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Häufige Fragen

Umweltzonen – ein Plus für die Gesundheit

Wir haben in Nordrhein-Westfalen leider in vielen Städten eine zu schlechte Luftqualität. In zahlreichen Ballungsgebieten liegen die hohen Belastungen durch Feinstaub und Stickstoffdioxid über den europäisch festgelegten Grenzwerten. Dort müssen wir die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger schützen und Maßnahmen zur Schadstoffminderung bzw. zur Abgasreduktion einleiten. Zur Verbesserung der Luftqualität erarbeitet das Land Luftreinhaltepläne, zu denen auch die Ausweisung von Umweltzonen gehört. Umweltzonen werden von den Kommunen dort eingerichtet, wo der motorisierte Straßenverkehr die Hauptursache für Grenzwertüberschreitungen ist. Mit der Einrichtung von Umweltzonen kann man die Fahrzeuge mit besonders hohen Emissionen aus stark belasteten Gebieten heraushalten. Das bringt eine sofortige Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger, die dort wohnen. Es ist inzwischen nachgewiesen, dass sobald die Belastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid sinkt, weniger Menschen an Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Leiden erkranken. Außerdem soll die Einrichtung von Umweltzonen nicht nur schnell die starken Luftbelastungen mindern. Sie soll auch Anreiz sein, die Fahrzeuge insgesamt zu modernisieren und umweltfreundlicher zu machen.


Städte mit Umweltzonen in Nordrhein-Westfalen

Zurzeit sind in 25 Städten innerhalb Nordrhein-Westfalens Umweltzonen für den Gesundheitsschutz der anliegenden Bevölkerung ausgezeichnet, von denen wiederum 13 seit dem Jahr 2012 in der Umweltzone Ruhrgebiet zusammengefasst sind. Für die Stadt Aachen ist eine Umweltzone im Luftreinhalteplan optional vorgesehen. Eine konkrete Regelung ist hier aber noch nicht in Kraft getreten.

Mehr über die Umweltzonen in den einzelnen Städten erfahren Sie auf dieser Karte, auf der wir alle Umweltzonen innerhalb Nordrhein-Westfalens für Sie zusammengestellt haben. Mit einem Klick auf die Namen der dort aufgeführten Städte werden Sie zum Internetangebot der ausgewählten Kommune weitergeleitet. Dort finden Sie in der Regel Kartenmaterial und aktuelle Informationen zu den geltenden Zufahrtsregelungen.

Weitere Informationen:


Luftqualitätspolitik für eine gesunde Umwelt

In vielen Städten sind die Luftschadstoffbelastungen durch den Pkw- und Lkw-Verkehr ein ernst zu nehmendes Umwelt- und Gesundheitsproblem. Für Gebiete, in denen die Feinstaub- und Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft die EU-Grenzwerte überschreitet, müssen daher Luftreinhaltepläne aufgestellt werden. Vorrangiges Ziel in den Städten ist es, durch verkehrsbezogene Maßnahmen die durch Pkw und Lkw verursachten Feinstaub- und Stickstoffdioxidemissionen zu verringern. Erforderlich ist meist eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen, die in erster Linie auf die Verringerung und Vermeidung von motorisiertem Straßenverkehr zielen. Zudem dürfen die Fahrzeuge langfristig immer weniger Luftschadstoffe ausstoßen. Eine Möglichkeit, diese Ziele zu erreichen, ist die Ausweisung von Umweltzonen. Das Augenmerk der Luftreinhaltung richtet sich aus Gründen des Gesundheitsschutzes besonders auf die Schadstoffe Stickstoffdioxid und Feinstaub (PM10). Die Grenzwerte werden durch Wirkungsuntersuchungen und Studien – im Wesentlichen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – gestützt und gelten europaweit.

Erhöhte Konzentrationen von Feinstaub in der Außenluft führen zu einer Zunahme an Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen. So konnte bei einer vom Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) beauftragten und betreuten Feinstaub-Kohortenstudie für Nordrhein-Westfalen nachgewiesen werden, dass Frauen, die im 50 Meter Radius einer verkehrsreichen Straße wohnen, ein um etwa 70 Prozent höheres Risiko haben, an einer Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben, als Frauen in Wohngebieten ohne starke Verkehrsbelastung. Weiterhin finden sich Hinweise auf eine Verstärkung der Arteriosklerose sowie auf eine erhöhte Lungenkrebsrate. Die bisher eingeführten Umweltzonen haben bereits zu einer Reduzierung der Feinstaubbelastung in den Städten geführt. Handlungsbedarf besteht jetzt vor allem bei der Senkung der Stickstoffdioxidbelastung, die vielerorts noch deutlich zu hoch ist.

