Grundwasserbewirtschaftung im ebenfalls von Bergsenkungen stark betroffenen Emschergebiet im Zusammenhang mit dem derzeit durchgeführten Umbau der Emscher und der damit verbundenen Sanierung und Neuerrichtung öffentlicher und privater Kanäle abschätzen zu können, hat die Emschergenossenschaft gemeinsam mit dem NRW-Umweltministerium, dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, der Bezirksregierung Münster, der Ruhrkohle AG und mehreren Kommunen die verfügbare Technik für die Grundwasserhaltung überprüft. Auch werden die zusätzlichen Kosten dafür noch genauer abgeschätzt.