Weitere Informationen:



Umweltzonen und Umweltplaketten – so funktioniert’s!

In die ausgewiesenen Umweltzonen dürfen nur solche Kraftfahrzeuge fahren, die bestimmte Mindestanforderungen bezüglich ihres Schadstoffausstoßes einhalten. Zum Nachweis muss das Fahrzeug über eine entsprechende Plakette verfügen. Die Umweltzonen gelten für Pkw, leichte Nutzfahrzeuge (z. B. Transporter) und schwere Nutzfahrzeuge (LKW und Busse). Fahrzeuge ohne die vorgeschriebene Plakette müssen draußen bleiben. Erkennbar sind als Umweltzonen ausgewiesene Gebiete in ganz Deutschland durch dieses Verkehrszeichen. Um zu einer für das ganze Bundesgebiet leicht verständlichen und einheitlichen Regelung zu gelangen, hat die Bundesregierung auch eine bundeseinheitliche Kennzeichnung der Fahrzeuge mit farbigen Plaketten eingeführt. Damit ist leicht zu erkennen, welche Fahrzeuge in einer Umweltzone fahren dürfen.



Umweltplakette: In der Umweltzone Pflicht!

Wenn Sie in einer Umweltzone fahren wollen, brauchen Sie auch eine für diese Umweltzone gültige Plakette. Wer vorschriftswidrig ohne Plakette in einer Umweltzone fährt oder parkt, muss ein Bußgeld von 80 Euro zahlen.

Die Plaketten sind bei allen Kfz-Zulassungsstellen erhältlich. Es gibt sie auch bei den Technischen Prüfstellen und amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen sowie bei allen Autowerkstätten, die Abgasuntersuchungen durchführen dürfen (über 30.000 in NRW). Die Plakette kostet etwa 5 Euro.

Pkw und Nutzfahrzeuge werden nach ihren Abgaswerten in vier Schadstoffgruppen eingeteilt:

Schadstoffgruppe 1: keine Plakette
keine Plakette
Euro 1-Dieselfahrzeuge

Schadstoffgruppe 2: Rote Plakette
Euro 2-Dieselfahrzeuge und nachgerüstete Euro 1-Dieselfahrzeuge


Schadstoffgruppe 3: Gelbe Plakette
Euro 3-Dieselfahrzeuge und mit Partikelfilter nachgerüstete Euro 2-Dieselfahrzeuge


Schadstoffgruppe 4: Grüne Plakette
alle Fahrzeuge mit Benzinmotor und geregeltem Katalysator (Ausnahme: einige wenige ältere Fahrzeuge) sowie Dieselfahrzeuge, die entweder mindestens die europäische Abgasnorm Euro 4 erfüllen oder der Euro 3-Norm genügen und mit einem leistungsfähigen Partikelfilter nachgerüstet sind.


Für weitergehende Fragen zur Einstufung Ihres Fahrzeugs wenden Sie sich bitte an das zuständige Straßenverkehrsamt.



Umweltzonen in Nordrhein-Westfalen

Aktuell gelten folgende Regelungen (Stand: 01.07.2014):
Stadt Zugelassene Plaketten
Münster Gelbe Umweltplakette Grüne Umweltplakette
Münster voraussichtlich ab 01.01.2015 Grüne Umweltplakette


Stadt Zugelassene Plaketten
Bonn Grüne Umweltplakette
Dinslaken
Düsseldorf
Hagen
Köln
Krefeld
Langenfeld
Mönchengladbach
Neuss
Remscheid
Umweltzone Ruhrgebiet (ausgewiesene Bereiche in Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herne, Herten, Mülheim, Oberhausen, Recklinghausen)
Wuppertal


Ausnahmeregelungen

Einige Fahrzeuge dürfen generell ohne Plakette fahren, z.B. Fahrzeuge, mit denen bestimmte schwerbehinderte Personen fahren oder gefahren werden oder land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen. In Nordrhein-Westfalen dürfen in einer „grünen Umweltzone“ außerdem Fahrzeuge mit gelber Plakette fahren, die vor dem 01.01.2008 auf den Halter zugelassen wurden und technisch nicht nachrüstbar sind. In Fällen wirtschaftlicher und sozialer Härte werden Ausnahmegenehmigungen erteilt. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug vor dem 01.01.2008 auf den Halter zugelassen wurde, eine Nachrüstung technisch nicht möglich ist, kein anderes Fahrzeug zur Verfügung steht und eine Ersatzbeschaffung wirtschaftlich nicht zumutbar ist. Dann stellt die zuständige Straßenverkehrsbehörde für bestimmte Fahrzwecke oder aus sozialen oder kraftfahrzeugbezogenen Gründen eine Ausnahmegenehmigung aus. Unternehmen können zudem ggf. eine Fuhrparkregelung in Anspruch nehmen. Für Busse im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und Wohnmobile gibt es eigenständige Regelungen.



Partikelfilter oder Katalysator: Nachrüsten ist oft noch möglich

Haben Sie einen älteren Diesel-Pkw, sollten Sie ihn mit einem Partikelfilter nachrüsten. Dieselfahrzeuge (Pkw, Busse und Lkw), die mit Partikelfiltern nachgerüstet worden sind, gehören dann auch einer höheren Schadstoffgruppe an mit entsprechend höherwertiger Plakette. Ältere Benziner können mit einem Katalysator nachgerüstet werden.



Fördermöglichkeiten

Der Einsatz von Maschinen mit geringen Schadstoffemissionen sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz können wesentlich die Luftqualität verbessern. Die NRW-Bank und die KfW fördern Maßnahmen zur Luftverbesserung. So fördert die NRW-Bank zum Beispiel die Anschaffung von abgasärmeren und umweltfreundlicheren Handwerkerfahrzeugen durch günstige Kreditmittel.

Weitere Informationen:



Informationen zum Thema finden Sie auch in unserer aktuellen Veröffentlichung:

Titelblatt, Mann sitzt auf roter Bank, neben ihm sein Fahrrad an einem Baum; Schriftzug: Gesundheitsschutz im Mittelpunkt -Die Luftreinhaltepläne in Nordrhein-Westfalen

Gesundheitsschutz im Mittelpunkt - die Luftreinhaltepläne in Nordrhein-Westfalen (Stand: April 2012)

Mit der Broschüre "Gesundheitsschutz im Mittelpunkt – Die Luftreinhaltepläne in Nordrhein-Westfalen" informieren das Umweltministerium und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz über die Entwicklung der Luftreinhalteplanung in Nordrhein-Westfalen von den Anfängen in den 1970’er Jahren bis heute. Die Broschüre stellt die aktuelle Situation – beispielsweise die Fortschreibung des Luftreinhalteplans Ruhrgebiet – und die Folgen von Luftbelastungen dar. Hohe Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Konzentrationen in der Luft führen nachweislich zu einer signifikanten Zunahme von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aktuelle Studien bestätigen den Zusammenhang zwischen Sterblichkeitsrate, Wohnortnähe zu verkehrsreichen Straßen und Belastungen durch Feinstaub und Stickstoffdioxid. Die Broschüre enthält grundlegende Informationen über Luftschadstoffe und ihre gesundheitlichen Auswirkungen, die jeweiligen Emissionsquellen, Messverfahren, Grenz- und Zielwerte, die Erstellung von Luftreinhalteplänen und die darin enthaltenen Maßnahmen, zum Beispiel Umweltzonen.



Weiterführende Informationen zum Thema:

Auskünfte über Umweltzonen in Nordrhein-Westfalen erhalten Sie bei den Straßenverkehrsämtern, aber auch bei den Handwerkskammern und den Industrie- und Handelskammern. Allgemeine Informationen können Sie im Info-Service des Umweltministeriums NRW unter der Telefonnummer 0211 / 4566-666 erfragen.

Informationen über alle Umweltzonen in der Bundesrepublik (Gebiete, Plaketten, Ausnahmen) finden Sie auf den Internetseiten des Umweltbundesamtes:

Europäische Union: In einer Reihe von europäischen Staaten gibt es - ähnlich den bundesdeutschen Umweltzonen - sogenannte low emission zones. Die Regelungen beziehen sich in der Hauptsache auf Nutzfahrzeuge. Näheres dazu unter:



Weitere Themen:

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